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Bayern als Pilot-Region für das digitale Zeitalter?!

Vom Agrar- zum Technologie-Standort: Bayern hat in den letzten Jahrzehnten eine unverkennbare Entwicklung hingelegt. Nun möchte der Freistaat einen Schritt weitergehen und Pilot-Region für das digitale Zeitalter werden. Die geplante Zukunftsstrategie heißt „Bayern Digital“. Wir erklären, was es mit dieser Taktik auf sich hat und welche Unternehmen wie gefördert werden.

Ein Blogbeitrag von Dirk Frießnegg, Solution Advisor IT Security

Vom Agrar- zum Technologie-Standort: Bayern im Wandel

Wer heute an Bayern denkt, dem kommen nicht mehr nur grasende Kühe vor Bergkulisse, Weißwurst und Bier, erfolgreicher Fußball und Traditionen wie das Oktoberfest in den Sinn. Bayern hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologie-Standort entwickelt und gilt als sehr wirtschaftsstark und reich. Gemäß einer aktuellen Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln sind „Einige Regionen in Süddeutschland Ideenschmieden auf Weltniveau“ (Quelle: Pressemitteilung Institut der deutschen Wirtschaft Köln). Demnach dominieren relativ wenige Wirtschaftsräume in Bayern die deutsche Innovationslandschaft und liegen dabei international auf Spitzenniveau. Im nationalen Vergleich teilt man sich diese Spitzenpositionen mit Baden-Württemberg.

Ein Blick auf die Deutschlandkarte zeigt die Epizentren in Sachen Patentanmeldungen:

Digital Bonus Bayern: IV-Innovationsatlas mit Überblick über Patentanmeldungen in Deutschland

(Quelle: Pressemitteilung Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

Untermauert wird diese Einschätzung durch das Benchmarking-Projekt TOP 100. Dieses kürt gemeinsam mit Mentor Ranga Yogeshwar jährlich die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Die Auswahl für den Titel „Innovator des Jahres“ - wichtigste Auszeichnung für innovative Unternehmen im Mittelstand - trifft eine äußerst hochrangig besetzte Jury mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Medien und Hochschulen. Seit der Wettbewerb 1993 ins Leben gerufen wurde, tauchen in der Liste der Top-Innovatoren regelmäßig mittelständische Unternehmen aus Bayern auf. Nahezu jedes vierte ausgezeichnete Unternehmen hat seinen Sitz in Bayern. (Quelle: TOP 100)

Wen wundert da die breite Brust? Für die kommenden Jahre nimmt man nun die nächste Entwicklungsstufe ins Visier. Das Ziel lautet: Bayern wird Pilot-Region für das digitale Zeitalter. Dafür hat man die Zukunftsstrategie BAYERN DIGITAL entwickelt.

Die Herausforderungen mittelständischer Unternehmen im digitalen Zeitalter

Auf dem Weg dahin setzt man nicht nur auf die etablierten Global Player wie Siemens, BMW, Audi, Wacker Chemie, Schaeffler oder MTU. Jedes dieser Großunternehmen profitiert von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sie als kompetente und zuverlässige Zulieferer oder engagierte Dienstleister unterstützen. Nicht zu vergessen: Viele mittelständische Unternehmen sind als Hidden Champions auf den Weltmärkten unterwegs. Rund 70% der Hidden Champions aus Deutschland haben weniger als 250 Beschäftigte, sind also klassische KMU.

Die Kunst dabei ist jedoch nicht nur, eine Nische zu finden, zu bedienen und zu besetzen. Gefragt sind neben der einen guten Idee insbesondere Schnelligkeit, Flexibilität sowie insbesondere der Schutz des Know-how, um die Wettbewerbsvorteile zu wahren.

BAYERN DIGITAL: Das bayrische Förderprogramm für mittelständische Unternehmen

Mit BAYERN DIGITAL will der Freistaat die KMU dabei unterstützen, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Ziel: Das Fundament für die digitale Zukunft weiter stützen. Als ein Teil dieser Strategie gibt es seit Ende 2016 das Förderprogramm DIGITALBONUS BAYERN. Dieses Förderprogramm richtet sich ausschließlich an bayerische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Hierbei sollen zwei Teilbereiche finanziell unterstützt werden:

Förderprogramm

Digitalbonus Standard

Digitalbonus Plus*

Zuschuss

bis zu 10.000 €

bis zu 50.000 €

Fördersatz für kleine Unternehmen

bis zu 50%

bis zu 50%

Fördersatz für mittlere Unternehmen

bis zu 30%

bis zu 30%

Förderbereiche

1x für jeden Bereich

nur für 1 Bereich

* für Maßnahmen mit besonderem Innovationsgehalt

  1. Unterstützung bei der Umstellung auf neue digitale Systeme und Geschäftsmodelle „für die Entwicklung, Einführung oder Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen, durch IKT-Hardware, IKT-Software sowie Migration und Portierung von IT-Systemen und IT-Anwendungen“

  2. Schutz vor Hackerangriffen als notwendige Begleitmaßnahme „für die Einführung oder Verbesserung der IT-Sicherheit“

Quelle: Digitalbonus Bayern

Bayerische KMU können ihre EDV-Projekte inklusive Hardware, Software sowie Dienstleistungen von externen Spezialisten wie COMPAREX fördern lassen. Dabei kann der Fördersatz für kleine Unternehmen (< 49 Beschäftigte) 50% des Gesamtvolumens betragen bzw. 30% für mittlere Unternehmen (50 – 249 Beschäftigte). Oder in Euro ausgedrückt: Der Zuschuss variiert zwischen bis zu 10.000 Euro im Digitalbonus Standard und bis zu 50.000 Euro im Digitalbonus Plus für Maßnahmen mit besonderem Innovationsgehalt.

Gerade in den kleinen Unternehmen lassen sich dadurch sinnvolle Investitionen in die IT-Infrastruktur und vor allem auch in die IT-Sicherheit möglicherweise das kleine Stückchen früher umsetzen. In einer Zeit, in der nicht mehr Größe, sondern Schnelligkeit entscheidend ist, können so Wettbewerbsvorteile gesichert und ausgebaut werden.

Schnell sein: So begehrt ist das Förderprogramm BAYERN DIGITAL!

Wie begehrt dieses Förderprogramm ist, kann man daran erkennen, dass bereits im Mai sämtliche Fördergelder für das Jahr 2017 ausgeschöpft waren. Dabei wurden selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen. Für das Kalenderjahr 2018 ist somit also auch durchaus Eile angebracht!

Bereits seit dem 1. August 2017 können wieder Digitalbonus-Anträge gestellt werden. Die Bewilligungen durch Förderbescheide und die Auszahlungen werden erst im Jahr 2018 erfolgen. Auch positiv: Zusätzlich zum bisher eingeplanten Budget konnte die Bayerische Staatsregierung weitere Fördermittel mobilisieren.

Beispiel IT-Security: Darum ist das Förderprogramm auch für Sie interessant

Mitunter denken einige Unternehmen allerdings, dass sie nicht die richtige Zielgruppe für das Förderprogramm sind. Oftmals liegen hier jedoch falsche Annahmen zu Grunde. Im Folgenden gehe ich auf zwei gängige Denkfehler ein. 

Denkfehler Nr. 1: "Ich bin ein uninteressantes Ziel für Cyberkriminelle!"

Lassen Sie mich an dieser Stelle einmal den Punkt zur IT-Sicherheit hervorheben. Klar ist: Je kleiner ein Unternehmen, umso größer offenbaren sich die Lücken in seiner IT-Security. Multipliziert mit DEM Denkfehler Nummer 1 – "Ich bin ein uninteressantes Ziel" – ergibt das eine tückische Mischung.
 
Täglich landen Dutzende Spam- und Phishing-Mails in den Postfächern der Mitarbeiter, dazu Virenausbrüche, ein gestohlener Laptop mitsamt wichtiger Kunden- und Unternehmensdaten, ein frustrierter Mitarbeiter, der zum "Dank" für seine Entlassung wichtige Kundendaten auf einen USB-Stick kopiert und zum neuen Arbeitgeber mitgenommen hat, und zu guter Letzt ein Verschlüsselungstrojaner, der die wichtigsten Dateien unbrauchbar macht.

Da war doch was?! Genau: Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) müssen ab dem 25. Mai 2018 derlei Fälle von Datenverlust gemeldet werden.

Fakt ist, dass Cyberkriminelle die vorhandenen und sträflich ignorierten Lücken ausnutzen werden – sei es gezielt oder nach Zufallsprinzip. Industriespionage findet nicht mehr nur auf den Fluren und in den Werkstätten von Unternehmen statt, sondern virtuell. Und wo Daten geklaut werden können, können sie auch manipuliert werden. In verschiedenen Blogbeiträgen sind wir bereits auf die Bedrohungen durch Erpressungstrojaner, sogenannte Ransomware, eingegangen. Ein zeitloses Problem. Oder stellen Sie sich den Schaden vor, wenn plötzlich eine computergesteuerte Produktionsmaschine ausfällt, weil sie gehackt wurde.

Denkfehler Nr. 2: "Unser AV-Schutz blockt 99,99% Malware? – Prima!"

Lassen Sie sich auch nicht blenden von den sehr guten Erkennungsraten Ihrer Antivirus-Lösung.  Vorsicht: Mathematik! Weit über 300.000 neue Malware-Varianten entstehen … Achtung! …: TÄGLICH (!!!). Selbst eine wirklich gute Antivirus-Lösung mit einer Erkennungsrate von 99,99% hinterlässt also immer noch über unentdeckte 30 Malware-Varianten. Und wieviel Malware benötigt es für einen flächendeckenden Schaden? – Genau: 1.

Ganz schön viele Herausforderungen für die IT-Security eines mittelständischen Unternehmens. An dieser Stelle lohnt es durchaus, auf eine Security-Lösung zuzugreifen, die vom Hersteller selbst gehostet wird. Vorteil: Gerade kleinen IT-Abteilungen werden die zeitraubenden Installationen, Konfigurationen, Aktualisierungen und Wartungen abgenommen.

Sophos beispielsweise bietet mit Sophos Central eine breite Palette Security-Lösungen an: Von der klassischen Endpoint Protection über Verwaltung mobiler Geräte bis hin zur marktführenden Anti-Ransomwarelösung Sophos Central Intercept X.

Sie wünschen eine persönliche Security-Beratung?

Ihre innovativen Ideen, vorangetrieben durch neue digitale Systeme, geschützt durch hochwertige Security-Lösungen, dazu finanziell unterstützt durch den Digitalbonus, ergeben eine ideale Kombination.

Sie wünschen sich eine detaillierte Beratung zu Sophos? Dirk Frießnegg hilft Ihnen weiter. Rufen Sie ihn gern an oder schreiben Sie ihm eine E-Mail.

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Dirk Frießnegg
Solution Advisor Sophos

Rudower Chaussee 13
12489 Berlin
Deutschland

+49 30 634 88 477

Dirk Frießnegg

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Artikel vom:
03.08.2017

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TAGS:
Bayern Digital, Security, Sophos

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