COMPAREX AG
Adobe Creative Cloud bei Spreadshirt

Feinschliff für ein globales Unternehmen:
Adobes Creative Cloud hilft Spreadshirt, die Wünsche der Kunden in aller Welt perfekt umzusetzen

Ein modern saniertes Fabrikgebäude aus dem 19. Jahrhundert, rote Backsteinmauern, historische Stahlkonstruktionen, meterhohe Fenster. Hier, hinter den Fassaden mit altem Industriecharme im Leipziger Boomviertel Plagwitz, residiert eine der weltweit erfolgreichsten Internetplattformen für selbstgestaltete T-Shirts, andere Kleidung und Accessoires: Spreadshirt. Gegründet 2002 als kleines Start-up von zwei Studenten, beschäftigt das hippe Unternehmen heute fast 600 Mitarbeiter in sechs Ländern, betreibt Präsenzen in 19 Märkten von den USA über Europa bis Australien und macht einen Jahresumsatz von mehr als 80 Millionen Euro. Tendenz seit Jahren steigend.

Ein Beitrag von Sven Heitkamp und Christian Kortüm

3500 Quadratmeter Industriegeschichte bieten Platz für Kreativität
3500 Quadratmeter Industriegeschichte bieten Platz für Kreativität

Doch Erfolg und Wachstum des Print-on-demand-Riesen sind nicht zu denken ohne die haarkleine Feinarbeit, die sein Team in den smarten Werkshallen-Büros tagtäglich verrichtet. Allein im Grafikservice des Asset-Managements arbeiten ein Dutzend Kreative. Ihr Job: Die Ideen und Bilderwelten aus den Köpfen der Kunden mit Programmen aus Adobes Creative Cloud für Teams professionell umsetzen und für verschiedene Druckverfahren aufbereiten. Wir durften dabei sein.

Grafikerin Vanessa liebt die kreative Feinarbeit mit der Creative Cloud
Grafikerin Vanessa liebt die kreative Feinarbeit

Vanessa Gundermann, 30 Jahre und Grafikerin von der Traditions-Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, schaut durch ihre große dunkle Brille auf zwei Bildschirme. Die rechte Hand gleitet über ein schwarzes Grafik-Tablett, zwischen den schlanken Fingern hält sie einen elektronischen Pen. Im hauseigenen Backend ploppt gerade der nächste Auftrag für ein neues T-Shirt auf. Vanessa zieht den eingegangenen Grafikentwurf zur Bearbeitung in Adobe Illustrator CC. Sofort erscheint das Motiv groß auf dem Bildschirm: Ein Sportschuh mit Feuerflammen samt „COMPARUNNERS“-Schriftzug, das Logo der COMPAREX-Mitarbeiter-Laufgruppe. Mit ihrem digitalen Stift muss sie nun alle Linien der vorliegenden Skizze von Hand nachzeichnen, um sie für den so genannten „Flockdruck“ in eine Vektorgrafik umzuwandeln.

Scharfe Konturen werden von Hand gemacht mit der Adobe Creative Cloud
Scharfe Konturen werden von Hand gemacht

Zentimeter für Zentimeter arbeitet sie sich an den zu stilisierenden Nähten des Schuhes entlang. „Nur so ist es möglich, scharfe Konturen zu zeichnen und das Motiv auf dem Kleidungsstück wirklich freizustellen – ohne weiße Rahmen“, erklärt Vanessa. Denn beim Flockdruck wird das Motiv aus Folien ausgeschnitten. Die farbigen Streifen werden dann auf das gewünschte Produkt „aufgeschweißt“. Bis zu drei Farben sind pro Motiv möglich. Der Druck ist besonders haltbar und hochwertig, er hat eine samtige, stoffartige Oberfläche und erscheint leicht erhaben auf dem Untergrund. Spreadshirt bietet dafür mehr als 20 Folienfarben an, die im Intranet der Grafikabteilung hinterlegt sind. Das hauseigene Rot passt für Vanessas COMPAREX-Auftrag nahezu ideal. Außerdem muss sie die passende Schrift, die am besten der Vorlage entspricht, herausfinden.

Chuck Norris ist nicht nur bei den Kunden sehr beliebt
Chuck Norris ist nicht nur bei den Kunden sehr beliebt

Dabei kann das installierte Adobe Typekit mit seiner riesigen Schriftenbibliothek helfen. Außerdem tauschen sich die Grafiker im Team-Chat per Skype über neue Lösungen aus und tasten sich derzeit an weitere Cloud-Lösungen von Adobe heran. In Workshops werden erst nach und nach die Arbeitsabläufe weiterentwickelt, denn das Team hatte noch gar nicht die Ruhe, sich in die komplexen Angebote einzuarbeiten.

Als Vanessa nach etwa einer halben Stunde Feinarbeit Sportschuh und Schriftzug nachgezeichnet hat, sichert die Designerin das Motiv druckfertig ab und lädt es wieder im Kundenaccount hoch. Damit bekommt der Besteller für 14,95 Euro eine ideale Vorlage hinterlegt, um T-Shirts, Kapuzenshirts, Jogginghosen, Warnwesten und selbst Unterwäsche bedrucken zu lassen. Was vielleicht nach simpler, technischer Arbeit klingt, wäre ohne die Kreativität der Grafiker nicht zu leisten. „Die Arbeit macht wirklich Spaß. Hier kann ich mein Knowhow und meine Ideen so einbringen, dass die Motive der Kunden am besten umgesetzt werden“, sagt Vanessa.

Hannes Döring leitet die Abteilung Asset Management
Hannes Döring leitet die Abteilung Asset Management

Motive aus der ganzen Welt laufen jeden Monat durch den Grafikservice, erzählt Hannes Döring. Der 31-Jährige hat als Student und Aushilfe vor mehr als zehn Jahren bei Spreadshirt angefangen. Heute leitet der Wirtschaftsingenieur die Abteilung Asset Management mit elf Kollegen in Leipzig und zwei weiteren in den USA. Denn in Greensburg und Boston an der Ostküste sowie in Brasilien stehen weitere Spreadshirt-Produktionsstätten. Für den Grafikservice müssen die Kunden lediglich einfache Skizzen oder auch Fotos hochladen und ein paar Erklärungen mitschicken. Die Profis zaubern in wenigen Tagen einen druckfertigen Entwurf daraus, der auf Nachfrage auch nochmal korrigiert wird.

Insgesamt nutzen bei Spreadshirt rund 30 Mitarbeiter die Lösungen von Adobe Creative Cloud für Teams. Sie können damit jederzeit und von jedem Standort auf gemeinsame Dateien zugreifen. Die IT-Abteilung entscheidet, in welchen Umfang Applikationen und Updates für die Mitarbeiter bereitgestellt und wie häufig Updates eingespielt werden. Somit hat auch der Grafikservice immer Zugriff auf die aktuellsten Versionen, etwa von Photoshop CC, Illustrator CC, InDesign CC. Spreadshirt setzt dabei auf die Beratung des ebenfalls in Leipzig ansässigen Lizenzspezialisten COMPAREX und wechselte von der „Individual Cloud“ zur „Team Cloud“. Damit ist eine zentrale, einfache Verwaltung, flexible Zuweisung und einheitliche Laufzeit der Lizenz-Abonnements möglich.

Handmade by Spreadshirt
Handmade by Spreadshirt

Die Abteilung Asset Management regelt zudem die gesamte technische und rechtliche Überprüfung der hochgeladenen Motive. Mögliche Konflikte mit Copyrights werden dabei ebenso herausgefischt wie rassistische Sprüche. Erst nach dieser Prüfung können die Kundenwünsche durch die Maschinen laufen und verschickt werden. Allein in den Werkshallen in Leipzig stehen dafür 3500 Quadratmeter Produktionsflächen bereit, weitere in Polen und neuerdings in Tschechien. Denn 70 000 Anbieter auf der ganzen Welt, die mit Spreadshirt ihre Produkte bedrucken lassen, wollen ihre Kunden zuverlässig bedienen. „Spreadshirt“, sagt der aus England stammende CEO Philip Rooke, „hilft Menschen in aller Welt, ihre Ideen zu verkaufen, Merchandising zu organisieren und Geld zu verdienen – egal, ob YouTube-Popstar oder Autokonzern, Spieleentwickler oder internationale Hilfsorganisation.“ Und der Markt habe ein Milliardenpotential. Erobern will Spreadshirt ihn auch mit Hilfe der kreativen Lösungen aus „Adobes Creative Cloud für Teams“.

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Artikel vom:
15.12.2015

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TAGS:
Adobe, Case Study, Creative Cloud

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Kommentare

  • Richardt kommentierte vor 11 Monaten
    Es ist sehr hilfreich zu sehen, dass auch große Unternehmen sich mit dem neuen Produkt der Adobe Cloud erst zurecht finden müssen. Und dies dann aber optimal nutzen und so erfolgreich und toll einsetzen können.

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