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Microsoft 365 kurz erklärt: Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nichts

Die Spannung war groß, als Microsoft im Juli 2017 auf der Inspire „Microsoft 365“ ankündigte. Von einer neuen Art und Weise, einen modernen Arbeitsplatzes zu gestalten, war zu lesen. Außerdem sprach man von einer vollständigen, intelligenten, sicheren Lösung, um Mitarbeitern eine noch bessere Leistung zu ermöglichen. So manch einer erwartete ein neues Produkt oder eine neue Technologie, die sich hinter dem mysteriösen Namen Microsoft 365 verbergen mochte. Weit gefehlt! Was genau Microsoft 365 ist und für wen es welche Mehrwerte bietet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ein Blogbeitrag von Sabrina Rohenroth, Team Manager Microsoft Lizenzierung

Die Auflösung folgte schnell. Nach ersten Blogs und einigen wenigen Informationen ist die Microsoft 365 Enterprise seit August 2017 in den Preislisten und auch in den Produktbestimmungen zu finden. Doch auch wenn durch die beeindruckende Ankündigung sicher der von Microsoft gewünschte Fokus auf die Microsoft 365 gelegt wurde, so trug eben diese Ankündigung auch zur Verwirrung bei.

Denn ein neues Produkt – wie viele sicher vermuteten – verbirgt sich hinter dem Namen (dessen inoffizielle Abkürzung M365 in den USA übrigens der Name eines Schmerzmittels ist) nicht wirklich. Stattdessen handelt es sich primär um eine Namensänderung, denn inhaltlich ist zumindest die Microsoft 365 Enterprise identisch mit Secure Productive Enterprise.

Aber der Reihe nach….

Was ist Microsoft 365 Business?

Microsoft 365 wird es grundsätzlich in zwei Editionen geben: Microsoft 365 Enterprise und Microsoft 365 Business (aktuell nur in der Preview verfügbar). Während Microsoft 365 Enterprise alt bekanntes unter einem neuen Namen präsentiert, handelt es sich bei Microsoft 365 Business tatsächlich um eine neue Suite, die sich aber an ihrem großen Bruder orientiert.

Angekündigt für Ende 2017 vereint Microsoft 365 Business Office 365 Business Premium, Windows 10 Pro (mit erweiterten Funktionalitäten) und Teile der Enterprise Mobility + Security in einer Suite.

Microsoft 365 Business: Funktionen und FeaturesQuelle: Microsoft

Dabei sind die Zielgruppe der Microsoft 365 Business klar kleinere Unternehmen mit maximal 300 Mitarbeitern. Zusätzliche Sonderrechte, wie bei der Microsoft 365 Enterprise E3 und E5 (siehe untenstehender Abschnitt) bietet die Suite jedoch nicht.

Was ist Microsoft 365 Enterprise?

Bei Microsoft 365 Enterprise handelt es sich inhaltlich um das gleiche Bundle wie bei der Secure Productive Enterprise (SPE), die im September 2016 auf den Markt kam und die Enterprise Cloud Suite beerbte.

Wie auch schon die Secure Productive Enterprise, gibt es auch die Microsoft 365 Enterprise in zwei Ausprägungen – E3 und E5 – und fasst dabei Office 365 E-Pläne, Enterprise Mobility und Windows 10 Enterprise in einer Suite mit zusätzlichen Rechten zusammen:

Microsoft 365 Enterprise E3 enthält

Microsoft 365 Enterprise E5 enthält

Office 365 E3

Office 365 E5

Windows 10 Enterprise E3

Windows 10 Enterprise E5

Enterprise Mobility + Security E3

Enterprise Mobility + Security E5

Hybride Servernutzungsrechte für Applikationsserver, also das Recht, eine beliebige Anzahl von Exchange Servern, Sharepoint Servern und Skype for Business Servern auf dedizierten Servern zu installieren*

(ACHTUNG: Gilt nicht für CSP)

Für FromSA Lizenzen (bzw. weiteren Full USL Lizenzen in der gleichen Anzahl) das Recht, eine lokale Kopie von Office Pro Plus zu installieren*

*Für genaue Details siehe Microsoft Produktbestimmungen (Stand August, S. 57) oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Mit “Treat Intelligence” und “Advanced Data Governance” wurde aber zumindest Office 365 E5 mit neuen Funktionalitäten angereichert.

Was Sie über die Lizenzierung von Microsoft 365 Enterprise wissen sollten?

Da es sich bei Microsoft 365 Enterprise um eine reine Namensänderung handelt, bleiben die Lizenzrechte – und damit auch die möglichen Stolpersteine – bei einer Lizenzierung mit dieser Suite auch weiterhin bestehen.

So enthält die Microsoft 365 Enterprise auch weiterhin keine VDA Lizenz. Wird diese in einem Unternehmen benötigt - beispielsweise, weil es Nutzer gibt, die nur mit einem Thin Client arbeiten - so kann die Microsoft 365 Enterprise nicht verwendet werden. Stattdessen ist der Erwerb der Einzelkomponenten erforderlich.

Auch die Installation der bei FromSA Lizenzen enthaltenen Kopie von Office ProPlus birgt Einschränkungen. Zwar gibt es ein Downgraderecht, doch darf die Installation nicht auf Terminalservern erfolgen.

Und schließlich ist der Zugriff auf die durch eine Microsoft 365 Enterprise lizenzierte Applikations-Server nicht uneingeschränkt möglich. Vorbehalten ist er externen Nutzern sowie jenen Nutzern, die eben mit einer solchen Lizenz ausgestattet wurden. In Mischbetrieben, in denen interne Mitarbeiter nur zum Teil mit einer Microsoft 365 Enterprise ausgestattet werden, müssen also weiterhin die Server-Lizenzen erworben werden.  

Dies sind nur einige von zahlreichen Beispielen, die zeigen, dass der Teufel bei der Lizenzierung mit Microsoft 365 Enterprise im Detail steckt. Dennoch kann eine Lizenzierung mit dieser Suite für viele Unternehmen die richtige Lösung sein.

Wann ist Microsoft 365 Enterprise die richtige Wahl?

Gerade, wenn sich ein Unternehmen auf dem Weg in die Cloud befindet oder einen hybriden Betrieb aus On-Premises und Cloud-Lösungen anstrebt, ist die Microsoft 365 Enterprise die richtige Wahl. So lassen sich Lizenzkosten senken und auch das Lizenzmanagement signifikant vereinfachen.
Durch die in Microsoft 365 Enterprise enthaltenen Produkte (z. B. Azure Information Protection) bieten sich zudem Möglichkeiten, die in einer reinen On-Premises Welt so nicht möglich wären.

Lassen Sie sich also bitte weder durch Details noch durch plötzliche Namensänderungen davon abbringen, die Microsoft 365 Business oder Enterprise als Lösung – lizenz- wie produktseitig – in Betracht zu ziehen. Bei der Evaluation und bei Fragen steht Ihnen das Microsoft Expertenteam (Specialised Sales Microsoft) immer gerne zur Seite.

Auch wenn das Produkt in Zukunft mal wieder umbenannt wird…

PS: Übrigens ist die Secure Productive Enterprise nicht das einzige Produkt, das im August einen neuen Namen bekommen hat. Im gleichen Zug wurde auch der Office 365 Kiosk Plan (K1-Plan) umbenannt. Dieser heißt jetzt Office 365 Firstline Worker Plan, kurz Office 365 F1.

Sie wünschen sich nähere Informationen zu Microsoft 365?

Erfahren Sie hier alle Details zu Microsoft 365 und nutzen Sie die Möglichkeit unsere Fachansprechpartner zu kontaktieren.

Alle Infos zu Microsoft 365

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Artikel vom:
21.09.2017

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TAGS:
Microsoft, Modern Workplace

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