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IBM - Aus dem Tivoli Storage Manager wird Spectrum Protect

Aus Tivoli Storage Manager wird nun Spectrum Protect – ein Baustein in der neuen Ausrichtung von IBM auf Software Defined Storage (SDS)

Aus Raider wurde Twix – und blieb Schokolade, Keks und Karamell. Die bevorstehende Umwandlung der Tivoli Storage Manager (TSM) Produktfamilie zu Spectrum Protect ist ein Schritt des Weges in eine vollkommen neue Richtung. IBM beschreitet diesen Weg – und wird damit zum Vorreiter in Bezug auf Software Defined Storage (SDS).

Ein Beitrag von Lydia Schebesta, Inside Sales Executive IBM

Was ist neu? Was bringt die Neuerung den Unternehmenskunden? Was bringt SDS?

Social & Media, Mobile Applications, Big Data & Analytics, etc.: Faktoren, die den Umgang mit Daten wandeln, da ihr Volumen rapide wächst. Gartner prognostiziert ein Datenwachstum von 670% in den nächsten 5 Jahren – das ist eine Versiebenfachung! Die IT- Infrastruktur der Unternehmen steht vor zwei wesentlichen Herausforderungen: Daten-Management und Kosteneffizienz. Ist Software Defined Storage die Lösung?

Software Defined Storage vs. Storage Virtualisierung?

Software Defined Storage bedeutet, einfach ausgedrückt, Datenspeicher richtlinienbasiert unabhängig von der Hardware zu verwalten. Grundlage dafür ist in der Regel immer irgendeine Form der Virtualisierung, die es ermöglicht, die Speicher-Hardware von der Software, die die Infrastruktur des Speichers verwaltet, zu trennen. Dennoch ist Software Defined Storage nicht gleich Storage Virtualisierung: Das wäre die reine Zusammenführung (herstellerübergreifend) von Speicher-Hardware. SDS hingegen bietet darüber hinaus Management-Funktionen und offene Schnittstellen, um virtualisierte und nicht virtualisierte Umgebungen auf allen Ebenen miteinander zu verbinden und zu verwalten.

Unter anderem genau hier (Management-Funktionen) setzt IBM an: Spectrum Protect etwa, eins der neuen Produkte, der heutige Tivoli Storage Manager, ist selbst kein Mittel zur Virtualisierung, sondern sichert die virtualisierten Umgebungen.

Aber wie soll nun der neue SDS-Ansatz umgesetzt werden?

Um traditionelles Storage in ein Software Defined Storage, als Teil eines Software Defined Environment Gesamtkonzepts, zu überführen, empfiehlt IBM folgende Schritte:

  1. Virtualisierung und Verbesserung des Management von vorhandenen Ressourcen (Spectrum Control + Virtualize)
  2. Bereitstellung von Blockstorage für die bestehende Dateninfrastruktur, sowohl für neue als auch traditionelle Workloads, egal ob diese off-premise, on-premise oder in einer hybriden Cloud liegen.
  3. High-Performance Data Management durch Nutzung von Scale-Out. Dies verleiht Unternehmen eine nahtlose Kapazitätserweiterung, um das explosive Datenwachstum der digitalen Informationen verarbeiten zu können und schafft mehr Effizienz durch die unternehmensweite Verbesserung des abteilungsübergreifenden Informationsaustauschs.
  4. Nutzung/Einbindung von Cloud Ressourcen als zusätzlichen Storage Layer.

Vier Schritte um traditionelles Storage in ein Software Defined Storage zu überführen

Abb. 1: Vier Schritte um traditionelles Storage in ein Software Defined Storage zu überführen

Was bringt die Neuerung für Kunden?

Mein Fazit: IBM erfindet sich im Bereich Storage aktuell aufgrund der Marktdynamik neu und bietet mit der Umsetzung von SDS einen Lösungsansatz, der es Kunden gestattet, nicht nur ihre traditionelle Hardware zukunftssicher zu nutzen, sondern sich gleichzeitig auch für die Cloud bereit zu machen – eine Möglichkeit, das Datenmanagement zu verbessern, die Kosteneffizienz zu steigern und anschließend offen für weitere Optimierungsmaßnahmen zu sein.

Wurden also nur bewährte Produkte in neue Kleider gesteckt? Doch nur der Wechsel von Raider zu Twix? Meiner Ansicht nach Nein. Die gesamte Spectrum Palette beinhaltet zwar bereits etablierte IBM Produkte:

IBM Storage Management and Optimization Software

Abb. 2: IBM Storage Management and Optimization Software

IBM hat aber mehr als 1 Milliarde € investiert, um diese bisherigen Produkte besser aufeinander abzustimmen und um diejenigen neuen Funktionen zu erweitern, die SDS erfordert. So ist beispielsweise das neue Produkt Spectrum Accelerate aus dem bisherigen XIV entstanden, in welchem die Software in Form eines Hypersale Blocks an die entsprechende XIV-Hardware gebunden war. Jetzt ist Spectrum Accelerate ein Hyperscale Block, der unabhängig von der Hardware ist und damit in Verbindung mit jeden beliebigen Ressourcen genutzt werden kann.

Das ist Kosteneffizienz: Bereits vorhandene Hardware kann in jedem Fall weiter verwendet werden und wenn neue Hardware angeschafft wird, muss auch das nicht zwingend die Vergoldete sein.

Sie wollen mehr zum Thema wissen? Dann kontaktieren Sie unsere Expertin Lydia Schebesta.

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Artikel vom:
26.05.2015

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Software, Software Hersteller

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