COMPAREX AG
Lizenzierung mit Test- und Entwicklungsumgebungen in der Cloud, Header

Software einfacher lizenzieren mit Test- und Entwicklungsumgebungen aus der Cloud

Passende Software-Lizenzen für Test- und Entwicklungsumgebungen zu finden, ist eine kleine Wissenschaft für sich, denn nicht nur die Anforderungen ändern sich stetig, es gelten auch zahlreiche Einschränkungen. Eine praktische und günstige Alternative bieten Cloud-Lösungen wie Microsoft Azure.

Ein Blogbeitrag von Maximilian Hoppe, Consultant Software Asset Management

Entwickler haben in Sachen Software-Lizenzierung ganz andere Anforderungen als klassische Nutzer. Zu ihren täglichen „Werkzeugen“ gehören deutlich mehr Softwareprodukte und dass in verschiedenster Ausführung wie Open Source, proprietäre oder vollständig selbst geschriebene Software. Dazu kommen ständige Updates und wechselnde Schnittstellen. Genau deshalb ist es in diesem Umfeld eine besondere Herausforderung, die passende Lizenzierungsform zu finden, ohne an irgendeiner Stelle zu viel zu bezahlen und dabei trotzdem Hersteller-konform, also compliant, zu handeln.

Einschränkungen beim Einsatz von Testumgebungen

Software-Hersteller wie Microsoft bieten für Entwickler deshalb spezielle Entwickler-Lizenzen an, die deutlich mehr Handlungsspielraum zulassen. Dazu gehören zum Beispiel Visual Studio 2017 Lizenzen im Abonnement, die eine verbesserte Einbindung von Microsoft Azure bieten sollen. Die meisten Entwickler-Lizenzen haben allerdings klare Einschränkungen. Dem Nutzer stehen, beispielsweise je nach Edition, nur bestimmte Serverprodukte zur Verfügung. Diese Server unterliegen strikten Vorgaben und dürfen nicht zu Testzwecken außerhalb der Entwicklungsumgebung genutzt werden –  was auf den ersten Blick sicher seltsam wirkt.

Teststellung“ bedeutet im Umfeld von Microsoft Infrastrukturen, eine neue Software zu installieren, zu „testen“, ob diese mit der Infrastruktur kompatibel ist und sie dann wieder vollständig zu entfernen. Konstant Updates und Patches auf einer vollständig gespiegelten Infrastruktur oder mit aktiven Schnittstellen zu aktiv genutzten Servern einzusetzen, wäre dagegen eine Produktivnutzung, die entsprechend zu lizenzieren ist. 

Um in diesem Bereich compliant zu sein, sollten beide Umgebungen streng voneinander getrennt werden. Die Abgrenzung kann beispielsweise technisch durch unterschiedliche Hardware oder stringent aufgezeichnete Gruppen-Richtlinien erfolgen. Damit wird sichergestellt, dass nur Nutzer mit Visual Studio auf Entwicklersoftware zugreifen und nicht doppelt lizenziert werden muss.

Lizenzrisiken bei Produktivumgebungen

Für Entwickler stellen sich weniger lizenzrechtliche Fragen. Viel mehr beschäftigen sie technische Fragen, wie zum Beispiel, was der richtige Umgang mit kontinuierlichen Updates ist, die die interne Sicherheit in Gefahr bringen. Während beispielsweise Word Applikationen mit Makro momentan dafür sorgen, dass Updates für fast jede Edition dringend zu empfehlen sind, werden Cloud-Produkte in der Regel häufiger angepasst. Normalerweise bekommen klassische On-Premise Applikationen jährlich oder halbjährliche Updates. Cloud-Editionen können dabei bis zu einmal pro Woche aktualisiert werden.   

Auch für solche häufigen Anpassungen werden Testumgebungen aufgebaut. Natürlich haben sich Hersteller wie Microsoft auch hier darauf eingestellt und bieten Unternehmen an, mehr oder weniger eigenständig über ihre Updatezyklen zu entscheiden. Allerdings nur gegen einen Aufpreis.

Um das oben genannte Beispiel wieder aufzugreifen: Es bietet sich für viele Unternehmen auf den ersten Blick an, alte Hardware als Testumgebung zu nutzen. Denn nachdem die Hardware vier Jahre im Betrieb war, ist sie abgeschrieben und neue Hardware kann aufgebaut werden.

Hierbei entsteht allerdings ein häufig unbeachtetes Lizenzrisiko: Migration und Isolation (zum Beispiel bei Oracle Datenbänken) funktionieren nämlich nur, wenn die Lizenzierung mitbedacht wird. Je nach Hersteller werden diese Umgebungen nicht als Test- sondern weiterhin als Produktivumgebung bewertet. Wenn es zum Software Audit kommen sollte, können bereits Kleinigkeiten über eine doppelte Lizenzierung entscheiden:

  • Ist das System in derselben Hardware Infrastruktur aufgebaut?
  • Könnte die Testumgebung bei Ausfall des Produktivsystems direkt einspringen (gespiegeltes Backup)?
  • Greift die AD auf die produktive und die Testumgebung zu, weshalb es sich doch um ein Gesamtsystem handeln könnte?

Testumgebungen sicher lizenzieren: Sofort verfügbar und kostengünstig

Eine praktische und günstige Lösung, um Entwicklern in großen Unternehmen eine schnelle und unbürokratisch anpassbare Testumgebung zur Verfügung zu stellen, sind Online-Umgebungen wie Microsoft Azure. Als Testumgebung ist mit Microsoft Azure eine Abrechnung nach dem Pay-as-You-Go-Prinzip möglich. Das heißt, Sie bezahlen nur für Ihren gewünschten Zeitraum und die Services, die Sie auch wirklich nutzen. Neben Microsofts eigener Software, können mittlerweile auch andere Produkte wie Oracle problemlos in der Cloud eingesetzt werden.

Sie wünschen sich Unterstützung bei der Planung und Umsetzung?

Sofort verfügbar und kostengünstig: Finden Sie die passende Cloud für Ihre Test- und Entwicklungsumgebung! Wir planen Ihre individuelle Cloud mit Microsoft Azure.

Jetzt mehr erfahren »

Diesen Artikel teilen

Artikel vom:
04.05.2017

geschrieben von:

TAGS:
Cloud, Lizenzierung, Microsoft Azure, Software

Thema:

Kommentieren sie diesen Artikel...

© COMPAREX AG
Zurück nach oben