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IT-Begriffe, die man kennen sollte (Header)

10 Begriffe, die jeder IT-Manager kennen sollte

Falls Sie „API, PHP und VPN; ERP, aaS und CRM“ für eine Textzeile aus dem Hit „MfG“ von den Fantastischen Vier halten und Ihnen die Trend-Begriffe Big Data, IT-Compliance und Managed Services fremd sind, dann sollten Sie sich schleunigst diesen Blogartikel durchlesen. Wir haben Ihnen eine Liste der wichtigsten IT-Begriffe zusammengestellt, die wirklich jeder IT-Manager kennen sollte.

Ein Beitrag der COMPAREX Redaktion

1. API – Application Programming Interface

API ist eine Schnittstelle, über die sich Programme an das Softwaresystem anbinden lassen. Der Entwickler kann so Funktionen der Hardware, des Betriebssystems, eines Frameworks oder einer Standardbibliothek nutzen, ohne die einzelnen Komponenten direkt ansprechen zu müssen.

2. Big Data

Unter diesem Begriff wird eine große Menge an Daten verstanden, die aus nahezu allen Bereichen gesammelt werden können. Spezielle Lösungen sollen sie speichern, verarbeiten und auswerten. Dies verspricht neue Erkenntnisse u.a. in der Umfeld- und Trendforschung, der System- und Produktionssteuerung oder dem Kaufverhalten und der Risikobereitschaft von Konsumenten.

3. PHP –  Hypertext Preprocessor

Dieser Begriff meint eine serverseitig interpretierte Skriptsprache, die früher auch Personal Home Page Tools genannt wurde. Mithilfe von PHP werden dynamische Webseiten und Webanwendungen erstellt. Der Vorteil von PHP ist der offen zugängliche Quellcode sowie eine breite Datenbankunterstützung.

4. IT-Compliance

Compliance an sich ist das Einhalten von Regeln, Vorschriften und Gesetzen. Unter IT-Compliance wird das Befolgen aller IT-relevanten Vorgaben innerhalb eines Unternehmens verstanden. Dazu gehören Themen wie Datenschutz, Datenaufbewahrung, Verfügbarkeit und Informationssicherheit. Auch im Hinblick auf das Lizenzmanagement spielt Compliance eine wichtige Rolle. Hier geht es um die Frage, ob Anzahl und Versionen der gekauften Lizenzen mit der Software, die auf den Endgeräten installiert ist, kongruieren. Einen perfekten Überblick erhält man durch gezieltes SAM (Software Asset Management).

5. Managed Services

Gemeint sind genau definierte Leistungen, die ein IT-Dienstleister für seinen Kunden erbringt. Managed Services können unterschiedlicher Natur sein. So sind beispielsweise IT-Security Services, Storage Services oder Application Services möglich. Im Gegensatz zum Outsourcing geht es nicht um die Auslagerung ganzer Abteilungen, sondern um klar abgegrenzte IT-Teilbereiche, die auf der Basis eines vorab vereinbarten SLA (Service-Level-Agreement) festgelegt werden.

6. VPN – Virtual Private Network

Eine VPN-Verbindung ermöglicht es einem Nutzer von einem privaten (in sich geschlossenen) Netzwerk auf ein anderes zuzugreifen. Möglich wird das durch eine VPN-Software, die sowohl mit dem Router des Netzwerks kommuniziert als auch auf dem Computer installiert ist, mit dem der Nutzer auf das Netzwerk zugreifen will. So kann beispielsweise ein Mitarbeiter von Zuhause aus auf das Firmennetz zugreifen. Der Vorteil einer VPN-Verbindung ist dabei, dass alle Dienste genutzt werden können, also auch solche Programme, die ausschließlich im Intranet genutzt werden dürfen.

7. CRM – Customer Relationship Management

Als Kundenbeziehungsmanagement bezeichnet man die Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden und die damit einhergehende Strategie zur vollständigen Planung, Steuerung und Durchführung aller interaktiven Prozesse. Zum CRM gehören auch das Database Marketing und eine entsprechende CRM-Software als Steuerungsinstrument. Mithilfe der strategischen Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen wird außerdem ein vertieftes Beziehungsmarketing ermöglicht. Eines der wichtigsten Ziele im CRM ist es, die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden langfristig auszurichten.

8. ERP – Enterprise Resource Planning

Diese betriebswirtschaftliche Softwarelösungen steuern Geschäftsprozesse. In einem ERP-System werden mehrere miteinander kommunizierende Anwendungssoftwaren bzw. IT-Systeme eingesetzt, um die Ressourcenplanung des gesamten Unternehmens zu unterstützen. Dadurch verbessert sich der Kommunikationsfluss im Unternehmen und die Zusammenarbeit, im Sinne von E-Collaboration, wird effizienter.

Einsatzgebiete: ERP-Systeme kommen in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens zum Einsatz, werden aber besonders im Finanzwesen, in der Warenwirtschaft und der Lagerhaltung, in der Produktionsplanung, Disposition und Buchhaltung sowie im Vertrieb und dem Personalwesen eingesetzt. Ein ERP-System sorgt also dafür, dass beispielsweise in produzierenden Unternehmen alle für die Herstellung der Erzeugnisse und Komponenten erforderlichen Materialien an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung stehen.

9. Cloud Computing

Cloud Computing ist nichts anderes als das Bereitstellen von IT-Dienstleistungen über das Internet. Hierbei wird zwischen drei Typen unterschieden:

  • Private Cloud: Die Bereitstellung der Cloud erfolgt über unternehmenseigene Rechenarchitekturen. Der Vorteil besteht darin, dass die Wolke entsprechend der Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden kann.
  • Public Cloud: Dies ist praktisch das Gegenteil von Private Cloud, da die Anwendungen von einem externen frei zugänglichen Dienstleister angeboten werden. Über das Internet kann auf die Datenwolke zugegriffen werden.  Beispiele sind Webmailer-Dienste oder die kostenpflichtigen Services von Microsoft Office 365.
  • Hybrid Cloud: Eine Hybrid Cloud ist die Verschmelzung von Private und Public Cloud. Bestimmte Services werden über das Internet genutzt, währenddessen datenschutzkritische Informationen innerhalb des Unternehmens bearbeitet werden.


10.  …aaS – …as a Service

Der Begriff wird im Cloud Computing für die verschiedenen Servicemodelle verwendet. Dabei wird zwischen SaaS – Software as a Service, IaaS – Infrastructure as a Service und PaaS – Platform as a Service unterschieden.

  • SaaS: Bei diesem Geschäftsmodell wird Software von einem Anbieter für den Kunden zur Verfügung gestellt. Der Kunde nutzt die Software, ohne diese zu besitzen. Der Anbieter der Software ist auch für die Lizenzierung, Wartung und Administration der zur Verfügung gestellten Software verantwortlich.
  • IaaS: Ähnlich wie bei SaaS wird hier virtualisierte IT-Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Das bedeutet, der Kunde nutzt Server, Storage, Netzwerk und die übrige Rechenzentrums-Infrastruktur als abstrakten, virtualisierten Service über öffentliche oder private Netzwerke, meist über das Internet. Für die Inhalte der bereitgestellten virtuellen Maschinen ist der Nutzer selbst verantwortlich. Auch die Kontrolle über Betriebssystem und Anwendungen bleibt beim Nutzer.
  • PaaS: Bei diesem Servicemodell wird sowohl Hardware als auch Software als Service bereitgestellt. Diese Lösung ermöglicht es, individuelle Anwendungen in der Cloud zu entwickeln, zu testen, zu nutzen und zu verwalten. Die Plattform wird oftmals dazu benutzt, SaaS-Lösungen zu entwickeln und zu betreiben. Nutzer von PaaS-Lösungen können Anwendungen entwickeln, erproben und warten, ohne dass Anschaffungskosten für Infrastruktur und Software-Umgebungen anfallen. Ein Beispiel für eine PaaS-Lösung ist die Microsoft Windows Azure-Plattform.

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Artikel vom:
02.05.2017

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TAGS:
Abkürzungen, IT-Begriffe

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Kommentare

  • Angelika Pieta kommentierte vor 2 Jahren
    IMHO kann man da nur sagen OMG. Wir sollten ASAP wieder zu einen AVD kommen. Aber IRL funktioniert es ja noch. LOL. LG BFE Angelika EOM

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