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Bevor Sie loslegen: Die ersten Schritte auf dem Weg zur Enterprise-Mobility-Management-Lösung

Einfach mal schnell ein paar Lizenzen einer Enterprise-Mobility-Management-Software kaufen und loslegen, funktioniert nicht. Und schon gar nicht ohne Plan. Haben Sie alles bedacht? Was passiert beim nächsten Update des Betriebssystems? Kommen Ihre Mitarbeiter überhaupt mit der Lösung zurecht? Reichen die Funktionalitäten aus? Um Ihnen einen guten Überblick zum Thema zu verschaffen, ruft Martin Teslinski, Solution Sales Advisor Enterprise Mobility bei COMPAREX, eine neue Blogreihe ins Leben.

Ein Beitrag von Martin Teslinski, Solution Sales Advisor Enterprise Mobility

So oder ähnlich sehen E-Mail-Anfragen aus, die täglich in meinem Posteingang landen.

 „Sehr geehrter Herr Teslinski, wir wollen Mobility einführen. Bitte unterbreiten Sie mir ein Angebot für 100 Lizenzen des Produktes XY.“

Statt mit einem entsprechenden Angebot loszulegen, nehme ich bei solchen Anfragen immer erst einmal den Telefonhörer in die Hand, und hake beim Kunden nach, was denn genau geplant ist. Warum ich das mache? Erfahrung! Denn während des darauffolgenden Telefonats stellt sich nur allzu oft heraus, dass seitens des Kunden nur ein bestimmtes Problem im Vordergrund steht, für das eine möglichst schnelle und günstige Lösung gefunden werden soll. Aber wie das nun mal so oft ist, günstig und schnell funktioniert nicht. Ein solches Vorgehen ist aus meiner Sicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein in Bezug auf das weitaus komplexere Thema Enterprise Mobility Management (EMM). Das Problem: EMM wird viel zu einseitig betrachtet.

Dabei kann der Einstieg in das Thema sehr vielseitig aussehen. Sei es, dass neue Geräte angeschafft wurden und diese nun sicher verwaltet werden sollen oder dass Angestellte und Mitarbeiter zukünftig auch größere Dateianhänge über Outlook verschicken und diese z.B. auch auf ihrem Tablet empfangen möchten. All das sind mögliche Szenarien, die letztendlich dazu führen, dass Sie sich perspektivisch mit EMM auseinandersetzen müssen. Denn Mobility ist nicht nur das Beschaffen von Software – es bedeutet stets einen ganzheitlichen Blick auf die Unternehmensinfrastruktur und deren Prozesse

Die neue COMPAREX Mobility Blog-Reihe
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir hier in unserer neuen Mobility Blogreihe in Zukunft das Thema Mobility von seinen verschiedensten Seite betrachten. Ziel ist es, Ihnen mit Ratschlägen und Einblicken aus unserem Berufsalltag wirklich nutzenbringende Handlungsempfehlungen für ein funktionierendes Enterprise Mobility Management auf den Weg zu geben. In den kommenden Blogbeiträgen werden wir die Vorteile der verschiedenen Anbieter herausarbeiten, um Ihnen eine neutrale und unabhängige Beratung zu bieten. Und natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich mit Fragen und Anregungen in unserer Kommentarfunktion oder per Mail an mich zu wenden.

Einführung Enterprise Mobility Management

Um welche Themen dreht es sich bei EMM? Wohin geht die Reise? Vor welchen Problemen stehen die meisten Unternehmen? Zum Anfang unserer Reihe habe ich mir die aus meiner Sicht wichtigsten Entwicklungen und Stolpersteine in Sachen Mobility herausgepickt und versuche Ihnen einen guten ersten Überblick zum Thema zu verschaffen:

1. Welche Fragen sollten Sie sich bei der Implementierung von EMM-Software stellen?

Anders als bekannte „Standardsoftware“ wie Exchange, stellt EMM-Software andere Anforderungen an eine Implementierung. Der sonst gut geschützte Zugang zum Unternehmensnetzwerk muss stellenweise geöffnet werden, um die Kommunikation mit den mobilen Endgeräten zu ermöglichen.
Zunächst sollte dabei geklärt werden, wo sich der Management Server befindet. Innerhalb der DMZ oder doch direkt im Netzwerk? Welche Vorteile und welche Nachteile ergeben sich hieraus?

Mobility

Bitte beachten Sie: Mit der Einbindung von mobilen Endgeräten müssen Sie auch mit dem Thema Zertifikate beschäftigen. Eine Einbindung von iOS Geräten ist nur möglich, wenn auch ein Apple Push Zertifikat vorliegt.

Und wie verhält sich das Zusammenspiel bereits bestehender Komponenten, wo könnte es Probleme geben? Hier empfiehlt es sich, den Rat von Experten einzuholen. Das COMPAREX Consulting Team unterstützt Sie gerne und gibt Ihnen ganz individuelle Antworten auf die oben gestellten Fragen.

2. Erste Hilfe und Pflege Ihrer Enterprise-Mobility-Lösung: Was kann auf Sie zukommen?

Kein Thema ist so schnelllebig wie das Thema Mobility. iOS 9 steht vor der Tür. Das nächste Release von Android Lollipop lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Im schlimmsten Fall, aus Sicht der IT, werden die neuen Updates an einem Wochenende veröffentlicht. Der User wird im Normalfall per Mitteilung vom Betriebssystem darauf hingewiesen, dass eine neue Software zur Verfügung steht und wird diese auch gleich installieren. Das kann allerdings zur Folge haben, dass das EMM-System nicht mehr funktioniert, weil die Server-Infrastruktur noch nicht aktualisiert wurde. Das stellt wahrscheinlich eine Herausforderung für die Mitarbeiter der IT Abteilung dar. Hersteller von EMM-Software bieten meist eine 0-Day-Unterstützung an, aber oft fehlt die Zeit, diese neuen Updates auch entsprechend zu installieren und vorzuhalten. Es ist auch nicht deren Hauptaufgabe. Eine mögliche Lösung wäre ein regelmäßiger Wartungsservice, der diese Aufgabe für übernimmt und auch bei akuten Problemfällen schnell eingreifen kann. Hier kann der COMPAREX MVHD und Operational Service eine mögliche Option sein.

3. Was passiert, wenn Ihre Mitarbeiter nicht mit Ihrer Mobility-Lösung klarkommen?

Jüngere Mitarbeiter sind im Normalfall „Digital Natives“. Sie sind mit Geräten der neusten Generation aufgewachsen und im Umgang sehr versiert. Dass es auch anders sein kann, möchte ich Ihnen mit einem ganz persönlichen Beispiel belegen: Meine Mutter, bis vor einem halben Jahr noch stolze Nutzerin eines Klapphandys mit Schwarz-Weiß Display, hat sich dazu entschlossen, sich der Welt der Smartphones zu öffnen. Seitdem erreichen ihren persönlichen Helpdesk (mich) stellenweise ziemlich amüsante Hilferufe: „Martin, ich komme mit dem Handy nicht mehr ins Internet. Ich habe mal alle Kabel aus der Steckdose gezogen. Jetzt geht es wieder!“ (Problem war, dass sich der Router aufgehängt hat und das Smartphone über WLAN verbunden war.)

Eine Herausforderung, der sich auch der Helpdesk eines Unternehmens stellen muss.
Sind alle Mitarbeiter bereit für den Umstellungsprozess? Wenn nicht, sollten Sie hier zwingend handeln – unsere Akademie unterstützt Sie dabei gern.


4. Wie finden Sie die richtige App für Ihr Unternehmen?

Applikationen aus Public Stores wie Google Play sind in Ihrer Funktionalität oft eingeschränkt und selten auf den Einsatz im Unternehmensnetzwerk vorbereitet – und wenn doch, dann bestimmt nicht zu 100% auf Ihre Anforderungen. Hier bleibt oft nur die Möglichkeit, selbst passende Anwendungen zu entwickeln. Aber da lauern auch schon die ersten Gefahren:

Laut einer Studie der Dimensional Research, die Anfang des Jahres publiziert wurde, deinstallieren 53 Prozent aller User eine Applikation, wenn diese abstürzt oder einfriert. 80 Prozent aller User geben einer Anwendung mit Performance-Schwierigkeiten maximal 3 Chancen, bevor diese dauerhaft vom Gerät entfernt wird. Eine Applikation muss also laufen, am besten schon ab dem ersten Roll-Out.
Nichts ist schlimmer als Budget und Zeit in die Entwicklung einer Applikation zu investieren, die anschließend nicht vom Nutzer verwendet wird.

Hierbei spielen sowohl die Performance als auch Usability und User-Experience eine enorm wichtige Rolle. Versuchen Sie erst gar nicht, eine App mit einer einheitlichen Bedienoberfläche zu entwickeln. Es wird nicht funktionieren. Wenn ein iPad Nutzer seine spezifischen Gesten nicht nutzen kann, wird er die App auch nicht nutzen. Gerade bei der Entwicklung einer individuellen Unternehmens-Apps, einen externen Partner mit in Boot zu holen, der Sie bei der Planung, Konzeption, Entwicklung und dem Betrieb Ihrer mobilen Unternehmens-App unterstützt.

5. Welche Enterprise Mobility Management Software ist die passende für Ihr Unternehmen?

Mir wird oft die Frage gestellt, welche Enterprise Mobility Management Software die Beste ist.
Diese Frage lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten. Es kommt immer darauf an, was Sie vorhaben und welche Infrastruktur vorhanden ist. Oft spielen Punkte wie Kosten und Rahmenverträge eine entscheide Rolle bei der Beschaffung einer entsprechenden Lösung. Auch die Herangehensweisen der jeweiligen Hersteller unterscheiden sich stark. Zum Beispiel betrachten Sophos und Symantec das Thema durch die Security Brille. Hersteller wie Citrix, AirWatch und MobileIron verschreiben sich dem „Überall Arbeiten“.

Denken Sie stets einen Schritt voraus

Aus einer einfachen Anfrage kann sich sehr schnell ein komplexes Thema entwickeln, dass man stets ganzheitlich betrachten sollte. Eine abgeschlossene Anforderung zieht meistens die nächste nach sich. Planen Sie Enterprise Mobility Management. In den seltensten Fällen kommen alle oben genannten Anforderungen auf einmal auf Sie zu. Sie sollten aber stets einen Schritt voraus denken und einen Plan in Ihrer Schublade haben.

Welche Beiträge wir zum Thema Mobility bereits veröffentlicht haben, sehen Sie hier auf einen Blick:

Haben Sie ein bestimmtes Thema, über das sie gern hier im Blog einen Artikel lesen möchten? Vor welcher Herausforderung stehen Sie aktuell? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion (unten) oder schreiben Sie mir direkt eine Mail.

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Artikel vom:
05.06.2015

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Mobility

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