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Public Cloud Services: 10 Tipps, wie Sie Ihre Ausgaben senken

Public Cloud Services setzen sich in der Unternehmens-IT immer mehr durch. Kein Wunder, denn mit Ihnen lassen sich IT-Workloads sehr effizient abbilden. Aber Vorsicht, gehen Sie mit Bedacht vor: Je mehr Public Cloud Dienste Sie beziehen, umso schwieriger wird es, die Kosten im Griff zu behalten. Damit Sie an keiner Stelle zu viel bezahlen, hat unser Experte 10 nützliche Tipps parat, wie Sie Ihre Ausgaben für Public Cloud Services unter Kontrolle halten.

Ein Beitrag von Walter Hofmann, Director Cloud Services

1. Wählen Sie Public Cloud-Ressourcen mit Bedacht

Compute-Instanzen stehen in vielen vorgegebenen Konfigurationen zur Verfügung, um Ihre Anforderungen an Anzahl der vCores, Memory, Storage und Performance abzubilden. Amazon Web Services (AWS) und Azure haben mehr als 30 unterschiedliche Konfigurationen. Sparen Sie Geld durch die Auswahl der richtig dimensionierten Instanz, um Mehrausgaben durch Überdimensionierungen zu vermeiden. Im Zweifelsfall ist es in der Cloud sehr einfach, zusätzlich benötigte Leistung später hinzuzufügen (Scale-up). Gebuchte, aber nicht verwendete Leistung, verschwendet dagegen jeden Monat Geld.

2. Mieten Sie Public Cloud-Workloads da, wo diese günstiger sind

Spitzenzeiten für Compute-Anforderungen beeinflussen grundsätzlich das jeweilige Cloud-Prizing des Cloud-Providers. Das Verschieben von Workloads zwischen Regionen und Availability Zones (AZ), in denen die Computing-Anforderungen und damit die Cloud-Preise niedriger sind, kann dabei helfen, die Kosten zu senken. Service Provider bieten dafür zusätzliche Services zur Optimierung an. Zu beachten ist bei der Verschiebung der Workloads in andere Regionen / AZs, ob dadurch die Application-Performance Einbußen durch Latenzen des angebunden Storage (dieser verbleibt dabei in der Regel in der ursprünglichen Region) erfährt oder ob eine Verschiebung eines Workloads durch Sicherheits- oder Compliance-Vorgaben „verboten“ ist. Hier kann ein Service Provider mit entsprechenden Vorgaben und Tools gute Dienste leisten und damit Geld sparen.

3. Überwachen Sie Ihre Public Cloud-Ausgaben

Detaillierter Cloud-Verbrauch und ein Kosten-Reporting kann dabei helfen, die Kosten im Griff zu behalten. Service Provider bieten dazu auch zusätzliche Leistungen mit Tools an, die über die Standard-Funktionen der Cloud-Provider weit hinausgehen. Mit diesen Leistungen lassen sich unter anderem Email-Warnungen generieren, sobald eingestellte Schwellwerte für die geplanten Cloud-Ausgaben überschritten werden, Instanzen optimiert oder ggf. heruntergefahren werden müssen, wenn diese nicht in Benutzung sind. Diese Third-party Tools wie z.B. Cloudability (Cost-Management) und Cloudyn helfen beim Performance-Monitoring und beim Kosten-Monitoring für AWS, Google Cloud Platform, Azure und OpenStack. Cloudyn wurde übrigens kürzlich von Microsoft (Azure) gekauft.

4. Designen Sie skalierbare Workloads

Die Skalierbarkeit eines Services ist ein wichtiger Aspekt in der Public Cloud. Designen Sie Services, die Event-gesteuert die Instanzen (z.B. AWS Lambda oder Google Container) für wichtige Workloads (z.B. Microservices) skalieren. Dieser Ansatz hilft Ihnen dabei, automatisch mehr Computing-Leistung zur Verfügung zu stellen, wenn diese benötigt wird. Wenn die Lastspitze überwunden ist, werden diese zusätzlich benötigten Ressourcen wieder freigegeben und die Instanz läuft wieder zu den geplanten Kosten.

Sie benötigen Unterstützung bei der Nutzung von Public Cloud Services?

Unsere Experten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Kontaktieren Sie uns.

Walter Hofmann, Director Cloud Solutions

Tel.:+49 172 8559036 | E-Mail: walter.hofmann@comparex.com

 

5. Profitieren Sie von Preisnachlässen bei Reservierungen

Die Abrechnung in der Public Cloud erfolgt auf der Basis „on demand“. Das heißt, Kunden bezahlen so lange, wie die entsprechende Instanz in Benutzung ist. Aber eine Anmietung einer Instanz für eine feste, längere Dauer kann Geld sparen. Google bietet z.B. bis zu 30% Preisnachlass für entsprechende Instanzen, wenn diese für einen ganzen Monat gebucht werden anstatt „on demand“. Bei Amazon werden Preisnachlässe für reservierte EC2-Instanzen (Anmietzeit 1 bis 3 Jahre) von bis zu 75% auf die „on demand“ Kosten gegeben. Reservierungen eignen sich bei fertigen, ausgereiften Workloads und langzeit-voraussagbaren Compute-Anforderungen. Service Provider helfen bei der Auffindung solcher Workloads.

6. Geben Sie unbenötigten Storage frei

Storage-Instanzen für frühere Verwendung zur Ausfallsicherheit oder von Compute-Instanzen abgetrennte und „vergessene“ Storage-Instanzen verbleiben ggf. ungenutzt in der Cloud. Identifizieren Sie nicht mehr genutzte Storage-Instanzen und löschen Sie diese. Service Provider können mit entsprechenden Tools wie Object Lifecycle Management von Google oder Service Object Expiration für Amazon Simple Storage diese Aufgabe übernehmen. Eine weitere Option der Kostenoptimierung besteht mit der Verschiebung des Storage in eine billigere Storage-Alternative.

7. Verwenden Sie Cache Storage

Public Cloud Anbieter offerieren Memory-based Caching (z.B. Amazon ElastiCache). Beim Memory-Caching werden wichtige oder oft verwendete Daten im Memory (RAM) bereitgestellt/gehalten, statt diese aus einer Storage-Instanz zu beziehen. Diese Bereitstellung kann die Performance von Applikationen (Applikation in einer remote Region, effiziente Replikation, hohe Verfügbarkeit) enorm erhöhen (Lesezeit RAM vs. Platte) und die Kosten für einen vergleichbaren Tier-Storage reduzieren.

8. Verwenden Sie Policies und Zeitpläne

Das Skalieren in der Cloud geschieht über Automatisierung und der darunterliegenden Zeitpläne und Policies. Die Business-Anforderungen eines Cloudkunden ändern sich in der Regel stetig. Damit muss auch die Automatisierung der Skalierung angepasst werden. Die Skalierungsregeln sollten Ihnen allgegenwärtig sein und regelmäßig überprüft werden. Auch hier kann ein Service Provider wertvolle Dienste leisten, um mit Scaling-tags, Alarme und Benachrichtigungen entsprechend umzugehen und diese ggf. anzupassen.

9. Nutzen Sie den Spot-Instances Markt

Um die Nutzung Ihrer Services weiter anzutreiben, verwenden Public Cloud Provider sogenannte Spot Markets. Hier ist es möglich, Compute-Ressourcen für kurze definierte Zeit zu „Sonderangebotspreisen“ anzumieten. AWS verwendet dazu die Spot-Instances, Google offeriert einen ähnlichen Service mit Preemptible Virtual Machines. Der Spot-Markt bietet zwar keine Langzeit-Verfügbarkeit der angebotenen Instanzen, dafür aber eine extreme Kosteneffizienz für kurzzeitige Anmietungen. Service Provider bieten hier Services mit entsprechenden Tools (Cloud Brokerage).

10. Nutzen Sie die zusätzlichen Tools und Services Ihres Service Providers

Public Cloud Provider bieten eine Vielzahl von Services zur Optimierung an. Service Provider kennen und nutzen diese Services und ”veredeln” diese ggf. mit zusätzlichen Tools und Leistungen. Optimieren Sie den Verbrauch und reduzieren Sie die Kosten durch die Verwendung dieser Leistungen in der Public Cloud.

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Artikel vom:
01.08.2017

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TAGS:
AWS, Azure, Public Cloud

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