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Adobe Photoshop CC, Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop Elements – ein Vergleich

Seit über 20 Jahren zählt Adobe zu den großen Playern im Desktop Publishing. Als Hersteller hervorragender Werkzeuge für alle Belange im grafischen Umfeld hält Adobe diese Stellung noch heute und baut sie stetig aus. Das populärste Produkt ist mit Sicherheit Adobe Photoshop – das Flaggschiff der Bildbearbeitung. Auf diesem Gebiet bietet Adobe für alle Budgets und Aufgabengebiete passende Lösungen an. In diesem Blogbeitrag nehmen wir die drei Produktvarianten Adobe Photoshop CC, Adobe Photoshop Lightroom, Adobe Photoshop Elements genauer unter die Lupe.

Ein Blogbeitrag von Christian Nuber, Grafikdesigner und Lehrbeauftragter

 

Das Flaggschiff – Adobe Photoshop CC: High End Bildbearbeitung, Retusche und Composing

Das Highend Produkt in der Photoshop Familie ist Adobe Photoshop CC. Die Ergänzung „CC“ steht für „Creative Cloud“. Somit ist Adobe Photoshop CC ein wichtiger und zentraler Bestandteil der umfassenden Grafik-Produktpalette. Der Anspruch von Adobe Photoshop CC ist es, absolute HighEnd Bildbearbeitung inklusive der RAW-Technik sowie aller Retusche-Werkzeuge, die auch das später beschriebene Adobe Photoshop Lightroom mitbringt, zu gewährleisten.

Daneben ist Adobe Photoshop CC ausgestattet mit einer hoch intelligenten Ebenensystematik für atemberaubende und realistische Fotomontagen und Composings. Das Freistellen von Bildern mit komplexen Hintergründen ist mit Adobe Photoshop CC bis in feinste Detail auf Grund von Kanaltechniken realisierbar.

Ebenso ist Photoshop CC mit einem professionellen Farbmanagement für die Produktion von Druckdaten ausgestattet – dies betrifft im Übrigen auch Adobe Photoshop Lightroom.

Adobe Photoshop CC ist das Standardprodukt in allen Bereichen der professionellen Fotografie, im Grafik- und Mediendesign sowie auch im Themengebiet Webdesign. Anwender aus den genannten Tätigkeitsfeldern kommen an Adobe Photoshop CC nicht vorbei. Der Schwerpunkt reicht von professioneller Bildkorrektur, über Freistellungen, vielfältigen Retuschefunktionen bis hin zu Smartobjekten. Dabei handelt es sich um intelligente und Daten-erhaltende Ebenenzustände für noch flexibleres Arbeiten. Die riesige und vielfältige Filtergalerie ermöglicht das schnelle und professionelle Manipulieren von Bilddaten. 
 
Selbst 3D-Daten aus CAD-Anwendungen und 3D Rendering Programmen können in Adobe Photoshop CC geladen und dort weiterbearbeitet werden. Der Fokus von Adobe Photoshop CC liegt auf einer Daten erhaltenden Bearbeitungsstrategie von Bilddaten. Diesen Anspruch können Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop Elements nur in geringerem Maße erfüllen.

Adobe Photoshop Vergleich: Einstellungsebenen Photoshop CC

Abb. Einstellungsebenen in Adobe Photoshop CC (Copyright: Adobe Photoshop)


Adobe Photoshop Vergleich: Freistellen bei Photoshop CC

Abb. Freistellen und Kantenverbesserung mit Adobe Photoshop CC (Copyright: Adobe Photoshop)


High End Anwender im Bereich Printgrafik, Bild-Composing, Webdesign und Profifotografie zählen branchenunabhängig zur Zielgruppe von Adobe Photoshop CC.

Für ambitionierte (Hobby)-Fotografen – Adobe Photoshop Lightroom

Die nächste Stufe in der Photoshop Familie bildet Adobe Photoshop Lightroom. Dieses Produkt wurde für ambitionierte Fotografen konzipiert, die ihre Bilder nicht nur bearbeiten, sondern auch gezielt und strukturiert verwalten möchten. Außerdem wollen ambitionierte Fotografen das vorhandene Bildmaterial mit Schlagworten für die Recherche versehen. In Adobe Photoshop Lightroom werden der CMYK-Farbraum sowie intelligente und inhaltsbasierte Retuschetechniken unterstützt. Überhaupt ist die Retusche – also das Entfernen unerwünschter Bildelemente (Hautunreinheiten, Kratzer…) – ein Schwerpunktthema dieser Software.

Daneben unterstützt Adobe Photoshop Lightroom die sogenannte RAW-Technologie. Diese Technik erlaubt es, die Rohdaten (RAW) von professionellen Spiegelreflex- und Systemkameras in unterschiedliche Szenarien und Stimmungen zu entwickeln. Das RAW-Format ist am ehesten mit dem Negativ aus der, mittlerweile veralteten, Analogfotografie zu vergleichen. Ambitionierte Hobby- und Profifotografen schwören auf diese Technik, da darüber die besten Qualitätsergebnisse zu erzielen sind.

Zusätzlich beinhaltet Adobe Photoshop Lightroom eine Datenbank-basierte Bildverwaltung, die über eine umfangreiche Verschlagwortung und diverse Möglichkeiten verfügt, große Bildmengen mit Stichworten und weiteren, frei definierbaren Feldern zu versehen.

Zusammengefasst betrachtet ist Adobe Photoshop Lightroom vorwiegend für Fotografen ausgelegt, die ihre Aufnahmen professionell und intuitiv verwalten, korrigieren und retuschieren möchten. Die umfassenden Werkzeuge für die Helligkeit-/Kontrast-/ und Farbkorrekturen sind feiner abgestimmt als jene von Adobe Photoshop Elements. Auch die Retusche-Werkzeuge sind professioneller ausgelegt. Abgesehen davon sind auch die Instrumente für die Freistellung von Bildelementen aus ihrem ursprünglichen Hintergrund weitaus präziser.

Wer also viel und überwiegend mit Fotografie zu tun hat und überdies mit RAW-Bilddaten konfrontiert ist, intensivere Retuschen und eine verbesserte Bildkorrektur vornehmen möchte als jene in Adobe Photoshop Elements, für den ist Adobe Photoshop Lightroom eine sehr gute Wahl.  

Für Starter – Adobe Photoshop Elements

Adobe Photoshop Elements ist das kleinste und „schwächste“ Mitglied der Photoshop Familie. Mit Adobe Photoshop Elements ist eine einfache Qualitätskorrektur an vorhandenen Bilddaten möglich. Bereits mit rudimentären Kenntnissen im Bereich der Bildbearbeitung ist Photoshop Elements gut und intuitiv zu bedienen. Dabei setzt Adobe Photoshop Elements auf folgende Strategien:

  • Daten-erhaltende Bildkorrektur
  • Ebenen-basiertes Arbeiten
  • Vordefinierte und visuell anwendbare Einstellungsebenen

Außerdem verfügt Adobe Photoshop Elements über die Möglichkeit, die Daten in alle gängigen Speicherformate zu exportieren bzw. umgekehrt, diese auch zu importieren. Speziell für Nutzer, die eine einfache und intuitive Bildkorrektur im semiprofessionellen Umfeld anstreben, bzw. beispielsweise für den Anwendungsbereich „Office“ und „Internet“ ist Adobe Photoshop Elements ein zuverlässiger und vor allem auch preiswerter Partner.

Adobe Photoshop Vergleich: Bearbeitungsmodus Photoshop Elements

Abb.: Ansicht des Bearbeitungsmodus in Photoshop Elements (Copyright: Adobe Photoshop)

Einschränkungen muss der Anwender im Aufgabengebiet der Bildfreistellungen sowie den Druckerei-spezifischen Aufgaben in Kauf nehmen. Freistellen mit intelligenten, die Kanten eines Bildes selbst erkennenden Funktionen sind damit nicht möglich. Auch der vielzitierte CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Black) Farbraum für die Druckerei-spezifische Reproduktion von Bilddaten wird von Adobe Photoshop Elements nicht unterstützt. Im Bereich der Retusche ist Adobe Photoshop Elements nicht so leistungsfähig wie die großen Geschwister, Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop CC.

Unter dem Strich ist Adobe Photoshop Elements ein durchaus professionelles und schlankes Bildbearbeitungs-Programm, dessen Hunger nach Systemressourcen relativ bescheiden ausfällt.
Neben den Werkzeugen für die Bildbearbeitung verfügt Adobe Photoshop Elements auch über eine kleine, aber feine Bildverwaltungs-Funktion, um das auf dem Rechner vorhandene Bildmaterial übersichtlich und intuitiv zu verwalten.

Hauptanwender für Adobe Photoshop Elements sind Personen, die Bildmaterial für Office Anwendungen und Präsentationen aufbereiten müssen. Ebenso ist dieses Programm für Webdesigner geeignet, deren Anspruch darin liegt, Bilder für die Integration in Webseiten aufzubereiten.

Lizenzen und Co: Wie lassen sich die drei Photoshop-Varianten erwerben?

Stellt man nun alle drei Produkte gegenüber, spiegelt sich der Nutzen eines Programmes im Vergleich zu den weniger umfangreichen Programmvarianten auch im Preis wider. Adobe Photoshop Elements ist bereits für ein geringes Entgelt als zeitlich unbefristete Lizenz zu erwerben. Dagegen sind Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop CC nur im Rahmen eines zeitlich befristeten Software Abos verfügbar, wofür eine jährliche Gebühr fällig wird.

Adobe bietet verschiedene Abovarianten.

Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop CC können über die Adobe Creative Cloud for Teams oder Creative Cloud for Enterprise all Apps, ein mit allen Programmkomponenten aus den Bereichen Grafkdesign, Bildbearbeitung, Webdesign, Animation, Videoschnitt und Audiobearbeitung versehenes Abo, erworben werden. Darüber hinaus stehen die Applikationen auch als Einzelabos, den sogenannten Single Apps, zur Verfügung.

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Artikel vom:
25.07.2017

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Adobe, Photoshop

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