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Die ITIL konforme Umsetzung von Software Asset Management Services

IT-Abteilungen erbringen heutzutage eine Vielzahl an Services für die unterschiedlichsten internen Kunden. Es werden beispielsweise Mailservices, Collaboration Plattformen, diverse Kommunikationsmittel oder auch Datenbanksysteme zur Verfügung gestellt. Die Integration dieser Services in die Unternehmensprozesse und Strategien sowie die steigenden Anforderungen der Kunden und Stakeholder an Flexibilität, Integrität und Skalierbarkeit erfordern ein effektives und effizientes Management dieser Services. Einen herstellerneutralen Best Practise Ansatz hierfür bietet die sogenannte IT Infrastructure Library (ITIL, aktuell in der Version V3). Wir erklären, was es mit ITIL auf sich hat und wie sich Software Asset Management (SAM) Services entsprechend integrieren lassen.

Ein Blogbeitrag von Stefanie Wucher, SAM Consultant

Das Zusammenspiel von ITIL und Service Lebenszyklus

ITIL orientiert sich als prozessbasiertes Framework am sogenannten Servicelebenszyklus. Dieser besteht aus den Komponenten

  • Servicestrategie (Service Strategy),
  • Service Design,
  • Service Überführung (Service Transition),
  • Service Betrieb (Service Operation) und
  • Serviceverbesserung (Continual Service Improvement).

Dabei werden alle relevanten Prozesse ganzheitlich um die Kernstrategie und die daraus resultierenden Ergebnisse aufgebaut:

Die ITIL konforme Umsetzung von SAM Services: Der Service Lebenszyklus

Quelle: COMPAREX, angelehnt an Rudd, Colin: ITIL V3 Guide to Software Asset Management, 2009

Die Orientierung am Servicelebenszyklus bietet dabei auch einen optimalen Leitfaden zur Implementierung neuer Services.

Allerdings ist ITIL ein Best Practise Ansatz, weshalb Unternehmen zwar zumeist ihre IT Service Prozesse an ITIL anlehnen, jedoch selten vollständig alle Prozesse und Empfehlungen des Ansatzes übernehmen.

Das bedeutet für die Integration von SAM Services in die an ITIL ausgerichteten IT Strukturen, dass im Zweifelsfall in einem ersten Schritt die bestehenden IT Service Prozesse geprüft und gegebenenfalls angepasst werden müssen, bevor eine Integration des SAM Service stattfinden kann.

Die ideale Integration von SAM Services in ITIL IT

Wenn diese Prüfung stattgefunden hat, ist es wichtig, zielgerichtet spezielle Voraussetzungen für einen SAM Service zu schaffen. Die folgenden Punkte bieten eine mögliche Vorgehensweise, orientiert an den Servicelebenszyklen die in ITIL definiert sind.

Die SAM Service Strategie

Die Strategie des SAM Service sollte in die organisationsweite Strategie der IT Services integriert werden. Dazu gehört neben der Aufnahme von SAM Services in das Service Portfolio der IT-Organisation auch das Financial Management. Das heißt die Kostenrechnung, Finanzplanung und die Leistungsverrechnung für SAM Services. Darüber hinaus beinhaltet die Service Strategie auch das Demand Management, d.h. das Management der Nachfrage bzw. der Bedarfe an SAM Services sowie das Business Relationship Management.

Das SAM Service Design

In dieser Phase des SAM Service Lebenszyklus sollten wesentliche Bestandteile der Servicelösung entwickelt werden. Dies beinhaltet beispielsweise das Design von

  • Management-Informationssystemen (z.B. mithilfe eines SAM Tools)
  • Technologie- und Managementarchitekturen (beinhaltet z.B. SAM Tool Schnittstellen und Zuliefersysteme)
  • Prozessen (z.B. gem. ISO 19770-1)
  • Messmethoden und Kennzahlen (z.B. mit Hilfe bewährter Managementmethoden wie Balanced Scorecard etc.)
  • einer kompletten Servicelösung basierend auf der SAM Strategie

Ziel dieser Lebenszyklusphase ist es, Regularien, Prozesse und Richtlinien zu entwickeln, die der Umsetzung der Strategie dienen, bei der Einführung des SAM Service unterstützen und sicherstellen, dass ein qualitativ hochwertiger Service im Betrieb erbracht werden kann.

Die SAM Service Transition

In der Transitionphase des SAM Service soll sichergestellt werden, dass Service Changes im Betrieb effektiv und effizient geplant und gemanaged werden können und den erwarteten Nutzen bringen. Der operative Betrieb soll damit in die Lage versetzt werden, interne Service Level Agreements zu erfüllen. Darüber hinaus soll Wissen und Information hinsichtlich des Services und der Service Assets zur Verfügung gestellt werden und ein Risikomanagementsystem implementiert werden.

Die SAM Service Operation

Die in der SAM Strategie formulierten Ziele werden nach der Transitionphase in den operativen Betrieb übergeben. In dieser Phase werden alle Aktivitäten durchgeführt, gesteuert und kontrolliert, die für die Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Service Leveln erforderlich sind.

Das Continual SAM Service Improvement

Durch die Lebensphase des Continual Service Improvements soll erreicht werden, dass SAM Services kontinuierlich verbessert werden. Es wird sich häufig Prinzipien, Praktiken oder Methoden des Change- oder des Qualitätsmanagements bedient. Ziele sind dabei das Review, die Analyse und Priorisierung von Optimierungspotenzialen über alle Lebensphasen hinweg sowie das Definieren von Zielen und Messgrößen zur Erzielung konkreter Verbesserungen.

Wie können Lizenzmanager von ITIL profitieren?

Mit den oben genannten Schritten können ITIL konforme Prozesse und Services nachhaltig im Unternehmen etabliert werden. Sobald die Übersicht zu Schnittstellen und aktuellen Tätigkeiten vorhanden ist, kann ein Plan aufgestellt werden. Der Lizenzmanager kann an diesem seine eigenen Tätigkeiten und die der zuliefernden Unternehmenseinheiten ideal organisieren und somit einen Mehrwert für seine Kunden und Stakeholder schaffen.

Sie wünschen sich weitere Informationen?

Auf unserer Übersichtsseite zum Thema Software Asset Management finden Sie alles Wissenswerte zu Lizenzen, Compliance sowie zu Managed Services rund um SAM.

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Artikel vom:
12.12.2017

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TAGS:
SAM, Software Asset Management

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