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Mobile Device Management (MDM) - In 7 Schritten zu erfolgreichen Nutzungsrichtlinien

Leitfäden sind beliebte Hilfsmittel, um sich komplexen Themen strukturiert zu nähern. Besonders bei der Einführung von Richtlinien zur Mobile-Device-Nutzung in Unternehmen lohnt es sich, auf einen Leitfaden zu setzen. So kann man bereits im Vorfeld für eine bessere Strukturierung und Klarheit der umzusetzenden Nutzungsrichtlinie (Policy) sorgen, so dass spätere Aufwände deutlich reduziert werden. Einen solchen Leitfaden möchte ich Ihnen heute mit auf den Weg geben. Lesen Sie dazu meine Tipps und laden Sie sich den Leitfaden am Ende des Artikels einfach herunter, um sich darin Notizen zu machen.

Ein Beitrag von Walter Hofmann, Cloud Director COMPAREX

Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Gartner prognostiziert, dass 9 von 10 Unternehmen in Deutschland bis 2017 eine Mobile-Device-Management-Lösung einführen oder eine solche bis dahin eingeführt haben*. In Projekten zu Mobile-Device-Management werden unsere COMPAREX Experten immer wieder gefragt, auf welche Details man bei der Erstellung und Ausprägung der Nutzungsrichtlinien (Policies) denn genau achten sollte. Aus diesem Grund haben wir einen Leitfaden entwickelt. Ich empfehle Ihnen, diesen Leitfaden auch bei Ihrem Projekt zu nutzen, um sich selbst im Vorfeld die richtigen Fragen zu stellen und sich damit intensiv auf die spätere Umsetzung vorbereiten zu können.

MDM Leitfaden zur Erstellung von Nutzungsrichtlinien

Nur die gesammelten Informationen aus den Bereichen IT, Personalabteilung (HR) und ggf. dem Betriebsrat können am Ende jedoch eine belastbare Richtlinie für eine praktikable MDM-Lösung ergeben. Bitte beachten sie, dass dieses Dokument nur die Vorarbeit für eine spätere Implementierung liefern kann. Dieser Artikel hat daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Fragen und stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern dient ausschließlich Ihrer intensiven Vorbereitung.

Schritt 1: Mobility-Strategie

Zunächst muss sich jedes Unternehmen klar darüber werden, welche Rolle das Thema Mobilität generell einnimmt und inwiefern MDM in eine generelle Arbeitsplatz-Strategie eingebettet werden kann und soll. Um auch zukünftige Anforderungen in die Planung mit einzubeziehen, ist eine vorausschauende Einschätzung zur Entwicklung des Themas sinnvoll (Ziele, spezielle Bedürfnisse, aktueller Status, Erstausbau usw.).

Schritt 2: BYOD (Bring Your Own Device) oder Firmengeräte

Dürfen Mitarbeiter eigene private Geräte beruflich verwenden oder sollen nur firmeneigene Mobilgeräte genutzt und neu angeschafft werden? Oder beides? Welche Mitarbeiter sollen solch ein Endgerät später überhaupt nutzen?

Schritt 3: Anbieter wählen

Hierbei geht es um die Wahl des MDM-Anbieters. Es gibt bereits zahlreiche Hersteller auf dem Markt. Wobei die Unterschiede im Angebot oft nur marginal sind. Es sollte ein Anbieter mit Fokus auf die spätere Gesamtlösung gewählt werden. Die spätere MDM-Lösung muss sich nahtlos in diese Infrastruktur einpassen lassen – unabhängig ob als On-Premise-Lösung oder als Software-as-a-Service-Lösung (SaaS).

Schritt 4: Die Nutzungsrichtlinie (Policy)

Die Funktionen einer MDM-Lösung umfassen die Durchsetzung von Nutzungsrichtlinien (Policies) zur Absicherung des Endgeräts inklusive Daten und Apps, Regeln zur Trennung beruflicher und privater Nutzung, der Regulierung des Zugriffs auf interne und externe Daten, Passwortbestimmungen und die externe Steuerung der Geräte für den Notfall.

Schritt 5: Betriebsrat und Co.

Neben der technischen Umsetzung sollten organisatorische und rechtliche Gesichtspunkte unbedingt parallel bearbeitet werden. Rechtlich gesehen handelt es sich um Vertragsanpassungen oder Nutzungsvereinbarungen, die Pflichten und Rechte von Arbeitnehmer und -geber, geldwerte Vorteile sowie das Fernmeldegeheimnis abdecken. Auf organisatorischer Seite empfiehlt es sich, den Betriebsrat ebenso wie die Kommunikations- und Personalabteilung frühzeitig in die Planungen mit einzubeziehen, um Datenschutz, Mitarbeiterschutz, Personalschulungen, Nutzerunterstützung (User Support) und begleitende Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abzustimmen.

Schritt 6: Rollout & Pilot

Ein Pilotprojekt mit einer begrenzten Anzahl von Testnutzern kann bereits im Vorfeld des Rollouts Fehler aufdecken und die Benutzerfreundlichkeit sowie die Umsetzbarkeit der Lösung überprüfen. In dieser Phase können Nachbesserungen vorgenommen, das Nutzerverhalten überwacht und gegebenenfalls durch begleitende Kommunikationsmaßnahmen unterstützt werden.

Schritt 7: Nutzerunterstützung (User Support) & Beratung

Bei der Einführung von MDM geht es nicht vorrangig um die reine Technik, sondern um die Mitarbeiter. Diese sollten frühzeitig über die neue Mobility-Strategie des Unternehmens aufgeklärt und sowohl während als auch nach dem eigentlichen Rollout umfassend geschult und beraten werden. Manche Mitarbeiter müssen sich unter Umständen erst an die neuen Geräte und deren Handhabung gewöhnen. Für ein erfolgreiches MDM ist es wichtig, dass die Mitarbeiter über die technische Bedienung ebenso aufgeklärt werden wie über ihre Rechte und Möglichkeiten.

Leitfaden: Erstellung von MDM-Nutzungsrichtlinien

Unseren Leitfaden zur Erstellung einer Mobile-Device-Management-Nutzungsrichtlinie finden Sie hier als Download:

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Artikel vom:
18.09.2014

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TAGS:
Cloud Computing, Leitfaden, Mobile Device Management

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