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10 Gründe, warum 2015 kein Weg an der Cloud vorbeiführt

2015 führt kein Weg an ihr vorbei: Die Zukunft heißt Cloud. Unser Cloud-Insider Marco Vogel verrät Ihnen am konkreten Beispiel, warum alle „Zeichen auf Cloud stehen“. Dafür hat er sich im Unternehmen umgehört.

Ein Beitrag von Marco Vogel, Senior Manager Global Alliances für VMware

Die Deutschen und die Cloud… Das ist ein bisschen wie die deutsche Nationalmannschaft in den 80ern und 90ern. Der raubeinigen Mannschaft fehlte es an filigraner Technik. Ihre Siege waren eher auf andere Eigenschaften zurückzuführen: Eiserner Wille, Athletik und ein bisschen Glück. Aber sie entwickelte sich weiter, fügte feines Kurzpassspiel zu ihrem Repertoire und ist heute stärker denn je.

Ganz ähnlich ist es heute mit den deutschen Unternehmern und Ihrem Verhältnis zur Cloud. Noch immer schrecken viele davor zurück, ihre sensiblen Unternehmensdaten außerhalb ihrer Rechenzentrumsgrenzen zu lagern und damit ihre bewährten Verhaltensmuster zu ändern. Aber auch sie müssen sich weiterentwickeln und neue Stärken entdecken, wenn sie an der Spitze bleiben wollen. Es ist Zeit für ein neues „Team 2006“, Zeit sein Unternehmen für die Zukunft aufzustellen und die Zukunft heißt Cloud. Warum kein Weg daran vorbeiführt? Ein Bericht zur aktuellen Lage in Sachen Cloud…

Amazon Web Services als Vorreiter

Privat ist das kein Thema, Dropbox, WhatsApp oder Apples iCloud werden mit Daten nur so befüllt – hier wollen wir gar nicht wissen, was damit passiert. Aber auch die Unternehmen denken um: Amazon spielt hier den Vorreiter mit ihren Amazon Web Services (AWS) – gnadenlos günstig und schnell und funktioniert mit dem Amazon Account. Viele unserer Kunden wären überrascht, was Ihre Test- und Entwicklungsabteilungen bereits mit AWS machen. Notfalls werden sogar Reisekosten über die „Schatten-IT“ abgerechnet.

Warum tun sie das?

Es ist eine Zeitfrage. Neue Kapazitäten müssen oftmals kurzfristig geschaffen werden. Die internen IT-Abteilungen brauchen aber mitunter mehrere Wochen, um ihren Usern (virtuelle) Maschinen bereitzustellen. Eine Lösung wäre hier natürlich die private Cloud. Dabei wird das Rechenzentrum mitsamt Services wie Automatisierung von Prozessen, internen Applikationskatalogen, automatischen Genehmigungs- und Deployment-Prozessen etc., in eine private Cloud transformiert.

ABER: Der Trend geht zu IaaS  

Wenn man den einschlägigen Vorhersagen der Branche trauen kann, geht die Hybrid Cloud (und vor allem die IaaS Offerings) in 2015 „Mainstream“. Neben Amazon tummeln sich auch die anderen üblichen Verdächtigen, als Beispiel seien hier nur VMwares vCloud Air, Microsofts Azure oder IBMs Softlayer genannt. Alles Infrastructure-as-a-Service-Angebote, die teilweise noch durch Datenbanken/Applikations-Angebote ergänzt werden. Daneben gibt es auch in Deutschland noch mehrere Tausend Hoster, die Infrastruktur oder Applikationen für Endkunden bereitstellen – zu großen Teilen basierend auf der Technologie oben genannter Hersteller.

Warum überhaupt Cloud-Angebote nutzen?

Es ist eine Geld-, Bedarfs-, und Timingfrage. Unternehmen investieren regelmäßig in ihre IT-Infrastruktur und stehen somit immer wieder vor der Herausforderung, die richtige Wahl zu treffen. Stellen Sie sich vor: Ihre Server rattern in den Serverschränken, der SAN-Storage steht kurz vor der kompletten Auslastung und die Zahl der virtuellen Maschinen steigt ins Unermessliche – auch virtualisierte und deduplizierte Ressourcen sind irgendwann mal endlich. Also erweitern! Dafür braucht man Budget. Neue Server und SAN-Erweiterungen anfragen, vergleichen, bestellen, warten, bekommen, auspacken und in Betrieb nehmen (lassen). Oft folgt nahtlos die nächste Runde. Kauflizenzen der üblichen Verdächtigen kommen natürlich noch obendrauf auf die Hardware-Kosten. Funktioniert zwar, aber mal eben schnell neue Ressourcen können so nicht immer bereitgestellt werden. Außerdem ist das alles andere als kostenoptimiert, zumal  Betreuung, Wartung und Support der Umgebung dazu kommen.

IaaS mieten statt kaufen

Der Trend geht also, wenn auch ganz langsam, in Richtung Miete: Das gilt für Software genauso wie für Infrastruktur. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie können Ihre bestehende Infrastruktur mit einem Knopfdruck erweitern und müssen sich dabei nicht um die Implementierung der Infrastruktur kümmern. Sie müssten nicht einmal alle Router und Switches kaufen. Auch eine Konfiguration ist nicht notwendig. Und die Sicherheit? Auch die ist vollständig gewährleistet. Also Montagmorgen die Kreditkarte gezückt und den zu 150% ausgelasteten Microsoft Exchange Server oder die Oracle Datenbank in die Cloud geschickt. Am darauffolgenden Mittwoch die eigenen Ressourcen optimiert und zurückgeholt – im besten Falle ohne dass die internen User etwas davon merken.

vCloud Air löst ein wichtiges Problem

Aber haltet ein: Hier gibt es schon die ersten Stolperfallen. Rein in die Cloud geht immer, aber bei vielen Anbietern ist das eine Einbahnstraße. Raus aus der Cloud ist entschieden schwieriger – und wir reden hier noch nicht einmal von verlorenen Kompetenzen beim Kunden, die Arbeitslasten im heimischen Rechenzentrum zu betreuen.

Das Problem sind die Cloud-Betriebssysteme der Anbieter. Microsofts Azure und IBMs Softlayer laufen zwar prima in der Cloud – aber selbige im eigenen Datacenter zu installieren ist nicht möglich.

VMware fährt einen anderen Ansatz. vSphere kennt fast jeder und ist schon bei zahlreichen Kunden im Einsatz. VMware vCloud Air Angebote – entweder bei VMware selbst oder bei vCloud Air Network Partnern, also Hoster die Angebote auf VMware Plattformen offerieren, basieren auf eben diesem Erfolgsprodukt. Das Ergebnis: vSphere links und rechts. Dadurch können Sie Ihre Virtuellen Maschinen (VM) aus Ihrer On-Premise-Umgebung nahtlos in die Cloud verschieben. Die VMs müssen dabei nicht konvertiert werden, sie werden einfach durch vMotion migriert. Es fallen nicht einmal Kosten für Hardware, Implementierung und VMware-Lizenzen an, das ist alles in der VMware-Miete integriert. Darüber hinaus können Sie sogar Ihre Third-Party-Lizenzen mitnehmen. Es ist auch möglich, Ihre Lizenzen aus Cloud-Betriebssystemen zu übernehmen. Dazu wählen Sie diese im Katalog aus und erstellen eine neue VM. VMware vCloud Air unterstützt derzeit mehr als 90 verschiedene Betriebssysteme. Das sind mehr Windows-Server-Versionen als Microsoft selbst in Azure unterstützt!

Warum ist das gerade jetzt so spannend?

Weil VMware im ersten Quartal 2015 ein Rechenzentrum in Deutschland eröffnet – „gefüllt“ wird dies von qualifizierten Partnern wie COMPAREX. Bisher gab es zwar etwas in Europa, aber das einzige Rechenzentrum von VMware hier stand in UK. Ich kann nur mutmaßen, aber Datenlinksverkehr passte den Deutschen hier nicht so richtig – mit dem deutschen Standort wird sich das ändern.

Wie funktioniert das genau?

Wir haben mit unseren britischen COMPAREX-Kollegen gesprochen, die sich mit dem Thema schon eingängig beschäftigen haben. Was wird von den dortigen Kunden genutzt, was wird angeboten?

Vorweg: Noch einmal, bei vCloud Air wird nicht gekauft sondern gemietet. Das Zauberwort ist also Subscription Service für ihr Infrastructure-as-a-Service-Model:

  1. Dedicated Cloud: Kunden können sich hier ihre eigene physisch getrennte Rechenzentrumsumgebung mieten. Im Prinzip nichts anderes als sich Server, Storage, Switche, Peripherie zu mieten.

  2. Virtual Private Cloud: Siehe Punkt 1, außer dass sich die Kunden die elterlichen Server, Storage-Systeme etc. mit anderen Kunden teilen müssen – natürlich logisch strengstens getrennt und mit privatem Netzwerk ausgestattet.

  3. Desaster Recovery: Bisher Hauptanwendungspunkt. Warum in ein zweites physisches Ausfallrechenzentrum investieren, dass man hoffentlich nie benötigt. Dann lieber Notfall-Ressourcen mieten, die immer tagesaktuell sind und immer anspringen.

Das Menu ist recht einfach strukturiert, man benötigt ein gewisses Minimum an vCloud Air Ressourcen, die man natürlich on demand per Knopfdruck ergänzen kann (zumindest beim Virtual Private Cloud Angebot).  Voraussetzungen auf Kunden-Seite: Minimal ein Browser mit Internet Zugang.

VMware vCloud Air

Für wen ist dieses Angebot besonders interessant? Komplexe Antwort: Eigentlich für alle. Laut Analysten liegt die Zukunft in der Interoperabilität – sowohl zwischen Hypervisors im Rechenzentrum als auch mit den Cloud-Angeboten der Hersteller. Einigeln heißt Einengung des adressierbaren Marktes. Einfache Antwort: Für bestehende VMware Kunden. Pure Microsoft-Kunden könnten zwar auch in vCloud Air investieren, haben damit aber wieder einen Hersteller mehr im Portfolio. Der Zauber liegt hier wirklich im deckungsgleichen Technology-Stack im eigenen Rechenzentrum und im dem von VMware. Eigentlich nichts neues, außer dass die Technik oder ein Teil der Technik jetzt bei VMware im Rechenzentrum steht. Monitoring/Überwachung? Kein Problem – VMware Kunden schätzen und lieben das vCenter, in dem mittlerweile zahlreiche Plugins wie die der vRealize Produkte (z. B. ehemals Operations Manager) integriert sind. Von diesem Cockpit aus kann die VMware-Infrastruktur überwacht werden, wo auch immer sie steht.

Zusätzliche Kapazitäten benötigt? Problemlose Erweiterung über MyVMware – das kennen VMware Kunden schon von ihren bisherigen Kauflizenzen. Anmeldung in der vCloud Air erfolgt sicher getunnelt über VPN. Alles in allem bietet vCloud Air die komplette Tool-Palette, um selbst Tier 1 Applikationen sauber abzubilden.

VMware vCloud Air

Ressourcen werden nicht mehr benötigt – auch kein Problem bei Subscription. Man kann granular mieten, das Spektrum geht von 1 Monat über 3 Monate, aber auch mehrere Jahre. Wie üblich bedeute längere Bindung günstigere Preise. Man kann also Knebelverträge vermeiden.

Zum Abschluss noch mein Top 10, warum vCloud Air 2015 in Deutschland wesentliche Verbreitung finden wird.

  1. Rechenzentrum sitzt in Deutschland.

  2. Keine Vorabinvestitionen in Hardware und Software. Mieten statt Kaufen!

  3. Keine Kosten für die Implementierung.

  4. Absolute Flexibilität. Zusätzliche Kapazität lässt sich einfach hinzufügen.

  5. Keine Knebelverträge - flexible Vertragszeit von einem Monat bis zu drei Jahren.

  6. Rechnungsstellung pro Monat oder einmal für die gesamte Vertragszeit.

  7. Einfache Budgetierung – keine weichen Extrakosten für Betreuung.

  8. Keine Migration oder Konvertierung erforderlich, Technologie ist auf beiden Seiten gleich

  9. Single Point of Administration: Sie verwalten alles durch das MyVMware Portal.

  10. Cloud kommt, viele Hersteller reden darüber, bieten Lösungen. Auch VMware wurde wirklich erst zum Highflyer, nachdem arrivierte Hersteller wie Microsoft Virtualisierung zur Commodity erklärt haben.

COMPAREX verfügt über den höchsten Partner Status, den EMEA Premier Solution Provider Partner und kann somit seine Kunden nicht nur mit ausgezeichneter Expertise unterstützen sondern auch einen direkten Draht zum Hersteller bereitstellen, um alle Belange der Kunden abzudecken. Darüber hinaus hat COMPAREX auch die Hybrid Cloud Akkreditierung, die uns qualifiziert, sie umfassend zu diesem Thema beraten zu können. Sollte vCloud Air für sie interessant sein, sprechen sie uns an – bei COMPAREX sind sie in guten Händen.

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Artikel vom:
23.01.2015

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TAGS:
Cloud Computing, IaaS, vCloud Air, VMware

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