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Sparen Sie durch Virtualisierung bei der Oracle Lizenzierung

Oracle Lizenzierung: Kosten sparen in virtuellen Umgebungen von VMware

Wer Oracle Lizenzen in virtuellen Umgebungen von VMware einsetzt, muss das gesamte vCenter, also alle darin enthaltenen Hosts, lizenzieren – folgt man den Vorgaben des Herstellers Oracle. Die deutsche Oracle Anwendergruppe (DOAG) schlägt den Einsatz einer VLAN-Technologie vor. So könnte es möglich werden, bei der Lizenzierung von Oracle-Servern in Ihrer VMware Umgebung zu sparen.

Ein Beitrag der COMPAREX Redaktion.

Sie haben oder planen Lizenzen von Oracle in einer virtuellen Umgebung von VMware einzusetzen? Dann müssen Sie sich früher oder später mit der Oracle Partitioning Policy auseinandersetzen. Darin finden Sie folgenden, entscheidenden Satz:

[…] soft partitioning […] is not permitted as a means to determine or limit the number of software licenses required for any given server or cluster of servers.

Das bedeutet für Sie als Oracle Kunde, dass Sie beim Einsatz von Oracle unter VMware vSphere das gesamte vCenter, also alle darin enthaltenen Hosts, lizenzieren müssen. Grund: VMware fällt unter das Soft-Partitioning, so die Regel seit der Version vSphere 5.1. Mit dieser seit Jahren nicht angepassten Lizenzierungspolitik an sich verändernde Nutzungs-szenarien, insbesondere Virtualisierung, erntet Oracle regelmäßig Kritik bei seinen Kunden.

Um Lizenzkosten zu sparen, setzten deshalb viele Oracle Anwender in der Vergangenheit auf dedizierte Hardware oder wechselten auf eine von Oracle anerkannte Hard-Partitioning- Technologie. Zudem versuchte man, wenn möglich, die Database in den Oracle Standard-Editionen im NUP-Lizenzierungsmodell zu nutzen (5 NUP= 5 Named User Plus pro Kunde / pro Unternehmen). Oder aber, man war in der glücklichen Lage, individuelle Nebenabreden zu verhandeln.

Seit dem 30. November 2015 sind nun aber die Oracle Database Standard Edition 1 und Standard Edition endgültig wegefallen. Sie wurden von der im September 2015 eingeführten Database Standard Edition 2 abgelöst. Seit dem ist es nicht mehr möglich, dediziert die der Virtualisierung zugrunde liegende Hardware zu betrachten. Das entsprechende Kundenecho ließ nicht lange auf sich warten (Oracle-Anwender ärgern sich über Lizenzpolitik – Computerwoche), weshalb Oracle nun anscheinend einen Schritt auf seine Kunden zugeht.

Während des Jahreskongresses der Deutschen Oracle Anwendergruppe (DOAG) im November 2015 wurde die Verwendung eines VLAN, Virtual Local Area Network, als eine mögliche Lösung zur Begrenzung der zu lizensierenden Hardware vorgestellt, welche vermehrt von Oracle akzeptiert wird. Die Idee liegt in der Möglichkeit einer logischen Aufspaltung der virtuellen Umgebung. Die derzeitigen Virtualisierungstechnologien erlauben es nicht, die VLAN-Grenzen zu überwinden. Damit begrenzt ein VLAN den zu lizenzierenden Bereich.

Von einer Trendwende kann aber leider noch nicht die Rede sein, da es sich hierbei um keine Grundsatzentscheidung durch Oracle selbst handelt. Ein entsprechendes Nutzungsszenario bedarf daher jeweils einer kundenindividuellen Einzelgenehmigung.

Eine Gefahr, welche sich aus diesem Restricted-Use-Modell ergibt, liegt in der späteren Veränderung des initial genehmigten Szenarios. Vorab sollte daher explizit die verwendete VLAN-Technologie spezifiziert sowie auch die regelmäßig zu regenerierende Hardware berücksichtigt werden. Die DOAG empfiehlt daher auch weiterhin, System Logs über die virtuellen Maschinen als Nachweis über die Nutzung zu archivieren.

Weitere Informationen

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Artikel vom:
03.03.2016

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TAGS:
Lizenzierung, Oracle, Virtualisierung

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