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Was taugt das neue Server Management Tool von Microsoft?

Project Honolulu: Was taugt das neue Server Management Tool von Microsoft?

Unter dem Arbeitstitel „Project Honolulu“ stellt Microsoft heute auf der Ignite ein brandneues Produkt im Bereich des Server Managements vor. „Honolulu“ dient als Ersatz für die abgekündigten Azure Server Management Tools. Eric Berg, Microsoft Most Valuable Professional, durfte von Anfang an dabei sein, testen und durch sein Feedback sogar das Produkt beeinflussen. Als einer der ersten Anwender verrät er im COMPAREX Blog, wieso Server Admins „Project Honolulu“ lieben werden.

Ein Beitrag von Eric Berg, IT-Architekt und Microsoft MVP

Bereits vor einigen Tagen hat Microsoft in einem Sneak Peek Artikel die ersten Details zu „Project Honolulu“ veröffentlicht. Am Freitag war es dann soweit und die Installationsdaten der Technical Preview wurden zum Download zur Verfügung gestellt.

Wozu braucht die Microsoft Welt Project Honolulu?

Seit dem zunehmendem Einsatz von Cloud-Technologien und den ersten Ansätzen von Multi-Cloud-Lösungen verlangen immer mehr Server Admins nach einer Lösung für ein adäquates Server Management in der Cloud. Während in der On-Premises Welt das Management über PowerShell, Server Manager oder RSAT Tools zum Alltag gehört, stellen sich beim Management von Systemen in der Cloud Fragen nach der Anbindung, Erreichbarkeit und Konfiguration. Auch das aufstrebende Interesse an Core- und / oder Nano-Server verlangt nach neuen Management-Möglichkeiten.

Aufbau / Funktionsweise der Azure Server Management Tools (SMT)

Abbildung 1 - Aufbau / Funktionsweise der Azure Server Management Tools (SMT)

Nun stehen mit den RSAT Tools ja prinzipiell Remote-Verwaltungstools zur Verfügung. Diese haben jedoch aktuell diverse Nachteile:

  • Voraussetzung eines adäquaten Client OS

  • keine RSAT Tools für Cross-Plattform Management

  • RSAT Tools müssen nach Windows 10 In-Place Upgrade erneut installiert werden

  • Management über PowerShell, Windows Remote Management, etc.

  • für Remote-Management verhältnismäßig viele Ports benötigt

Um diesen Problemen eine Lösung entgegenzusetzen, hatte Microsoft mit den sogenannten Azure Server Management Tools eine Web-basierte Lösung zum Servermanagement entwickelt. Die im Azure-Portal integrierte Lösung war in der Lage im HTML5 Browser die grundlegenden Aktivitäten des Server Managements abzubilden. Darunter auch Funktionen wie eine PowerShell-Sitzung im Browser. Jedoch war die Abhängigkeit zur Cloud vielen Kunden ein Dorn im Auge. Microsoft hat daher auf das Feedback der Kunden reagiert und eine On-Premises Lösung entwickelt. Die bis dahin verfügbare Azure SMT Lösung wurde bereits zum 30. Juni 2017 eingestellt.

Was kann Honolulu für Sie tun?

Project Honolulu ist nun die Implementierung des Web-Browser gestützten Server Managements in der On-Premises Welt. Hierfür wird auf einem Management System die Honolulu Software installiert. Nach der Installation steht die Management Website zur Verfügung.

Aufbau / Funktionsweise des On-Premises Server Managements mit "Honolulu"

Abbildung 2 - Aufbau / Funktionsweise des On-Premises Server Managements mit "Honolulu"

Über diese Site können nun diverse Server gemanaged werden. Aktuell stehen folgende Module zur Verwaltung zur Verfügung:

  • Zertifikatsverwaltung

  • Gerätemanager

  • EventViewer

  • File Verwaltung

  • Firewall

  • Users and Groups

  • Netzwerk

  • Prozess Ansicht

  • Registry

  • Rollen und Features

  • Dienste

  • Storage Verwaltung

  • Storage Replica

  • Virtuelle Maschinen

  • Virtuelle Switches

  • Windows Update

Screenshot von Project "Honolulu" - hier "Roles & Features"

Abbildung 3 - Screenshot von Project "Honolulu" - hier "Roles & Features"

Durch den einfachen Browser Zugriff ist die Steuerung der Module ohne vorherige Installation von Komponenten auf dem Admin-Client möglich.

Welche neuen Management Tools bringt Honolulu mit?

Mit der Veröffentlichung von Project Honolulu sehen wir auch erstmals grafische Benutzeroberflächen für Features wie Software Defined Storage, Storage Replica oder Hyper-Converged Systeme. Auch eine Integration zur Steuerung von Azure Site Recovery Konfigurationen ist Bestandteil des Produktes.

Project Honolulu - Software Defined Datacenter Dashboard

Abbildung 4 - Project Honolulu - Software Defined Datacenter Dashboard (Quelle: Microsoft)

Mehr Infos zu Project Honolulu

Für nähere technische Infos zu Microsofts neuem Server Management Tool treffen Sie unseren Kollegen Eric Berg live auf der Microsoft Ignite (Montag bis Mittwoch immer nachmittags in der Microsoft Expo) oder folgen Sie uns auf unseren Kanälen:

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Sie können nicht bei der Microsoft Ignite in Florida dabei sein? Kein Problem. Die besten Tipps und Tricks rund um Microsoft gibt’s auch hier:

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Artikel vom:
25.09.2017

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Microsoft, Server Management

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