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Wissen ist Macht! Hersteller kennen I(i)hre Software

Software-Piraterie ist heute einfacher als je zuvor. Dabei sind nicht nur die Verlockungen für Privatnutzer hoch, sondern auch Unternehmen haben Probleme, Softwareinstallationen im Überblick zu behalten. Ein Kunde von Softwareherstellern muss sich jedoch darüber im Klaren sein, was er genau im Einsatz hat. Denn: Hersteller kennen ihre Software genau. Wir zeigen, wie Hersteller gegen Software-Piraterie vorgehen und wie Sie Ihre Software optimal im Blick behalten.

Ein Blogbeitrag von Maximilian Hoppe, Consultant Software Asset Management

Hersteller haben den Software-Überblick, der zählt

Auch kaufmännische Nachweise sind häufig schwierig nachzuhalten. Ein Bild über historische Wartungsketten oder weitere Rechte aufzubauen, ist somit für Unternehmen eine Herausforderung. Diese Sicht versuchen Softwarehersteller gerade in Zeiten der direkten Verkäufe durch Cloud-Angebote zu entkräften: „Wer lediglich Abonnement-Lizenzen bezieht, muss sich um historische Betrachtungen keine Sorgen machen.“, soll das Argument sein. Damit wird der Kampf gegen Piraterie auf eine vollkommen neue Ebene gehoben. 

Piraterie von Medien war und ist ein Problem. Früher waren es kopierte VHS Kassetten mit Kinoaufnahmen. Heute sind es hochauflösende Streams, die über diverse Portale mit geringem Suchaufwand gefunden werden können. Dasselbe Problem haben auch die Entwickler anderer digitaler Produkte.

Hersteller wissen aber bereits heute mehr über die Nutzung ihrer Software als nur Verkaufszahlen. Wissen ist in diesem Fall tatsächlich Macht. Ein aktuelles Beispiel ist die Aussage von Autodesk Co-CEO Andrew Anagnost zum Thema Piraterie in einem der letzten Investoren Calls (Quelle: engineering.com). Er sieht für sein Unternehmen dort eine „der größten Chancen“. Sein Ziel ist es, diese Piraten in „gesetztestreue Nutzer“ umzuwandeln und so bis zu sechs Millionen potentielle Kunden zu aktivieren. Auch andere Softwareriesen wie Microsoft beschäftigen sich aktuell wieder stärker mit dem Thema. Microsoft geht zum Beispiel in Australien gegen einen seiner Reseller vor (Quelle: crn.com.au).

Aber auch Nutzungsrechte sind ein gern genutztes Mittel der Hersteller, um ihren Wissensvorsprung aufzuzeigen. Natürlich ist das ein unfairer Vorteil: Der Kunde nutzt die Software ja nur, während IBM, Oracle und Co. nicht nur die Programme entwickeln, sondern auch die Bedingungen dafür schreiben. Dennoch muss sich jeder Kunde im Klaren darüber sein, was er genau im Einsatz hat. Zu denken, ich habe es nicht gebaut, sondern setze es nur ein, zählt in diesem Fall nicht.

Als relevantes Beispiel sei an dieser Stelle auf eine erfolgreiche Klage von SAP gegen einen englischen MySQL Kunden verwiesen. Der Kunde hatte mySAP Enterprise Resource Planning (mySAP ERP) 2004 lizenziert. Eine eigene Softwareentwicklung sieben Jahre später wurde später mit dieser Software verbunden. Damit entstand laut SAP eine indirekte Nutzung, die im Februar diesen Jahres durch ein Londoner Gericht bestätigt wurde (Quelle: lexology.com).

So behalten auch Sie als Kunde den Software-Überblick

Das Wichtigste ist also, aktiv zu steuern. Ob in der Cloud oder bei einmalig gekauften Lizenzen, der Ansatzpunkt für jede Software sollte so früh wie möglich sein: Bei der Planung und dem aktiven Vertragsmanagement.

Es kommt auf die Formulierungen im Vertrag an, wie viele Informationen tatsächlich weitergegeben werden. Natürlich wird sich kein Hersteller das Auditrecht nehmen lassen, aber jedes Unternehmen sollte einen Überblick haben, welche Rechte und Pflichten sich aus verschiedenen Verträgen ergeben.

Unser Lesetipp:

Rechtsgrundlagen im Audit - Was darf der Software-Hersteller und was nicht?

Wie soll ein Unternehmen denn den Überblick behalten? Es muss nicht immer ein Tool für Software-Asset Management sein, obwohl das Abwägen zwischen Eigenlösung, Excel und Gesamtlösung sicher sinnvoll ist. Sobald aber eine Lösung gefunden ist, verliert der Hersteller an Einfluss, da ihm in Auditsituationen das Überraschungsmoment fehlt. Und auch Vertragsverhandlungen werden nicht mehr zum Schlagabtausch oder Sales Termin des Herstellers, sondern zur Grundlage für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit.

Der erste Schritt zur Umsetzung dabei ist die Bestimmung des aktuellen Standorts. Darüber hinaus ist es wichtig, das Vertragsmanagement anhand fester Richtlinien stetig zu erweitern:  

Software Asset Management: Kontinuierlicher Aufbau des Vertragsmanagements

Quelle: COMPAREX

Bei all dem gibt es nicht DIE pauschale Antwort, da keine Lösung so entwickelt ist, dass sie ohne Anpassung in jedes Unternehmensumfeld passt. Sobald sich IT Manager allerdings grundsätzlich mit Budget und Komplexität in Ihrem Unternehmen auseinandersetzen, fällt eine Entscheidung oft schnell: Ab einer gewissen Größe und Dezentralität müssen Verträge in einer individuellen Lösung zusammengefasst werden, um den Überblick nicht komplett zu verlieren. Wenn auf der anderen Seite kein Budget für so eine Lösung vorhanden ist, können auch vorhandene Tools und manuelle Anpassungen ausreichend sein.

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Artikel vom:
20.06.2017

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