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Kommunikation und Lernen: Diese Chancen bringt der digitale Arbeitsplatz mit sich

Der digitale Arbeitsplatz ist heute in aller Munde. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Trends wie Consumerization, ständige technische Neuerungen und sich verändernde Arbeitsmodelle in ihre Unternehmenskultur einzubinden. Diverse Software-Produkte unterstützen diese Entwicklungen bereits vielfach. Dennoch: Es muss auch ein Umdenken in der internen Kommunikation und bezüglich der veränderten Möglichkeiten beim beruflichen Lernen stattfinden. Wir zeigen, welche Chancen insbesondere die neuen Lernmethoden hier bieten.

Ein Blogbeitrag von Judith Steinel, Learning Services COMPAREX Akademie

Flexible Arbeitsmodelle liegen im Trend

Laut einer auf statista.de veröffentlichten Umfrage bevorzugen 28% der Beschäftigen noch den Büroarbeitsplatz. Dagegen wünschen sich 41% die Möglichkeit, einige Tage in der Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Für die einen ist es die Gelegenheit, endlich einmal Dinge abzuarbeiten oder umfangreiche Konzepte zu schreiben. Für andere ist der Wunsch nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie die treibende Kraft. Stau und überfüllte Straßen mögen auch den einen oder die andere am heimischen Schreibtisch halten.

Fakt ist: Der Trend geht zu flexiblen Arbeitsmodellen und hierzu zählt auch zweifellos der flexible Arbeitsort. Mitarbeiter sind neben dem Büroarbeitsplatz längst nicht nur mehr am Heimarbeitsplatz anzutreffen. Angebote, Konzepte, Berichte, E-Mails, Telefonate – all das wird an den verschiedensten Orten erledigt.

Warum IT-Lösungen allein nicht ausreichen

Wie nun umgehen mit dieser Entwicklung? IT-Lösungen dazu sind reichlich vorhanden. Gerade Microsoft bietet mit Office 365 einen scheinbar unerschöpflichen Quell an Programmen, die die Kommunikation und Kollaboration von Kollegen standortunabhängig leichter machen oder gar überhaupt ermöglichen sollen. Gehen wir vielleicht sogar von dem Fall aus, dass in einigen Unternehmen Mitarbeiter bereits Zugriff auf die tollen, neuen, verheißungsvollen Programme haben.

Exkurs: Wie Office 365 digitale Arbeitsplätze unterstützt

Sie möchten wissen, mit welchen Funktionen Office 365 die flexiblen Arbeitsmodelle unterstützt? Unser Blogbeitrag zur produktiven Zusammenarbeit sowie der Beitrag zu Microsoft Teams geben genaue Einblicke.

Doch hier ist keinesfalls der Weg zu Ende. Im Gegenteil. Der erste Schritt zum digitalen Arbeitsplatz, zur Vernetzung und produktiven Zusammenarbeit ist gemacht. Jetzt gilt es, diesen Wandel in die Köpfe der Mitarbeiter zu übertragen. Eine bloße Bereitstellung der Dienste ist hier keineswegs ausreichend.

Wie klare Kommunikation und Strukturen helfen, den Wandel zu meistern

Jetzt geht es los mit Berührungsängsten, Sprachbarrieren und übermütiger Vernetzungswut. Allzu schnell landet eine Information voreilig in einem Verteiler, der jetzt noch gar nicht einbezogen werden sollte. Experten, die nicht mehr ganz zu Generation Y zählen und wichtige Wissensgeber sein können, können ihre Erfahrungen nicht teilen, weil sie sich den neuen Kommunikationswegen verwehren. Hier ist viel klare Kommunikation nötig, um alle von der gemeinsamen Vision zu überzeugen. Vor allem Unternehmensführung und Führungskräfte sind hier gefragt. Im Vorfeld gilt es, Strukturen zu schaffen.

Auf welchem Wege soll was bearbeitet und kommuniziert werden? Gezielte Kommunikations- und Interaktionsrichtlinien unterstützen die Mitarbeiter dabei. Nur durch ein klar gezeichnetes, kommuniziertes Bild kann ein tatsächlicher Mehrwert durch Wissenstransfer und Vernetzung herbeigeführt werden. Mithilfe eines so definierten Leitfadens durch die digitale Architektur eines Unternehmens lassen sich auch übergeordnete Ziele wie Wachstum oder Agilität realisieren.

„Es ist nichts beständiger als die Unbeständigkeit“, wusste schon Immanuel Kant. Wer seine Mitarbeiter konstruktiv durch den Wandel der Digitalisierung anleitet und begleitet, kann davon profitieren.

Wie der digitale Arbeitsplatz auch das Lernen verändert

Dieser Wandel des Arbeitens bringt auch ein verändertes Lernen im beruflichen Kontext mit sich. Wo noch vor wenigen Jahren hauptsächlich im Seminar-Raum und „auf Vorrat“ geschult wurde, entwickeln sich jetzt Lernkonzepte hin zum bedarfsorientierten Lernen. Wissen, sowohl Hard- als auch Softskills, wird didaktisch in den Arbeitskontext eingewoben.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und – Überraschung – meist digitaler Natur: Augmented Reality, Web Based Trainings, Gamification, Game-Based Learning, Enabling Communities, MOOCs…All diese Lernformen könnten für Ihr Unternehmen die passenden Begleiter sein.

Augmented Reality: Lernen über visuelle Reize

Der Begriff „Augmented Reality“ meint die erweiterte Realität. So werden zum Beispiel mit einem elektronischen Gerät visuelle Reize aufgenommen und durch digitale Informationen (Text, Bilder, Töne) ergänzt. So mancher hat vielleicht im privaten Kontext schon einmal ausprobiert, ob dieses bunte Sofa tatsächlich so gut ins Wohnzimmer passt – auch hier werden aufgezeichnete, optische Informationen durch Informationen aus digitalen Quellen ergänzt. In Lernszenarien kann dieser Ansatz beispielsweise bei Produktschulungen angewendet werden.

Gamification: Spielerisch motivieren und lernen

Unter Gamification versteht man das Anreichern eines spieluntypischen Themas durch spielerische Elemente. Dahinter steckt die Absicht, die Adressaten dazu zu animieren, sich stärker mit dem Inhalt auseinander zu setzen. Durch Interaktion, Wiederholung und gesteigerte Aufmerksamkeit werden die Informationen besser vom menschlichen Gehirn verarbeitet und gespeichert. Diesen Effekt hatte sich auch schon die Werbebranche zunutze gemacht, als sie bunte Automaten in Innenstädten aufstellte. An diesen Geräten ließen sich allerhand leuchtende, hupende Knöpfe drücken, um dann im besten Falle eine Gratis-Produktprobe zu erhalten. 

In Lernszenarien bietet Gamification eine willkommene Alternative, um die Lernenden zu motivieren. Durch Punktesammeln, Memoryspielen oder Schießbudenspiele wird das erlernte Wissen spielerisch abgefragt – und auch der Erfolg wird so gemessen.  Der Grad der Gamifizierung richtet sich zunächst nach der Zielgruppe (besonders geeignet dafür sind junge, digital-affine Personen, z.B. Auszubildende) und dann nach dem Inhalt selbst. Hierbei ist zu beachten, dass kritisches Wissen eher in klassischen Formaten vermittelt werden sollte. Der Begriff Gamification ist nicht zu verwechseln mit Game-Based Learning. Dort bekommen die Lernenden einen spielerischen Zugang (z.B. als Jump and Run Spiel) zum Lernstoff. 

Reversed Mentoring: Generationsübergreifendes Lernen

Aber auch analoge Lernformen, die das soziale Lernen fördern, finden großen Anklang. Das Reversed Mentoring zum Beispiel, ist ein ideales Konzept, um Alt (und erfahren) und Jung (und technikaffin) zusammenzubringen. In dieser Spielart des Mentorings coacht der junge Mitarbeiter den älteren Kollegen beim Umgang mit Social Media und Collaboration-Tools. Der Mehrwert dabei: Der erhöhte Praxisbezug steigert die Aufnahmefähigkeit deutlich und das Wissen bleibt länger im Kopf.

Die Informationen werden in kleineren Häppchen weitergegeben, zum Beispiel in Form von kurzen Klick-Anleitungen per Video, Webinar-Sessions oder als Quiz-App. Anwender werden mit dem Wissen nicht überfrachtet, sondern bekommen auf aktuelle Fragestellungen zugeschnittene Wissenseinheiten. Das steigert nicht nur die Lernmotivation, sondern auch eindeutig die Performance der jeweiligen Lernenden.

Dabei ist es nicht schlimm, wenn nicht alle Informationen auf Hochglanz poliert und mediendidaktisch einwandfrei ausgearbeitet sind. Das Wichtigste bei der Befähigung von Mitarbeitern ist, dass Informationen schnell auffindbar, ortsunabhängig verfügbar und praxisbezogen sind. So sind Sie für den Wandel hin zum digitalen Arbeitsplatz gewappnet.

Sie möchten digitales Arbeiten und Social Learning in Ihrem Unternehmen forcieren?

Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Vorhaben mit modernen Lernkonzepten. Unser Kurs "Social Media User Help Desk Portal - der Anwender Self Service" befähigt Sie zum Beispiel zur Umsetzung eines IT-Self-Service-Portals.

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Artikel vom:
13.06.2017

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TAGS:
digitaler Arbeitsplatz, Lernkonzepte

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