COMPAREX AG
VMworld in Barcelona

Ein Spätsommernachtstraum –
Barcelona im Oktober oder: VMworld mal anders

VMworld 2015 in Barcelona. Kollegen und Verwandte reagieren immer mit einem Anflug von Neid, wenn sie meine Pläne hören. Tolle Stadt, liegt am Meer, Temperaturen stimmen auch im Oktober, dazu noch eine große Veranstaltung mit Social Events – geht schlimmer. Und dazu noch jede Menge Neuigkeiten aus den Bereichen Virtualisierung und Cloud-Technologien.

Ein Beitrag von Marco Vogel, Senior Manager Global Alliances

Früher konnte ich mir mal Workshops anschauen oder in Trainings gehen, das war einmal. Mittlerweile ist VMware bzw. deren Technologien so wichtig für COMPAREX und unsere Kunden geworden, dass die VMworld für mich eher zu einer Net(t)working- und Planungs-Börse geworden ist. VMware schafft es Jahr für Jahr immer wieder, die komplette IT-Branche zu versammeln – Hersteller, Partner und Kunden – insgesamt mehr als 10.000. Darunter auch Hersteller wie Citrix, die ihr eigenes Event in EMEA vor einigen Jahren auf Eis gelegt haben. Man kennt sich, man kämpft bei Kunden auch mal gegeneinander, man schätzt sich: Das Zauberwort heiß Co-Opetition ;-)

Ich bin seit 2007 auf mindestens einer dieser Veranstaltungen pro Jahr gewesen. Anerkanntermaßen bin ich damit ein Industrie-Veteran, eingestiegen bei ESX 2.X – jetzt sind wir bei vSphere 6.X. Dazwischen liegen Welten, übrigens auch bei der VMworld. Am Anfang waren es enthusiastische Partner und Kunden, die das Abenteuer Servervirtualisierung frühzeitig angegangen haben.

„Software-Defined-Everything“

Heute redet von Servervirtualisierung keiner mehr, am wenigsten VMware. Die haben das IT-Industrie-Mantra „Software-Defined-Everything“ zur Leitmaxime erhoben, die sich in ihrem Pitch für die Hybrid Cloud eindrucksvoll manifestiert: One Cloud, Any Application, Any Device. Und treffen damit den Nerv der Zeit bzw. die Prioritäten der CIOs: Automatisierung, Mobility, Moderner Workspace etc. – alles sicher und transparent. VMware hat sich hier in den letzten Jahren in Bereiche hineingeschoben, die eigentlich die Domäne der anderen waren: Netzwerk, Storage, Cloud, End User Computing.

Diese technischen Neuerungen gab es auf einen Blick:

EVO SDDC (vormals EVO Rack)

EVO SDDC bietet Software-Defined Datacenter auf hyperkonvergierter Infrastruktur (HCI) und somit Technologie der Enterprise-Klasse mit Computing-Virtualisierung, Software-Defined Storage (SDS) und Netzwerk-Virtualisierung. Inbegriffen sind automatisiertes Starten und Konfigurieren und vereinfachte Betriebs- und Managementprozesse. Die Bereitstellung erfolgt gemäß vorqualifizierten Software- und Hardware-Stücklisten.

vSAN 6.1

Neu in Virtual SAN 6.1 sind u.a. Stretched Cluster, RPO von 5 Minuten bei asynchroner Replikation, Unterstützung von SMP Fault Tolerance, Unterstützung für Oracle RAC und Failover-Clustering in Windows Server und ein neues Health Check-Plug-in zur Überwachung der Hardware und für Compliance. Außerdem ist nun eine Integration in den vRealize Operations Manager möglich inkl. Kapazitätsplanung, Ursachenanalyse und Systemzustandspunkte.

Hybrid Cloud Platform

Die Unified Hybrid Cloud Platform setzt sich zusammen aus den beiden Elementen VMware vCloud Air und die Software-Defined Datacenter-Lösungen für das eigene Rechenzentrum.

Project Skyscraper

vMotion wird cloudübergreifend: aktive VMs werden nahtlos zwischen Vor-Ort-Umgebungen und vCloud Air migriert. Mittels Inhaltssynchronisierung werden vor Ort vorhandene VM-Vorlagen, vApps, ISOs und Skripts anhand des Inhaltskatalogs in vCloud Air nahtlos synchronisiert.

VMware Identity Manager

Der VMware Identity Manager vereinfacht die Business-Mobilität mit einer Berührung auf jedem Gerät, Optimierung der Anwendererfahrung und Sicherheit mit AirWatch® Adaptive Access, Self-Service App Store für Mitarbeiter und Wachstum mit vertrauenswürdiger Hybrid Cloud-Infrastruktur der Enterprise-Klasse von VMware.

Ergänzend verweise ich auf den Beitrag von Simone Frömming (Country Manager Germany, VMware) oder aber auch den VMware EMEA Blog – die wissen, wovon sie reden. Ich kann da auch gern auf unsere Consultants verweisen, die im Rahmen unseres Kunden-Workshops die Highlights eindrucksvoll zusammengefasst haben. Dazu fand gerade ein COMPAREX-Webinar statt, in dem wir gemeinsam mit VMware Event-Aufbereitung betrieben haben.

Dell übernimmt EMC

Das eigentliche Highlight war eh ein anderes: Der Montag war „überschattet“ von nahezu minütlichen Updates und Gerüchten der geplanten Übernahme von EMC durch Dell. Am Nachmittag war es dann soweit, die Bombe schlug ein: Größte Übernahme der Technologiebranche ever ever, schlappe 67 Milliarden lässt sich Michael Dell das Ganze kosten. Zumal er schon mit 12 Milliarden in der Kreide stand, alleine die Tilgungszinsen belaufen sich auf jährliche Milliardensumme – wir dürfen auf die Pläne und nächsten Schritte gespannt sein.

Was macht man danach: Vorsichtshalber den Dell-Mitarbeitern vor Ort für die schöne Veranstaltung danken und zum Kauf gratulieren. Auch schon mal schauen, wie die eigene Firma mit Dell steht – auch ganz gut. Dann Business-as-Usual, für VMware wird sich hier nicht allzuviel ändern – dachte man. Dann kam gleich die Ankündigung für eine tiefere Zusammenarbeit von VMware und Virtustream, einer EMC-Akquisition aus dem Frühjahr. Schon jetzt werden die Technologien in einem Joint Venture zusammenarbeiten, um ein noch besseres Cloud-Angebot zu offerieren.

Wird NSX das neue ESX?

Was ist noch heißer als alles andere: NSX – also die Virtualisierung des Netzwerks. Hier erwartet sich VMware ähnliche Wachstumsschübe wie seinerzeit bei der Servervirtualisierung. „Micro-Segmentation“ ist hier das Zauberwort und auch nach Meinung von VMware das Alleinstellungsmerkmal. Eigentlich verbergen sich dahinter einzig und allein Sicherheitseinstellungen auf Infrastrukturebene - Security erfreut sich einer wahren Renaissance. Die arrivierten Netzwerk-Unternehmen freuen sich auf die Bereicherung der Kundendiskussion.

Schlussendlich kann man zusammenfassen: Die VMworld hat sich zu einer Institution entwickelt, an der im Herbst niemand vorbeikommt! Nächstes Jahr wieder! Sicher!

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Artikel vom:
02.11.2015

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TAGS:
Veranstaltung, Virtualisierung, VMware, VMworld

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