COMPAREX AG
eLearning

Über e-Learning Formen, die Generation Y und das nicht mehr enden wollende Lernen

Die Bezeichnung e-Learning ist längst kein Schreckgespenst mehr, das durch die Flure der Unternehmen huscht und Angst oder gar Abscheu erzeugt. Erfahren Sie aus Sicht von Angelika Pieta, Leiterin der COMPAREX Akademie, welche Formen des e-Learnings es gibt und wie Sie die passende Form für Ihr Unternehmen finden.

Wir sind im Zeitalter der Technisierung schon längst angekommen und spätestens mit der Generation Y lernen auch wir - die Generation der technisch revolutionierten Vorgänger-Generation - mit neuen Medien umzugehen. Schneller, effizienter, wirtschaftlicher - dies sind Begriffe, die jeder von uns im Arbeitsalltag kennt. Wer kann sich schon tagelang aus seinem Hamsterrad herausnehmen, nur um in länglichen Trainings eines zu erreichen: „ich kann endlich wieder einigermaßen produktiv mit meinen Tools arbeiten“. Besonders hart treffen technische Umstellungen die End-User. Sie haben ganz andere Kernaufgaben, als sich beispielsweise mit einer neuen Office-Umgebung zu beschäftigen. Die Hersteller von e-Learning Contents haben daraus gelernt. Das technisierte Selbststudium muss die Lernpräferenzen des Einzelnen treffen. Liest ein technisch affiner Mitarbeiter lieber Kurzanleitungen „How to do….“, bevorzugt ein anderer Kollege die ausführliche Herleitung eines neuen Anwendungsfalls, bebildert, mit Übungsaufgaben und der Möglichkeit, den Lernstoff systematisch aufzuarbeiten. Ein Dritter wiederum sieht sich lieber Kurzfilme an und lässt sich den optimalen Klickweg zeigen.

Alle haben Recht - so geht Lernen heute!

Welche Techniken bietet der Markt heute und für wen sind diese geeignet?

e-Learning bedient sich unterschiedlicher Technologien und Werkzeuge, die beispielsweise zur Erstellung und Verwaltung von Inhalten oder für die Interaktion zwischen Lehrendem und Lernendem genutzt werden.

Argumente für das web- oder computerbasierte Lernen

Die Programme ermöglichen dem Anwender eine hohe Flexibilität. Er kann selbst entscheiden, wann er welche Sequenzen zeitlich oder auch nach seinen persönlichen Möglichkeiten nutzen will. Unternehmen, die die Eigenverantwortlichkeit ihrer Mitarbeiter unterstützen möchten, bieten ihren Mitarbeitern heute schon den mobilen bzw. externen Zugriff auf ihren Lernstoff an.

e-LearningSehr technische Trainings, die in Zertifizierungsabschlüsse münden, finden häufig auch in den Räumlichkeiten der Schulungsanbieter statt. So ist die Ruhe für das Selbststudium gewährleistet und die technische Ausstattung für den Einzelnen optimal vorbereitet.

Perfekt ist die Anwesenheit eines Trainers während des Selbststudiums bei einen Trainingsanbieter. Dieser kann auch Hilfestellung geben und bei technischen Problemen unterstützen.

Content wird heute sehr aufwändig und teuer produziert. Das macht die Nutzung der Lizenzen nicht unbedingt „billig“.

Wirtschaftlicher und zeitoptimierter sind diese Formen des Lernens aber in jedem Fall. Die Nachhaltigkeit des Erlernten wird deutlich erhöht, da der Zugriff auf den Lerncontent meist ein Jahr oder sogar unbegrenzt erfolgt.

Durch multimediale Inhalte, wie Kurzfilme, Klickwege und audio-visuelle Aufbereitung des Contents sind die Lerneinheiten leicht zu konsumieren und auch nachvollziehbar geworden.

Die eleganteste Variante ist die, den „Spickzettel“ des Anwenders, den er versucht während des Lernens mitzuschreiben, im Anwendungsfall sichtbar zu machen. Es gibt für einige Anwenderprogramme eine höchst nutzerfreundliche Bereitstellung durch diese Integration z. B. in die Office Welt.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Webbasierte-Training, d.h. mit Anbindung an das Internet. Technische Schulungen werden heute immer häufiger mit der Möglichkeit einer Anbindung von Teilnehmern aus ganz Deuschland via ausgeklügelter Technologien angeboten.

Das spart Zeit, Reisekosten und langwierige Genehmigungsprozesse für Aufwendungen die neben der Teilnahme am Seminar entstehen. Doch auch wenn die Technik noch so perfekt vorbereitet ist, der Teufel steckt in Detail und es gibt nichts Schlimmeres, als eine unbefriedigende Übertragung oder Trainer, die nicht auf diese Kombi-Lernmethode eingestellt sind.

Daher bleibt die beliebteste Lernform quer durch alle Lernenden - das Präsenztraining, dicht gefolgt von dem sogenannten Blended Learning. Dies ist eine Kombination aus Start-up Präsenztraining sowie e-Learning und je nach Thema verbunden mit kurzen Folgeschulungen via Web oder auch als Präsenzveranstaltung. Diese Form des Lernens entwickelt sich gerade bei flächendeckenden Maßnahmen als Renner, weil sie kostengünstig und effektiv ist.

Tipps für die Auswahl einer passenden e-Learning Form

Hersteller gibt es inzwischen eine ganze Reihe auf dem deutschen und internationalen Markt.

Aber - wer ist der Beste?

Hier ist es schwer, eine allgemeingültige Antwort zu geben. Es kommt drauf an…!

Ich rate Ihnen dazu: nutzen Sie die Expertise des Schulungspartners Ihres Vertrauens. Dieser sollte über einen umfassenden Überblick über Hersteller und deren Spezialgebiet verfügen.

Dabei sind viele Fragen zu klären. Beispielsweise:

  • Welche Qualifizierungs-Philosophie verfolgt Ihr Unternehmen?

  • Haben oder wünschen Sie ein Learning Management System (LMS), also eine Software, die als Lernplattform Lerninhalte bereitstellt und Lernvorgänge organisiert?

  • Welche Möglichkeiten sollte eine Lernplattform bieten, z.B. Auswertungen durchführen können, Zertifikate erstellen und Teilnehmer managen?

Die Anforderungen, die hier formuliert werden, sind entscheidend für die Planung von Budget und Dimension.

Ein Learning Management System (LMS) kann ganz schmal gestrickt sein und ist für den Mittelständler völlig ausreichend. Für ein globales Unternehmen ist es jedoch i.d.R. nicht umfänglich genug. Hier gibt es Unterschiede, nicht groß – eher fein, aber strategisch bedeutend.

Woher kommen die Inhalte (Content) für das e-Learning?

Vielleicht überlegen Sie auch, Lerninhalte im Unternehmen selbst erstellen zu lassen. Es gibt zwar heute schon sehr viele Themenbereiche out of the Box zu Themen technischer Natur, Sprachen, Compliance oder Management, der Kernkompetenz einer Flugsicherheit eventuell auch noch, aber wie sieht es z.B. mit einem Thema wie „Fertigung“ aus?

Bei einem solchen Thema erfolgt eine auf die eigenen Fertigungsstraßen, Produktionsabschnitte und Anforderung hin abgestimmte individuelle Entwicklung. Beispielsweise als Adventure-Based-Training - also mit Spielecharakter höchst lern- und spaßoptimiert aufbereitet. Für die Erstellung von eigenem Content benötigen Sie dann auch ein Autoren-Tool. Meist ist die Erstellung durch den Content-Anbieter jedoch die wirtschaftlichere Variante.

Fazit

Nachfolgend noch einmal die Pro`s und Con`s von e-Learning.

Pro e-Learning:

  • Einsparung finanzieller, personeller und zeitlicher Ressourcen
  • Hohe Flexibilität, zeitliche und örtliche Unabhängigkeit
  • umfangreiche Lerntechniken und -methoden
  • innovative Lernumgebung
  • Interaktivität und Multimedialität der Lerninhalte
  • individuelle Lerngeschwindigkeit
  • Learning-on-demand
  • Nachhaltigkeit des Erlernten
  • automatisierte Lernerfolgskontrolle.

Contra e-Learning

  • erfordert viel Eigenmotivation oder Motivation durch hochansprechenden Content
  • häufig mit hohen Implementierungskosten verbunden
  • nur didaktisch hochwertiger Content, Interaktivität und Erlebnischarakter wird vom Konsumenten auch angenommen und fördert die Akzeptanz.

e-Learning kann heute durchaus Spaß machen und seinen Zweck erfüllen, ersetzt aber niemals die Einführung und Begleitung des Lernenden durch motivierende Präsenztrainings. Für die sogenannte Generation Y ist mobiles Lernen online/ offline eine interessante Variante.

Eine kleine Anekdote am Rande:

Neulich lag meine Tochter mit ihrem Tablett in der Badewanne. Auf meine erstaunte Frage, ob man denn wirklich immer online sein müsste meinte sie: „Mum, ich mache hier was für die Uni - wir haben dort ein e-Learning erhalten. Und danach bin ich auch gleich fertig zum Weggehen. Das nennt man Effizienz.“

Again what learned, wie der Loddar sagt.

Weitere nützliche Informationen:

Diesen Artikel teilen

Artikel vom:
16.10.2014

geschrieben von:

TAGS:
Akademie, e-Learning, Schulungen

Thema:
 

Kommentare

  • Gabriele Pelc kommentierte vor 1 Jahr
    Sehr geehrte Frau Pieta, ein guter Service, so ein ausführlicher Artikel! Vielen Dank. Ich bin Gründerin eines kleinen E-Learning-Unternehmens für chronisch kranke Menschen, habe aber große Schwierigkeiten einen geeigneten Programmierer zu finden, der mir mit der passenden Software ein E-Learning-Portal mit Bezahlsystem einrichten kann. An der Leuphana Uni Lüneburg ist mein Kurs auf moodle gelaufen, was aber zuviele Funktionen hat. Haben Sie einen Tipp für mich bzw. macht Ihr Unternehmen so etwas auch? Freue mich auf eine Rückmeldung! Herzlichen Gruß aus Niedersachsen Gabriele Pelc
  • Angelika Pieta kommentierte vor 1 Jahr
    Liebe Frau Pelc, danke für Ihr Interesse. Wir könnten Sie unterstützen, Ihren Content auf so einem System einzustellen. Sie bräuchten dann kein eigenes. Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie ja fertigen Content. Sie finden meine Kontaktdaten auf der Akademie Seite. Schicken Sie mir gern Ihre E-Mail Adresse und dann melden wir uns dazu. Schöne Grüße Angelika Pieta

Kommtar abgeben

© COMPAREX AG
Zurück nach oben