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Rückblick auf die IT-Trends 2015

Das IT-Jahr 2015: Welche Trends setzten sich durch?

Was wurde eigentlich aus den vielfach vorhergesagten Tech-Trends für das Jahr 2015? Sind Themen wie Internet of Things, Cloud Computing, BYOD und Enterprise Mobility den hohen Erwartungen gerecht geworden, die die IT-Welt Anfang 2015 an sie stellte? Haben die deutschen Unternehmen sie wirklich umgesetzt? Die COMPAREX Blogredaktion macht die Probe aufs Exempel: Welche IT-Trends haben Deutschland 2015 wirklich bewegt?

Ein Beitrag von der COMPAREX-Redaktion.

Cloud Computing: Anteil der deutschen Unternehmen immer noch gering

Cloud ComputingNicht nur 2015, auch schon in den Jahren zuvor das Trendthema. Dass Unternehmen mehr denn je bereit für die Nutzung der Cloud sind, zeigte die CloudReadiness-Studie 2015. Laut Eurostat nutzen aber seit 2014 nur rund 11 Prozent der deutschen Firmen tatsächlich Cloud Computing-Dienste. Im europäischen Ländervergleich liegen wir damit unter dem Durchschnitt von 19 Prozent und weit hinter dem Spitzenreiter Finnland, wo bereits 51 Prozent der Firmen die Vorteile von Cloud Computing nutzen. Warum sind deutsche Firmen der Cloud gegenüber immer noch so verschlossen? Laut einer Umfrage von Statista ist neben befürchteten Sicherheitsproblemen auch die fehlende Kenntnis über den Umgang mit Cloud-Diensten ein Grund. Nach der BITKOM-Umfrage „Cloud Monitor 2015“ erwarten 83 Prozent der deutschen Unternehmen von ihrem Cloud-Anbieter auch, dass er seine Rechenzentren ausschließlich in Deutschland betreibt.

Auf diese Bedürfnisse hat Microsoft 2015 reagiert. Mit seiner lokalen Cloud-Lösung, bei der die Daten im deutschen Rechtsraum bleiben, will der Softwarehersteller den hohen Anforderungen der Nutzer gerecht werden. „Datentreuhänder ist dabei die T-Systems International, eine Tochter der Deutschen Telekom“, erklärt Ingo Massow, Lead für Microsoft Cloud Services bei COMPAREX, auf it-daily.net. „Das Unternehmen kontrolliert den Zugang zu den Kundendaten und stellt sicher, dass diese nicht an Dritte gelangen – es sei denn, eine Herausgabe wird durch den Kunden erteilt oder ist aufgrund des deutschen Rechts erforderlich. Die Microsoft-Wolke wohnt somit in Deutschland und schafft Transparenz und Vertrauen in Sachen Datensicherheit. Gerade Branchen mit hochsensiblen Inhalten wie die Finanzwirtschaft, das Gesundheitswesen oder der öffentlichen Sektor profitieren von der lokalen Cloud.“ Dieses revolutionäre Konzept wird sicher auch 2016 noch für Schlagzeilen sorgen.

Unternehmen welche Cloud Computing nutzen

Quelle: Eurostat, Stand 2014

IT-Security: Die Sicherheit hat Vorrang

Schon beim Cloud Computing zeigt sich der starke Fokus auf Sicherheit, der sich 2015 gewissermaßen in einem Meta-Trend als allgegenwärtiges Thema IT-Security verfestigt hat. Egal um welche neue Entwicklung es sich handelt, für deutsche Unternehmen hat die Sicherheit ihrer Daten höchste Priorität. Das bestätigt eine aktuelle Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS). Laut der Studie ist für 91 Prozent der deutschen Unternehmen IT-Sicherheit auch in 2016 der wichtigste Trend. Für 75 Prozent der Unternehmen ergibt sich IT-Sicherheit auch aus der Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und Lieferanten.

Für 75% der deutschen Unternehmen ergibt sich IT-Sicherheit auch aus der Zusammenarbeit mit Partnern.

Enterprise Mobility & BYOD: Wie mobil ist mobile wirklich?

Wenn Office-Anwendungen, ERP und CRM den Angry Birds & Co. ihren Stammplatz auf dem Smartphone streitig machen, dann geht es um Enterprise Mobility & BYOD. Die Leitidee klingt verheißungsvoll: Durch die Nutzung von Apps auf mobilen Endgeräten Geschäftsprozesse standortunabhängig optimieren. So priesen Anfang 2015 auch viele Experten den IT-Trend an. Aber die Enterprise Mobility Studie 2015 von techconsult malt zunächst ein anderes Bild: Sicherheitsbedenken, fehlendes Know-how und Integrationsprobleme stellen deutsche Unternehmen vor neue Herausforderungen, denen sich einige noch nicht gewachsen fühlen. Die im Auftrag von Microsoft durchgeführte Studie zeigt aber auch, dass sich für Marketing-Abteilungen, die Enterprise Mobility nutzen, eine erhebliche Steigerung der Leistungsbilanz ergeben kann. Die zahlreichen Vorteile von Enterprise Mobility werden also in Zukunft sicher auch an deutschen Firmen nicht nahtlos vorbeiziehen. Mit dem richtigen strategischen Partner ist die Implementierung von Enterprise Mobility nicht nur sicher, sondern erleichtert den Arbeitsalltag im dynamischen Umfeld moderner Technologien.

Abteilungen, die bereits eine Enterprise Mobility-Strategie ins Leben gerufen haben und entsprechende Mobility-Maßnahmen durchführen, konnte eine Leistungssteigerung von 10 % attestiert werden.

Internet of Things: Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung

Räume die ihr Licht automatisch an die Vorlieben verschiedener Bewohner anpassen, eine Sprinkleranlage, die die Luftfeuchtigkeit misst und nach Bedarf agiert und Kühlschränke, die selbstständig Lebensmittel nachbestellen. Was zunächst nach SciFi-Szenario à la „Zurück in die Zukunft“ klingt, ist heute Realität. Das Internet of Things (IoT) war nicht nur 2015 ein wichtiges Thema. Auf der CES 2016 zeigten die Austeller ihre neuesten IoT-Entwicklungen, beispielsweise trumpfte Bosch mit einem Auto auf, das im Fall eines Staus diesen allein umfährt, und dem Fahrer so unnötigen Stress ersparen soll. Auch wenn einige IoT-Angebote noch wegen ihres Gadget-Charakters belächelt werden, ergeben sich aus diesem Trend für Unternehmen viele interessante Möglichkeiten zur Prozesssteuerung und -optimierung, beispielsweise in der Sicherheitstechnik oder der Logistik. Eine aktuelle Studie von Telenor Connexion zeigt, dass die deutsche Infrastruktur hervorragend für den Erfolg von IoT in Unternehmen geeignet ist. Als „sehr wichtig“ oder „entscheidend“ bewerteten 47 Prozent der deutschen Unternehmen das IoT für die nächsten fünf Jahre.

Dass IoT die eigene Branche innerhalb von fünf Jahren verändern wird, glauben 43% der Unternehmen. 31% glauben das nicht, weitere 26% wissen es nicht.

Microsoft Trends: Schließt sich eine Tür, öffnet sich ein Fenster

Für Windows 10 sahen die Prognosen Anfang 2015 noch düster aus. Einige Sicherheitslücken machten dem kostenlosen Software-Angebot zu schaffen. Doch Microsoft konnte den Trend wenden: Im Januar 2016 gab das Unternehmen bekannt, dass Windows 10 weltweit bereits auf über 200 Millionen Computern genutzt wird. Mit umfangreichen Patches und Updates konnte sich die neuste Windows-Version also doch noch einen Platz im Herzen der User und vieler Unternehmen sichern.

Auch bei SharePoint schlug 2015 das Herz vieler deutscher Unternehmen schneller. Einer 2015 veröffentlichten Studie der Hochschule der Medien in Stuttgart zufolge sind die Funktionen Suche, Team-Sites, Projekt-Websites, Wikis und MySites die Top 5 der hilfreichsten SharePoint-Funktionen für Unternehmen. SharePoint 2010 war unter den befragten Unternehmen die meistgenutzte SharePoint-Version, dicht gefolgt von SharePoint 2013. Rund 8 Prozent der Unternehmen arbeiten dabei mit den Standardoberflächen von SharePoint, 67 Prozent nutzen Oberflächen mit kleineren Änderungen, die beispielsweise an das Corporate Design angepasst sind und 25 Prozent der Unternehmen hat seine Portaloberfläche grundlegend angepasst und umfangreiche Änderung vorgenommen. Da Microsoft für das Frühjahr 2016 das Release von SharePoint 2016 plant, ist auch SharePoint ein Trendthema, das man im Auge behalten sollte.

SharePoint Versionen im Einsatz

Quelle: SharePoint 360, Stand 2014

Was erwartet uns 2016?

Auch für 2016 haben IT-Experten wieder viele spannende Trends prognostiziert. Auf unserem Blog hat Achim Herber, General Manager bei COMPAREX Deutschland, die wichtigsten IT-Trends 2016 für Sie zusammengestellt. Es bleibt wie immer spannend abzuwarten, welche Trends sich durchsetzen werden.

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Artikel vom:
09.02.2016

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TAGS:
Cloud Computing, Internet of Things, IT-Security

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