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Microsoft Ignite

Microsoft Ignite: So geht es weiter mit SharePoint!

Unsere COMPAREX Experten bloggen für Sie von der Ignite. Was kommt in Sachen Collaboration und Networking auf uns zu? Was gibt es Neues zu SharePoint 2016? Unser SharePoint-Experte berichtet für Sie von seiner ersten Ignite Session „The Evolution of SharePoint“.

Ein Beitrag der COMPAREX Redaktion.

Das ist sie also, die Microsoft Ignite. Los ging es mit einer spannenden Keynote durch die Microsoft Führungsriege: Satya Nadella, der aktuelle Microsoft CEO und Steve Ballmer Nachfolger, stellte gemeinsam mit einigen Microsoft Kollegen die wichtigsten Trends und Releases vor. Eine kompakte Zusammenfassung der Keynote finden Sie hier auf Heise Online.

Wilkommen auf der Microsoft Ignite

Was ist in Sachen SharePoint 2016 zu erwarten?

Zunächst die nackten Fakten: Eine Preview Version von SharePoint 2016 soll Ende diesen Sommers kommen, eine erste Beta Version Ende 2015. Im Sommer nächsten Jahres, also 2016, wird SharePoint 2016 veröffentlicht.

Microsofts Mission für die nächsten Jahre: The Reinvention of Productivity. Klingt erst einmal nicht schlecht. Was das jetzt genau für die Entwicklung von SharePoint bedeutet, habe ich mir in meiner ersten Ignite Fachsession angeschaut:

„The Evolution of SharePoint“

In den letzten Jahren kursierten die unterschiedlichsten Gerüchte um Microsoft SharePoint. Die meisten drehten sich um die Frage, ob es nach SharePoint 2013 überhaupt noch eine weitere SharePoint Version für On-Premise-Kunden geben würde. Mit Microsofts vorrangigem Ziel, der führende Softwarehersteller für Produktivität  und Plattformen in einer "Mobile-first / Cloud-first"-Welt zu sein, stand das Thema SharePoint On-Premise unter keinem guten Stern. Spannend ist also die Frage, was Microsoft von der Cloud auch in die Rechenzentren der Kunden transferieren wird. Und natürlich standen auch Fragen zur Zukunft von InfoPath in Verbindung mit SharePoint sowie zur Nutzung von hybriden Infrastrukturen, bestehend aus On-Premise-Installationen und Cloud-Systemen, im Raum.

Microsoft Ignite SharePoint 2016 Keynote

Was hat Microsoft mit SharePoint vor? Was bleibt? Was gibt es Neues?

Wie die beiden Präsentatoren und Produkt Marketing Manager Bill Baer und Seth Patton sehr schnell klar machten, wird auch weiterhin die Vorgehensweise "Cloud-first" bei SharePoint eine bedeutende Rolle spielen. Alle Neuerungen werden zunächst die Cloud (= Office 365 / SharePoint Online) erreichen und erst mit einiger Verzögerung oder gar nicht den Weg auf die On-Premise-Varianten finden.

Nicht ganz neu möchte Microsoft mit SharePoint einen wichtigen Teil des modernen Arbeitsplatzes bilden.

Vier Facetten stehen hier im Vordergrund:

  1. Modern Collaboration
  2. Content Management
  3. Personalized Insights
  4. Security and Compliance

Diese Facetten spielten bereits in den vorherigen SharePoint Versionen eine wichtige Rolle. Hier lässt sich im Kern auch erkennen, was Microsoft nach gegenwärtigem Wissensstand für SharePoint 2016 plant: Ein bereits sehr mächtiges Produkt mit noch mehr Feinschliff zu versehen und nicht die Komplexität durch neue Features noch weiter zu treiben. Hier ist es also wirklich eine Evolution und keine Revolution. Einige Bereiche der Evolution hat Microsoft diesbezüglich schon aufgezeigt:

Verbesserter Umgang mit Dateien und Dokumenten

Der Umgang mit Dateien und Dokumenten gehört seit Jahren zu den Kerndisziplinen von SharePoint und hat ganz besonders in der Zusammenarbeit im Team einen hohen Reifegrad erreicht. Der Umgang mit eigenen Dateien auf SharePoint (= OneDrive for Business) fühlt sich für den Anwender in manchen Fällen jedoch nicht einfach genug an. Des Weiteren ist der Zugriff von Mobilgeräten nicht optimal gelöst. Gerade an dieser Stelle sind andere, speziell cloud-basierte, Lösungen wie etwa OneDrive (OHNE for Business) oder Dropbox einfacher und flexibler zu bedienen und zu nutzen. Dies ist eine der Hauptprioritäten für die Microsoft Produktentwickler. Hier darf also durchaus mit Neuigkeiten wie etwa Apps für den vereinfachten Zugriff oder eine optimierte Darstellung im Browser gerechnet werden.

Microsoft SharePoint 2016 Vorstellung  

Cloud-inspired Infrastructure

SharePoint 2016 soll die sicherste und verlässlichste SharePoint-Version bis dato werden. Dazu führt Microsoft Mechanismen ein, die Ihre Abstammung in der Cloud haben, und folglich durch stärkere Automatisierung die Kosten für Wartung und Betrieb einer SharePoint Farm minimieren helfen. Besonders herauszuheben ist dabei das sog. "Zero Downtime Patching". Hier soll es zu einer Abkehr kommen von den bisher gewohnten Update-Vorgängen, die zum einen das Herunterladen und Einspielen mehrerer Gigabyte großer Patch-Pakete als auch das Einplanen von Downtimes für die Anwender mit sich brachte (von sehr planungsintensiven und kostenintensiven hochverfügbaren Architekturen abgesehen). Momentan fehlen noch Details, die gegebenen Ausblicke sind aber verheißungsvoll.

Bessere Unterstützung von hybriden Architekturen

Gegenwärtig sind die beiden Welten SharePoint On-Premise und SharePoint in der Cloud stark voneinander separiert. Es bestehen zwar grundsätzlich jetzt bereits Möglichkeiten, Schnittstellen zu schaffen, diese erfordern jedoch meistens eigene Entwicklungstätigkeiten und machen meist nur für sehr spezielle Lösungsanforderungen Sinn.

Besonders herauszuheben ist hier die Bestrebung von Microsoft, diese getrennten Datensilos künftig noch enger zusammenzubringen. Hierzu gehört zum einen die Verzahnung der bisher getrennten Suchindizes von SharePoint On-Premise und SharePoint Online. Künftig wird es möglich sein, beide Datenquellen so darzustellen, als seien sie in einem Index vorhanden. In der Konsequenz wird auch Delve künftig eine noch größere Rolle spielen, zeigt es doch dann Ergebnisse nicht nur aus den verschiedensten Quellen wie Yammer, E-Mail, Skype, OneDrive und SharePoint Online sondern dann auch aus SharePoint On-Premise (2016). Damit soll es Unternehmen erleichtert werden, SharePoint in einer hybriden Umgebung zu nutzen.

Evolution statt Revolution: Mein Fazit

„Evolution statt Revolution“, das ist im Kern, was mit SharePoint 2016 nach jetzigem Kenntnisstand zu erwarten ist. Die angekündigten Optimierungen sind aber durchaus begrüßenswert und werden vor allem diejenigen freuen, die für den SharePoint-Betrieb im Unternehmen die Verantwortung tragen. Es gibt aber keinen zwingenden Grund, auf SharePoint 2016 zu warten und 2013 zu überspringen – eine Frage die sich ja viele Unternehmen stellen.

Für diejenigen, die SharePoint noch nicht eingeführt haben: Bis zum Release von SharePoint 2016 dauert es noch mindestens 1 Jahr, angekündigt ist der Server für Q2 2016 - und die grundsätzlichen Funktionen werden sich nicht verändern. Die Zeit abzuwarten bringt also keinen Vorteil.

Für diejenigen, die SharePoint bereits einsetzen: Es wird aller Voraussicht nach keinen direkten Migrationsweg von SharePoint 2010 auf 2016 geben - der Schritt auf 2013 ist also so oder so notwendig, will man nicht auf zusätzliche 3rd Party Tools setzen.

Tipp: Das kommt bei einer Migration zu SharePoint 2013 auf Sie zu. Lesen Sie dazu unseren Blog-Artikel oder schauen Sie sich unser Webinar zum Thema in voller Länger an:

Migration auf SharePoint 2013

Manche Fragen wie etwa die Zukunft von InfoPath wurden bisher gar nicht beantwortet. Doch die Veranstaltung läuft ja noch ein paar Tage und hier mögen noch Infos folgen...

Die Aufzeichnung der kompletten Session “The Evolution of SharePoint: Overview and Roadmap” können Sie sich hier ansehen:

Wir berichten weiter für Sie von der Ignite.

Alle Artikel zur Microsoft Ignite finden Sie hier im COMPAREX Blog.

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Artikel vom:
06.05.2015

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Microsoft, SharePoint

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