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Die Zukunft der Business Intelligence heißt Self-Service BI und Data Discovery

Business Intelligence für alle: Der Einstieg war noch nie so einfach!

Die aktuelle Auswahl an Produkten und Dienstleistungen auf dem Business Intelligence (BI)-Markt ist extrem breit gefächert und macht die Technologie für jeden verfügbar. Ob ein unternehmensweites Informationsmanagementsystem für das laufende Berichtswesen benötigt wird oder ob Anwender die Möglichkeit erhalten sollen, ihre eigenen Daten mit Hilfe eindrucksvoller Visual Analytics zu analysieren, der Einstieg in Business Intelligence war noch nie so einfach. Elnaz Yahyai, Consultant BI & Analytics bei COMPAREX, gibt ein Update zur „neuen” Business Intelligence.

Ein Blogbeitrag von Elnaz Yahyai, Consultant BI & Analytics bei COMPAREX

Die Zukunft der Business Intelligence heißt Self-Service BI und Data Discovery

Die Welt der BI ändert sich. In den letzten Jahren ist die Lücke zwischen dem Business und der IT kleiner geworden. Fachabteilungen können nun neue Lösungen zur Erstellung von Berichten anwenden, ohne sich vorher mit ihren Kollegen von der IT beraten zu müssen. Und das ist gut so. Es wird immer wichtiger, schnell auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren. Es gibt einfach nicht genügend Zeit, um Wochen oder Monate auf Berichte zu warten, die sich am Ende vielleicht sogar nur auf einige wenige Datensätze konzentrieren. Die Unternehmen wollen und müssen intelligenter werden. Analytics-Lösungen ermöglichen es, die Datenanalyse zu verbessern und dadurch Kundenverhalten, Risiken, Ressourcen, Betrugsversuche und andere relevante Faktoren vorherzusagen.

Self-Service BI und Data Discovery werden die Zukunft des Fachgebiets dominieren. Diese beiden Faktoren ermöglichen es den Anwendern, intuitive Schnittstellen zu bedienen, um ihre eigenen gründlichen Analysen schnell und einfach durchzuführen. Kreative Datenanalyse ist nun für jeden verfügbar. Und macht außerdem Spaß.

Auch dieses Jahr hat Gartner wieder seinen Schwerpunkt auf Self-Service-BI und Data Discovery gelegt. Der von dem Marktforschungsunternehmen herausgegebene Magic Quadrant für BI & Analytics spiegelt Marktbewegungen wieder: Tableau, Qlik und Power-BI besetzen den Leaders- Quadranten allein und ersetzen traditionelle Anbieter wie Oracle, IBM und SAP. Damit ändern sich die Spielregeln grundlegend, und Unternehmen wären gut beraten, zu prüfen, ob sie den Spielraum haben, um ihr eigenes BI-Portfolio zu optimieren.

Ende der Fahnenstange für IT-verwaltete BI?

Fast jedes Unternehmen nutzt Informationsmanagementsysteme. Auch wenn eine ganze Reihe von Unternehmen weiterhin auf Excel setzt, bewegt sich der Trend ganz klar in Richtung Business Intelligence-Lösungen. Dies ergibt sich in erster Linie aus der Notwendigkeit, Entwicklungen innerhalb des Unternehmens zu messen.

IT-verwaltete BI bedeutet Business Intelligence, die in herkömmlicher Weise von der IT gesteuert wird. Sie beinhaltet komplexe technische Lösungen, die spezielles Fachwissen erfordern. Daher ist die IT-Abteilung für die Bereitstellung aller Berichte zuständig, was die Anwender von der IT abhängig macht und zu einem gewissen Maß an Inflexibilität führt. Es kann in der Tat eine Weile dauern, bis Anwender die Informationen erhalten, die sie benötigen, und Änderungen brauchen oftmals Monate, bis sie vollständig sind. Die Berichte müssen auch geändert werden, wenn es Änderungen bei der Art der Informationen, die die Anwender benötigen, gibt.

IT-verwaltete BI hat jedoch auch Vorteile. Sie ist einfach skalierbar, da alle Anfragen über die IT-Abteilung laufen. Auch die Datenqualität ist gewährleistet und die Gefahr von Datensilos begrenzt.

Jedes Unternehmen braucht - unabhängig von seiner Größe oder Branche - funktionale und einsatzbereite Finanzberichte und Dashboards. IT-verwaltete BI erfüllt die Anforderungen in einigen Fällen.

Der Nutzen von Self-Service BI

Für Unternehmen wird es immer schwieriger, sich von der Konkurrenz abzuheben. Dazu müssen sie effizientere und effektivere Managementsysteme einsetzen und gleichzeitig den Finger fest am Puls des Marktes behalten.

Die Verfügbarkeit und Auswertbarkeit von großen Datensätzen - extern und intern - ermöglicht es den Unternehmen, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, Trends zu erkennen, neue Muster zu entdecken und aus den gewonnenen Informationen schnell einen bestimmten Handlungsbedarf abzuleiten. Dies erfordert einen völlig anderen, dezentralen Ansatz, der sich von der IT-verwalteten Business Intelligence unterscheidet. Mit Hilfe von Self-Service BI und Data Discovery-Tools kann jeder Unternehmensbereich schnell und einfach seine eigenen Berichte erstellen, ohne die IT-Abteilung einbeziehen zu müssen.

Self-Service BI und Data Discovery-Tools stellen leistungsfähige Visual Analytics-Lösungen dar, mit deren Hilfe die Anwender ihre eigenen Daten prüfen, analysieren und visualisieren können. Und da diese Anwender besser über die Daten Bescheid wissen, als irgendjemand sonst, helfen ihnen die oben beschriebenen Lösungen, den größtmöglichen Nutzen zu erreichen.

Auch wenn Self-Service BI und Data Discovery-Tools äußerst flexibel, benutzerfreundlich, intuitiv zu bedienen und interaktiv sind, ist es dennoch wichtig, dafür zu sorgen, dass sie nicht in einem allzu unabhängigen Umfeld genutzt werden. Es kann zu widersprüchlichen oder falschen Schlüssen und Entscheidungen kommen, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Personen innerhalb eines Unternehmens an der Datenanalyse arbeitet. Die Zusammenarbeit mit der IT hinsichtlich Datenkontrolle und -management bleibt ein wesentliches Element innerhalb der BI.

Business Intelligence, Self-Service BI: Dashboard
Business Intelligence, Self-Service BI: Dashboard (Beispiel)

Business Intelligence, Business Analytics, Advanced Analytics...

Neue Begriffe und Lösungen, darunter Business Analytics und Advanced Analytics, sind neben der Business Intelligence selbst entstanden. Sie werden zwar als unabhängige Lösungen genannt, sind aber alle Unterdisziplinen innerhalb der BI. Unter Business Intelligence versteht man aussagekräftige Informationen über ein Unternehmen in Bezug auf Management, den Markt oder den Kunden. Ganz gleich, ob sich die Daten auf die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft beziehen, das Ziel ist immer noch die Sammlung von Daten und die Kommunikation von Wissen. Es ist daher vernünftig, BI als einen Oberbegriff zu verstehen, der eine Reihe von Funktionen umfasst, die bestimmte Wünsche und Bedürfnisse widerspiegeln.

Die verschiedenen Unterbegriffe richten sich nach den verschiedenen Funktionen und Zielen, die das Unternehmen mit Business Intelligence verbindet. Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

  • Business Intelligence hat eine beschreibende Funktion; sie sammelt und analysiert aktuelle Daten mit dem Ziel der Verbesserung des Managements.

  • Business Analytics blickt in die Zukunft, indem sie historische Daten abgleicht und analysiert, um so Geschäftsentwicklungen vorhersagen zu können und innovativer zu werden.

  • Advanced Analytics baut eigentlich auf Business Analytics auf und stellt technische Analysefunktionen wie Data Mining, statistische Analysen, Predictive Analytics und Simulationsmodelle zur Verfügung. Neben den Trends ist es ihr Ziel, die jüngsten Aktivitäten, Lösungen und Entscheidungen vorherzusagen.

Zusammenfassung

Werden sich Self-Service BI und Data Discovery-Tools durchsetzen? Hier gehen die Meinungen auseinander. IT-verwaltete BI und Self-Service BI stehen sich nicht unbedingt gegenseitig im Weg, also gibt es auch keinen Grund, warum sie nicht Hand in Hand arbeiten können. Es ist aber nicht möglich, die Technologien zu vergleichen, da sie zwei verschiedene Methoden darstellen. In den meisten Fällen ist es vorteilhaft, eine Art kombinierten Ansatz einzuführen.

Der Markt für BI & Analytics wächst rasant, und zwar weitgehend unabhängig von der Technologiefrage. Unternehmen haben den Wert und die Notwendigkeit von aussagekräftigen BI-Daten erkannt. Gartner gibt an, dass bis 2017 die meisten Techniker und Analysten in den Unternehmen Zugang zu Self-Service-Tools haben werden. Es ist daher keine Überraschung, dass es eine wachsende Nachfrage für entsprechende Lösungen von Anbieten wie SAS, Microsoft, IBM, Tableau und SAP gibt.

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Artikel vom:
16.06.2016

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Business Intelligence, Self-Service BI

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