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Interkulturelle Teams: Das Geheimnis von produktiver Zusammenarbeit

In Zeiten von zunehmender Globalisierung und Internationalisierung wachsen auch die Herausforderungen hinsichtlich der Kommunikation innerhalb der Unternehmen. So kommunizieren internationale Kollegen zur gleichen Zeit über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg. Die Entfernung, verschiedene Kulturen, Sprachen und Interessen bergen vielfach Konfliktpotential. Reibungsverluste sind keine Seltenheit. Wie gelingt es, diese interkulturellen Teams produktiv und effizient zusammenarbeiten zu lassen? Wir haben Lösungsansätze.

Ein Blogbeitrag von Thino Ullmann, Senior Technical Presales Executive

Kommunikation 2.0 reicht nicht aus

Selbstverständlich und gängig sind Kommunikationstools wie E-Mail und Telefonkonferenzen. Sie reduzieren allerdings in der Regel nur die räumliche Distanz, andere Hürden werden selten gemindert. Dadurch können sich Kollegen schnell ausgeschlossen fühlen und eine passive Rolle einnehmen. Nicht zu unterschätzen sind zudem die Zeitzonen-Differenzen: Während der eine Kollege gerade in den Arbeitstag startet, geht der andere bereits in den Feierabend.

Lösungsversuche für eine bessere internationale Zusammenarbeit

Der Anwesenheitsstatus als Basis für erfolgreiche Kommunikation

Unabhängig davon, ob im Büro, Home Office, Hotel oder eben global ausgerichtet, Informationen über die An- oder Abwesenheit von Mitarbeitern und Kollegen sind die Grundlage für eine funktionierende Kommunikation. Da die Verfügbarkeit auf einen Blick erkennbar ist, sind die Arbeitszeiten oder Zeitzonen unerheblich. Ich sehe sofort, ob ich den Kollegen via Anruf, Chat oder E-Mail kontaktieren kann oder nicht.

Gruppen-Chat-Funktionalität als Must Have bei Telefonkonferenzen

Es gibt sie in jedem Unternehmen und in jedem Kulturkreis: Die eher zurückhaltenden Kollegen, die es vermeiden, sich verbal in den Vordergrund zu stellen. Sie können mit Hilfe einer integrierten Chat-Funktion oder von Online-Abstimmungen in Telefonkonferenzen eingebunden werden. Sprachbarrieren lassen sich einfach durch Chat-Übersetzer überwinden.

Ein Social Intranet als unternehmensinternes Facebook

Für das Wir-Gefühl in einem Unternehmen ist es immens wichtig, eine gemeinsame, abteilungsübergreifende Wissensbasis zu haben, gemeinsam Erfolge zu feiern und Innovationen zu fördern. Dies stärkt den Zusammenhalt und erhöht die Wertschöpfungskette. Einseitige und starre Kommunikation via Mail und CC-Benutzung kann dies nicht leisten. Sinnvoll ist hier ein Social Intranet. 

Collaboration-Plattform als Wissensspeicher

Die Unternehmensphilosophie, Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital, kennt sicherlich jeder. Neben ihrer reinen Arbeitskraft bringen sie zudem ein weiteres wichtiges Kapital, das verstärkt zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird, mit: Das sogenannte Wissenskapital. Diesen Wissensspeicher, den Kollegen beispielsweise durch langjährige Berufserfahrung, Weiterbildungen

oder Spezial-Schulungen erworben haben, gilt es zu bewahren und nach Möglichkeit, allen relevanten Kollegen zugänglich zu machen. Aber wie lässt sich dieses Wissenskapital bestmöglich managen? Um die Informationsverbreitung, Interaktion, Vernetzung und Zusammenarbeit sinnvoll zu unterstützen, empfiehlt sich eine zentrale Collaboration-Plattform.

Exkurs: Wissensarbeit

Sie möchten sich ausführlicher über das Thema Wissensarbeiter informieren? Dann sollten Sie unseren Blogbeitrag „Wissensarbeiter produktiver machen: Der ewige Kampf gegen die digitale Ablenkung“ nicht verpassen.

Zum Blogbeitrag über Wissensarbeiter »

Device-Unabhängigkeit als Voraussetzung für die Diversity der Endgeräte

Globalisierung geht heutzutage oftmals Hand und Hand mit einer Diversity der Endgeräte, wie beispielsweise Handy oder Laptop. Dies hat natürlich auch Einfluss auf den Erfolg der anderen Bemühungen. In Deutschland fällt der Anteil von „Bring your own device“ (BYOD) eher gering aus. China, die USA, Indien oder Brasilien sind hier hingegen führend. Bei einem globalen ganzheitlichen Ansatz reicht demnach eine lokale Betrachtung der Device-Strategien nicht aus. Das heißt: Die aufgezeigten Lösungen müssen den unterschiedlichen Voraussetzungen Rechnung tragen und dies eben geräte-  und plattform-unabhängig.

Best-of-Breed vs. Best-of-Suite: Gibt es die Ideal-Lösung?

Die aufgezeigten Lösungsüberlegungen lassen sich nun auf unterschiedliche Art und Weise realisieren. So kann man zum einen auf verschiedene Produkte und Hersteller oder aber auf eine ganzheitlich ausgerichtete Produktpalette eines Herstellers setzen.

Best-of-Breed

In der Vergangenheit bevorzugten viele Unternehmen den sogenannten Best-of-Breed-Ansatz, wenn es um die Beschaffung von Enterprise Software ging. Bei diesem Ansatz versuchen die IT-Entscheider, die bestmögliche Lösung für die jeweilige Anforderung zu finden. Auf unsere Lösungsversuche gemünzt, heißt das, dass je Ansatz andere Hersteller bzw. andere Produkte ausgewählt werden.

  • Anwesenheitsstatus: Cisco CallManager, IBM Lotus Sametime, Microsoft Skype for Business, Aastra, Alcatel-Lucent, Unify…
  • Telefonkonferenzen mit Gruppen-Chat-Funktionalität: Cisco CallManager, IBM Lotus Sametime, Microsoft Skype for Business, GoToMeeting, Adobe Connect…
  • Social-Intranet: Workspace by Facebook, Microsoft Yammer, Coyo, Communote
  • Collaboration: IBM Lotus Domino, Google for work, Samepage, SharePoint, Confluence (by Atlassian), Google Drive, Onedrive for Business, Box for Business
  • Device-Unabhängigkeit: abhängig vom Anbieter

Ganz klar: “Best of Breed” bietet Unabhängigkeit und Flexibilät, hat aber auch ein paar Mankos. Wie erfolgen beispielsweise Wartung und Support bei einer heterogenen Lösung –und zwar ganzheitlich?

Und wie schaut es mit der Wirtschaftlichkeit aus? Insbesondere mit Blick auf eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit ist daher für mich dieser Ansatz der falsche Weg.

Best-of-Suite

Ich bevorzuge den Best-of-Suite-Ansatz. Am Beispiel der Microsoft Produktpalette bedeutet das für unsere Lösungsversuche:

  • Anwesenheitsstatus: Microsoft Skype for Business/ -online, Microsoft Office 365 Teams
  • Telefonkonferenzen mit Gruppen-Chat-Funktionalität: Microsoft Skype for Business/ -online, Microsoft Office 365 Teams
  • Social-Intranet: Microsoft Yammer
  • Collaboration: Sharepoint/-online, OneDrive for Business, Office 365 Groups
  • Device Unabhängigkeit: auf allen gängigen Plattformen x86, iOS, Android, OSx etc.

Microsoft Office 365 Groups als Chance für eine Software-Konsolidierung

In Microsoft Office 365 Groups werden die genannten Anwendungen sogar konsolidiert und zentral offeriert. Zudem gibt es weitere Features, die die team- und länderübergreifende Zusammenarbeit erheblich erleichtern, so unter anderem:

  • Kalender: Planung von Meetings, Veranstaltungen, Skype for Business Meetings
  • Gruppenpostfach: Gruppenkommunikation per E-Mail
  • Bibliotheken: Speichern/Bearbeiten von Ordnern und Dateien
  • OneNote: zentrale „Aktenablage“ der Gruppenmitglieder
  • Office 365 Planner: Organisation bzw. Zuweisung von Aufgaben, Projektplänen, Abruf des Projektfortschritts etc.
  • OneDrive Next Generation Sync Client (NGSC) Preview Status: Synchronisation von Daten

Microsoft Office 365 Groups Produktportfolio

Die konsolidierte Produktpalette von Microsoft Office 365 Groups. Quelle: Microsoft

Die Chance der Software-Konsolidierung. Ein Fazit

Mit dem “Best-of-Suite”-Ansatz können durch die Reduktion der Software-Hersteller Kosten eingespart, ungenutzte Potentiale realisiert und die Effizienz gesteigert werden. Außerdem lassen sich signifikante Skaleneffekte erwirken, von der Lizenz über das Deployment bis hin zum Betrieb. Microsoft offeriert diesen Ansatz über alle Bereiche hinweg und integriert diesen in bereits vorhandene Infrastrukturen, unabhängig, ob sie in der Cloud, On-Premises oder hybrid betrieben werden. Gleichzeitig ist es mit den Office 365 Suiten möglich, Software und Hersteller zu konsolidieren und so weitere Einsparungen über die Lizenzierung hinaus zu verwirklichen.

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Artikel vom:
06.04.2017

geschrieben von:

TAGS:
Collaboration, Office 365, Zusammenarbeit

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Kommentare

  • Mark Borawzki kommentierte vor 8 Monaten
    Der Artikel bringt es auf den punkt, gute Zusammenfassung. MfG Borawzki

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