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Managed Services aus der Cloud: So machen Sie Ihre IT fit für den Start!

Managed Services aus der Cloud? Klar, warum nicht. Schnell eingerichtet, individuell anpassbar und kostengünstig, da nur wirklich genutzte Ressourcen bezahlt werden: Die Vorteile einer Cloud-Nutzung liegen auf der Hand. Auch Managed Services sind optimal aus der Cloud nutzbar. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihre IT darauf vorbereiten.

Ein Blogbeitrag von Roland Walther, Service Line Manager Managed Services & Support

Managed Services On Premises versus Cloud: Was sind die Unterschiede?

Bevor wir in die Materie einsteigen, stellt sich die Frage, worin eigentlich die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zwischen On Premises Managed Services und Managed Services aus der Cloud bestehen.

  • Beide Varianten basieren auf einem Service Level Agreement (SLA).
  • Managed Service On Premises: Die Serviceverantwortung liegt beim Auftraggeber (AG), die Betriebsverantwortung hingegen beim Auftragnehmer (AN)
  • Managed Service aus der Cloud: Hier kann es sich auch um ein Outsourcing handeln, d.h. Service und Betriebsverantwortung liegen beim AN.

Managed Services als IaaS, PaaS oder SaaS: Was gilt es zu bedenken?

Es sollte danach differenziert werden, in welcher Form der Managed Service geleistet wird. Wird er also als IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) oder SaaS (Software as a Service) realisiert? Kurzum: Verändern sich die Anwendungen, die den Nutzern zur Verfügung gestellt werden oder nur die Infrastruktur darunter?

Hintergrund ist die These von IT-Experten: Je höher der Layer, desto komplexer und anspruchsvoller ist auch der Umstieg (IaaS -> PaaS -> SaaS). So können einfache Infrastruktur-Services (IaaS) schnell integriert werden, beispielsweise beim Bereitstellen von Testsystemen und Backuplösungen aus der Cloud. Ein Umstieg im ERP auf eine Online-Lösung erfordert hingegen nicht nur eine umfassende technische und inhaltliche Planung, auch die gesamte Supportkette muss neu strukturiert und ggf. angepasst werden.

Was ergibt sich daraus?

  • Neben den Serviceprozessen müssen auch Anpassungen in den inhaltlichen Prozessen (innerhalb des Services) vorgenommen werden → hoher Planungs- und Vorbereitungsaufwand
  • Standardisierung zur weitgehenden Verwendung vorgegebener Cloud-Technologien und -Prozesse
  • Anforderungen für den Hybrid-Betrieb und das Übergangsszenario müssen formuliert werden
  • Organisatorische Veränderungen
  • Neue Rollen, die zu besetzen sind

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Managed Services aus der Cloud - Ja oder Nein? So ermitteln Sie Ihren individuellen Mehrwert

Wie kann ich nun ermitteln, ob eine Nutzung von Cloud Services Mehrwerte bringt und wie sollte ein Managed Service gestaltet werden?

Im Prinzip ist es recht einfach: Der Standardisierungsgrad bestimmt die Effizienz und damit die Wirtschaftlichkeit. Sie sollten also abwägen, in welchem Verhältnis die nutzungsbezogenen Kosten in der Cloud zu den ohnehin vorhandenen Kosten bei der On Premises Variante stehen. Allerdings wirkt dieser Abwägungshebel nur, wenn Sie darauf achten, dass auch nur bei einer Cloud-Nutzung bezahlt wird. Sie sollten also die Nutzung monitoren, den Cloud-Dienst abschalten, wenn Sie ihn nicht nutzen, die Ressourcen passend zu den Anforderungen konfigurieren (CPU, RAM, Speicher usw.) und dies regelmäßig prüfen.

Prinzipiell sind Cloud Services mit On Premises Managed Services vergleichbar. Wer also lokale Managed Services nutzt, hat gute Voraussetzungen diese auch als Cloud Services nutzen zu können. Grundlage sind klar beschriebene Services mit geregelten Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und übergreifender Zusammenarbeit (z.B. die Festlegung, wie ein Incident vom Anwender an den Managed Service Provider kommt, wenn er für den Service verantwortlich ist).

Von On Premises zur Cloud: Diese Änderungen sind damit verbunden

Änderungen durch automatisierten Infrastruktur-Betrieb

Bei der Nutzung von Cloud Services sind die Bereitstellung und der Betrieb der Infrastruktur automatisiert. Diese Konsequenzen ergeben sich daraus:

  • Weniger Admin-Aufwand in der Infrastruktur
  • Vorteile nur mit Standards nutzbar (keine Sonderlocken – die sind ggf. sogar aufwändiger als On Premises)
  • Zusätzliche Schnittstellen müssen beachtet werden (z.B. Konnektoren zur Cloud)
  • Abrechnungsmodell nutzungsbezogen – verbunden mit neuer Anforderung an kaufmännisches Monitoring und Reporting
  • Nutzungsbezogene Verrechnung der konsumierten Services ist angezeigt (Effizienzgedanke)
  • Monitoring der Ressourcennutzung notwendig (Leerlauf kostet auch Geld)
  • Eigener Betrieb/Managed Service konzentriert sich auf SaaS/PaaS, weniger IaaS
  • RACI Matrix muss entsprechend der Rolle/Verantwortung der Cloud angepasst werden
  • Monitoring der Cloudverfügbarkeit notwendig – stimmen die Angaben des Cloud Providers (Einhaltung der SLA)

Änderungen von Aufgaben und Zuständigkeiten

Dies bedingt Veränderungen in den Aufgaben und Zuständigkeiten, die organisiert und gemanaged werden müssen. So unter anderem:

  • Anpassung der Leistungsscheine, Service Prozesse und RACI Matrix
  • Aufsetzen, Anpassen des SLA an die Cloud
  • Empfehlung: Ergänzung eines neuen SLA gegenüber dem MASE Provider (z.B. Reporting der Nutzung der Ressourcen und Vermeidung von Leerlauf)

Änderungen im Anwendersupport

Die Nutzung von beispielsweise Office 365 bringt Änderungen gegenüber den Anwendern mit sich. Daraus resultieren neue Anforderungen an den Service Desk (Erstanalyse von gemeldeten Fehlern, Nutzungsverhalten der Anwender, neue Anwendungen wie Yammer, Delf, Teams usw.).

Außerdem muss die Zusammenarbeit der Fachbereiche mit Key-Usern und Anwendungsbetreuern sowie der Basis-IT angepasst werden. Dabei gilt es, Sonderlösungen zu vermeiden, dafür jedoch eine schnellere Bereitstellung von Kapazitäten und bedarfsbezogener Nutzung sowie Abrechnung zu realisieren.

Bei Hybridszenarien besteht die Herausforderung darin, mit zwei Umgebungen umzugehen, die sich ggf. deutlich unterscheiden, beispielsweise  in den Zugriffsmethoden, der Skalierbarkeit und Individualität sowie dem Update und Patch Management.

Änderung der Rollen in der internen IT

  • Plan & Build rückt in den Fokus (Entwicklung und Bereitstellung von passgenauen Services/Lösungen für die Anwender/Fachbereiche)
  • Steuerung des Betriebs (gegenüber dem Provider und dem Cloud-Anbieter)
  • Konsequent ist, auch den Betrieb von Cloud-Services auszulagern
  • Vorhalten von Infrastrukturkompetenzen wird weniger erforderlich sein, dafür mehr an Werkzeugen zur Automatisierung (Bereitstellen von Ressourcen, Verrechnung, nutzungsbezogener Betrieb), Monitoring, Reporting

Fazit: So gelingt der Umstieg von On Premises Managed Services auf Cloud Managed Services

Der Schlüssel für eine optimale Nutzung der Mehrwerte von Cloud Services ist eine gute Vorbereitung. Wichtig dabei ist es, die IT-Organisation und Prozesse so weiterzuentwickeln, dass sie mit dem Cloud Service kompatibel sind. Dabei sollten Sie auch beachten, ob alle Services geeignet sind oder ob Sie sich zu viel „verbiegen“ müssten, um diese Services in die Cloud zu verlagern. Bei Hybridszenarien gilt es, die Wechselwirkungen zwischen On Premises und Cloud zu berücksichtigen und sich zu fragen, was dies für die Anwender bedeutet.

Sie wünschen sich Unterstützung bei dem Umzug in die Cloud?

COMPAREX hilft Ihnen, Ihre IT fit für die Cloud zu machen. Wir unterstützen Sie bei der Bewertung Ihrer IT-Prozesse und geben Empfehlungen für die Vorgehensweise. Weiterhin können wir gemeinsam mit Ihnen die Servicestrukturierung neuer Leistungsscheine erarbeiten bzw. bestehende erweitern (inkl. SLA Definition).

Hier finden Sie unseren Lösungsansatz und unsere Kontaktdaten

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Artikel vom:
24.08.2017

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TAGS:
Cloud, Managed Services

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