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5 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie mit Ihrer Unternehmens-App loslegen

Apps – jeder kennt sie, jeder hat sie. Auch für Unternehmen spielen Apps eine immer wichtigere Rolle. Dabei geht es nicht um Standards-Apps, die eben nur Standardaufgaben wie Emails, Notizen, Telefonieren, Kalender, etc. abbilden, sondern Apps, die individuell für das Unternehmen programmiert werden. Diese werden auf Unternehmensprozesse und individuelle Anwenderwünsche zugeschnitten und individuell entworfen.

Welche Vorteile bieten Unternehmens-Apps nun aber genau? 
Tino Schnerwitzki vom App-Entwicklungsteam bei COMPAREX klärt auf.

1. Wozu braucht ein Unternehmen eine mobile App?

In vielen Unternehmen werden vor allem kleine Prozessschritte abseits des PCs relativ umständlich, z.B. mit Zettel und Stift, Fotoapparat oder telefonisch durchgeführt. Das ist mitunter ineffizient und birgt die Gefahr, dass sich Fehler einschleichen. Mithilfe einer App können Arbeitsabläufe effizienter erledigt werden. Das wiederum führt zu kürzeren Reaktionszeiten. Außerdem sinkt die Fehlerquote. Das Resultat sind zufriedenere Kunden und auch Mitarbeiter.

2. Unternehmens-Apps versprechen einen enormen Wettbewerbsvorteil. Sie sollen Geschäftsprozesse beschleunigen, Kundenbeziehungen verbessern und die Produktivität der Mitarbeiter steigern. Gibt es dafür EINE App, die alles kann?
 
Ein ganz klares Jein. Jedes Unternehmen hat eigene Prozesse und Bedürfnisse. Unternehmens-Apps müssen deshalb immer ganz konkret auf die Unternehmensprozesse und Anwenderwünsche zugeschnitten und individuell entworfen werden. Nur so können sie ihr Potenzial auch voll entfalten. Die Entscheidung, ob nun eine App oder mehrere benötigt werden, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Jede Seite hat eine eigene Sichtweise.

Aus Anwendersicht gilt: Eine App sollte eine bestimmte Aufgabe übernehmen. Sie muss also alle Prozesse dieser Aufgabe zusammenfassen. Das gilt auch, wenn sie auf mehrere Backend-Systeme zugreift. Wenn es sich aus Anwendersicht um verschiedene Aufgaben handelt, muss es also auch verschiedene Apps geben. Selbst wenn im Hintergrund auf die gleichen Systeme und Daten zugegriffen wird, sind zum Beispiel die Verwaltung von Lieferantenverträgen und Komponentenkatalogen zwei verschiedene Aufgaben. Entsprechend muss es zwei verschiedene Apps geben.

Aus IT-Sicht gilt: Der Icon, den ein Anwender sieht, macht nur den Bruchteil einer App aus. Im Hintergrund gibt es Datenbanken, Backend-Systeme, Nutzergruppen und so weiter. Wenn diese sich überschneiden, ist eine Unternehmens-App mit verschiedenen „Gesichtern“ empfehlenswert. Die IT-Abteilung muss dann nur ein Deployment durchführen. Das macht die Administration einfacher und es entstehen weniger Probleme, wenn Komponenten erweitert werden müssen.

3. Heißt das dann auch, dass in einem Unternehmen alles durch Apps geregelt werden kann?

Es ist nicht das Ziel, alle Prozesse rein über Apps abzudecken, im Gegenteil. Apps stellen eine Ergänzung der Unternehmensanwendungen und -datenbanken dar. Selbst wenn es für einen bestimmten Prozess eine App gibt, muss er immer noch durch diese Systeme unterstützt werden. Apps sind punktuell einzusetzen, wo es Sinn macht.

Sie sind zum Beispiel hilfreich, wenn Prozessschritte auch ohne PC erledigt werden können oder wenn nur wenige Daten erfasst werden müssen. Ein weitere Vorteil liegt auf der Hand: Außendienst- und Produktionsmitarbeiter, Installateure und Manager können nicht ständig einen PC dabeihaben. Eine App auf mobilen Endgeräten ist da einfach praktischer. Die bieten dann auch noch die Möglichkeit, bestimmte Funktionen wie Kamera oder GPS für die Anwendung zu nutzen.

Unternehmens-Apps auf Tablet

4. Und wie wird eine App im Unternehmen integriert?

Der Aufwand der Integration hängt ganz von der Art der Anwendung ab. Im einfachsten Fall zeigt die App nur statische Informationen an, z.B. Kataloge, Schaltpläne oder ähnliches. Dann ist eine Integration kaum notwendig. So können Prototypen auch schnell entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.

In den meisten Fällen ist aber eine Integration in bereits vorhandene Umgebungen oder Geschäftsanwendungen nötig. Wir gehen dabei folgendermaßen vor: Wir beurteilen zunächst den Schutz- und Aktualitätsbedarf der Daten bzw. der Datenmanipulationen. Dann stellen wir innerhalb der Cloud eine Mobile-Service-Fassade zur Verfügung, die eine Datenbank mit Daten mit niedrigem Schutzbedarf enthält. Alternativ funktioniert das auch in der DMZ des Unternehmens. Zuletzt stellen wir einen Proxy für jede anzubindende Geschäftsanwendung oder Datenquelle bereit. Hierdurch ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Anbindung an den Mobileservice, je nachdem wie der Schutzbedarf und die technischen Gegebenheiten aussehen.

5. Bei Unternehmens-Apps geht es also nicht darum, einfach nur WhatsApp oder ähnliche Anwendungen auf Firmenhandys zu laden. Wie lautet deshalb Ihr Fazit?

Gerade am Anfang, wenn im Unternehmen noch keine Unternehmens-Apps existieren, ist es sehr nützlich, umständliche Prozessschritte zu identifizieren. Abseits des PCs ermöglicht eine App so mit relativ kleinem Aufwand große Arbeitserleichterungen. Und Arbeitserleichterung heißt höhere Effizienz und zufriedenere Mitarbeiter. Nicht zuletzt sorgen individuelle mobile Apps auch dafür, dass Mitarbeiter und Kunden ein Unternehmen als innovativ und fortschrittlich wahrnehmen.

Webinar: "App-ocalypse Now! Wie Sie Ihre Geschäftsprozesse auf Touren bringen"

Lesen Sie hier, was mit Apps in Unternehmen möglich ist und diskutieren Sie mit uns am 3. Februar in unserem Online-Webinar „App-ocalypse Now! Wie Sie Ihre Geschäftsprozesse auf Touren bringen“.

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Artikel vom:
11.11.2014

geschrieben von:

TAGS:
App-Entwicklung, Apps, Unternehmens-App

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Kommentare

  • Angelika Pieta kommentierte vor 2 Jahren
    Umständliche Prozesse und Zugriffe - da fällt mir spontan SAP ein. Aber auch hier hat sich ja viel getan. wenn Sie das Thema interessiert, dann finden Sie auch dazu einen Blog von der Comparex Akademie.

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