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Cloud Computing mit Microsoft: Deutsche Rechenzentren ab sofort allgemein verfügbar

Am 21. September sind die deutschen Microsoft Rechenzentren mit dem Produkt Azure offiziell online gegangen. Damit reagiert Microsoft in Bezug auf Kundenbedenken und bietet nun seine Cloud-Produkte aus deutschen Rechenzentren an. Zum aktuellen Zeitpunkt (Oktober 2016) sind noch nicht alle Dienste verfügbar, sie werden jedoch nach und nach folgen.

Die deutschen Rechenzentren befinden sich in Magdeburg und Frankfurt am Main. Der Datenabgleich zwischen den Standorten erfolgt über ein eigenständiges, vom öffentlichen Internet getrenntes deutsches Netzwerk.

In den letzten Tagen wurde uns immer wieder die gleiche Frage gestellt: „Und was ist mit Office 365?“. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Oktober 2016) wurde noch kein Datum genannt, wann Office 365 über das deutsche Rechenzentrum verfügbar sein wird. Als voraussichtlichen Termin nennt Microsoft Q4, 2016. Allerdings wurde diese Zeitspanne noch nicht final bestätigt.

Viele Unternehmen mit Sitz in Deutschland standen einem Einstieg in die Cloud eher reserviert gegenüber. Grund dafür war der Standort vieler Rechenzentren außerhalb Deutschlands und vor allem auch außerhalb Europas. Aus diesem Grund ist Microsoft eine Partnerschaft mit T-Systems als sogenannten „Datentreuhänder“ eingegangen, um so die Vorbehalten gegenüber Daten in den Händen Unbefugter zu zerstreuen.

Der Datentreuhänder T-Systems agiert dabei wie folgt

  • er kontrolliert jeglichen physischen und logischen Zugriff auf Kundendaten (mit Ausnahme eines Zugriffs durch die Kunden oder deren Endbenutzer);
  • er führt Aufgaben, die Zugriff auf Server mit Kundendaten erfordern, selbst durch oder beaufsichtigt die Ausführung;
  • er überwacht und prüft jeden im Einzelfall gewährten Zugriff durch Microsoft und beendet den Zugriff, wenn das Problem gelöst ist.

T-Systems hat dabei folgende Rolle

  • T-Systems International GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom und ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Deutschland, agiert als Datentreuhänder im Auftrag des Kunden und muss jede einzelne Datenherausgabe an Dritte freigeben.
  • T-Systems darf keine Daten, die treuhänderisch verwaltet werden (Kundendaten oder Daten über den Kunden) für kommerzielle Zwecke nutzen.
  • T-Systems International GmbH verpflichtet sich als Datentreuhänder vertraglich direkt gegenüber dem Kunden, dass Kundendaten nicht gegenüber Drittparteien offengelegt werden, es sei denn, der Kunde verlangt oder deutsches Recht erfordert dies.
  • Kundendaten in der Microsoft Cloud Deutschland werden vor „Herausgabeverlangen ausländischer Behörden“ oder richterlichen Anordnungen zusätzlich durch ein Datentreuhändermodell geschützt.

Die Rolle von Microsoft

  • Kein grundsätzlicher Zugriff auf Kundendaten.
  • Keine technische Möglichkeit, auf Kundendaten ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden gemäß den Zugangskontrollrichtlinien zuzugreifen.
  • Kein physischer Zugang zu Rechenzentren, in denen Kundendaten gespeichert sind (ohne Begleitung durch den deutschen Datentreuhänder).

Möchten Sie mehr erfahren? Dann sprechen Sie uns an. Unsere COMPAREX-Experten beraten Sie gern zum Thema Microsoft Cloud und deutsches Rechenzentrum.

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Artikel vom:
03.11.2016

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TAGS:
Azure, Cloud, Microsoft, Software

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