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AWS und VMware: Die neue Cloud-Allianz erwacht.

AWS und VMware: Die neue Cloud-Allianz erwacht. Und die Macht ist stark in ihr.

Die Cloud-Primusse AWS (Amazon Web Services) und VMware drängen nun mit vereinter Power auf den Markt. Was versprechen sich die großen Player davon und was bedeutet die Liaison eigentlich für die Kunden? Wir beleuchten die Hintergründe.

Ein Blogbeitrag von Marco Vogel, Global Director, Strategic Alliances

Neben der EMC (inkl. VMware) Akquisition durch Dell war sicherlich die neue Cloud-Allianz eine der Top-News im Jahr 2016. Die beiden Market Leader im Cloud-Bereich tun sich zusammen, VMware im Private Cloud, AWS im Public Cloud Bereich. Warum aber?  Beide hatten ein Problem – bzw. auf neuamerikanisch eine Challenge. VMware hat sich bisher trotz aller Bemühungen von Microsoft zu großen Teilen in den Rechenzentren der Forbes 1000 – ach sagen wir gleich in den Kunden mit einem größeren Rechenzentrum – behauptet, dazu haben sie sehr gute Channel-Partner, die Kunden aller Couleur ansprechen. AWS wiederum hat Millionen von zahlenden Kunden, größtenteils aus seinem Direktgeschäft. Der kleinste gemeinsame Nenner zwischen AWS und dem Kunden ist die (gedeckte) Kreditkarte und mit diesem Ansatz ist man immerhin fast 3 Mal größer als der nächste Wettbewerber, ein nicht unbekannter Hersteller aus Redmond.

Warum gehen AWS und VMware überhaupt eine Liaison ein?

Die Zukunft sollte golden sein, könnte man meinen. Aber, und das ist für viele konservative deutsche Unternehmen mit IT immer noch etwas Neues: Unternehmen (und das deckt auch öffentliche Einrichtungen ab) denken über Cloud nach. Und Cloud in den nächsten Jahren heißt eben nicht, dass alle Kunden ihre IT morgen in eine Public Cloud á la Microsoft oder AWS werfen – das kann aber durchaus für kleinere Unternehmen eine Option sein, schließlich will beispielsweise  ein Musikinstrumentenbauer Musikinstrumente bauen und seine IT ist nur Mittel zum Zweck.. Die Mehrzahl der Kunden entscheidet sich für eine gesamtheitliche Cloud Strategie- und die beinhaltet in den meisten Fällen eine Mischung aus IT in den eigenen Rechenzentren, evtl. Spezialhostern im Land und einem oder mehreren Mega-Cloud Anbietern – schon bei der Aufzählung wird ersichtlich, dass das Management und damit die Beherrschbarkeit dieses Konstruktes der Dreh- und Angelpunkt ist bzw. wird.

Was bedeutet das für VMware und AWS? VMware kam mit seinem eigenen Public Cloud Offering vCloud Air recht spät zur Party und kämpft mit deren Verbreitung. AWS hat bis vor wenigen Monaten negiert, dass die Kunden noch eigene Rechenzentren brauchen. Dazu gibt es gefühlt bei AWS mehr uniforme Prozesse als Leute und einen Channel, der euphemistisch gesprochen Verbesserungspotential hat. Mit diesem Ansatz ist es unter Umständen schwer, Großkunden ganzheitlich zu durchdringen und sich zur Unternehmenslösung zu mausern. Zusammen aber kombinieren VMware und AWS das Beste aus beiden Welten und haben sicherlich für einige Kopfschmerzen bei dem Hersteller mit den vielen Fenstern und dem sehr niedrigen Marktanteil bei Mobiltelefonen gesorgt.

Welchen Nutzen haben AWS und VMware durch ihre Liebschaft?

Was springt für die beiden raus? VMware bekommt auf einen Schlag Zugang zu einem weltweit verfügbaren und hochskalierbaren Public Cloud Offering für seine Kunden. AWS erhofft sich Zugang zu den Enterprise Kunden von VMware und will diesen neben den VMware-Services auf AWS auch die Eigenprodukte nahebringen. Gleichzeitig bekommen sie Zugang zu den treuen VMware Channel Partnern. Also eigentlich 4x „Win“: AWS, VMware, Partner, Kunde. Läuft also.

Welche Angebote springen für den Kunden heraus?

Aber was gibt‘s überhaupt mit dem neuen Angebot von VMware bei AWS? Eigentlich „nur“ die Funktionalitäten von vCloud Foundation, ein Produkt, das unsere Kunden heute schon für ihr Rechenzentrum als Kauflizenz oder bei IBM Bluemix als Service erwerben können. Gerade startete die Public Beta für das Offering auf VMware‘s hauseigenem vCloud Air. Bei AWS ist das Ganze gerade in Tech Preview und wird voraussichtlich Mitte des Jahres in den ersten Rechenzentren von AWS verfügbar (USA) und über die Preisliste von VMware zu erwerben sein.

Aber das „nur“ ist hier extrem mächtig, es kombiniert nämlich vSphere, vSAN, NSX und einige Management-Funktionen, also in Summe einen Großteil des gesamten VMware SDDC-Stacks. Und das Ganze läuft auf Bare-Metal-Servern der AWS.

Resultat ist eine wirklich hybride IT, bei der sich die Services oder Workloads sicher, performant und compliant über Private und Public Cloud hinweg fortwährend gemäß den aktuellen Anforderungen bewegen und sich selbst optimieren.

Wie gehen Kunden nun am besten vor?

Seitdem die Allianz verkündet wurde, haben sich schon eine Vielzahl von unseren VMware-Kunden gemeldet und fragen nach Einzelheiten. Was empfiehlt COMPAREX als VMware und AWS Partner in diesem Fall? AWS ist eigentlich sekundär, sie stellen das weltweite Backbone. Der Service ist ein VMware-Angebot, d. h. wir empfehlen den Blick auf die Cloud Foundation. Ganz offen gesprochen: Ich kenne noch keine Preiseinzelheiten und Editionsabstufungen, aber Unternehmen, die nur vSphere nutzen, werden evtl. nicht das volle Potential des neuen Service ausschöpfen können – und evtl. zu viel bezahlen oder aber den Preis als zu teuer empfinden. Die Unternehmen, die auf diesen Service warten, sollten sich (falls noch nicht geschehen) mit den Themen virtueller Storage (vSAN) und Netzwerkvirtualisierung (NSX) beschäftigen. COMPAREX ist dafür genauso ein sehr guter Ansprechpartner wie auch für die AWS Services wie z. B. Aurora, Redshift (und die 60 anderen)

Die zusammenfassende Checkliste für unsere COMPAREX Kunden:

  1. Habe ich VMware im Einsatz?
  2. Wenn ja, könnte das Thema für mich interessant sein – also weiter zu Step 3. Wenn nein, dann hoffe ich, dass der Beitrag doch hilfreich für Sie war. Oder Sie denken über den Einsatz von VMware nach…
  3. Haben Sie schon eine Public Cloud Strategie? Die meisten Kunden setzen auf Wettbewerb und setzen zumindest 2 Cloud-Anbieter ein: MS; AWS, VMware, IBM, Google? Sollten VMware und AWS dabei sein, dann wird es langsam wärmer.
  4. Was habe ich von VMware im Einsatz: Neben vSphere noch mehr?
    • Wenn ja, sprechen Sie mit ihren COMPAREX-Ansprechpartnern über die Cloud Foundation?
    • Wenn nein, sprechen Sie mit COMPAREX und VMware über virtuelles Storage und Netzwerke
  5. VMware Cloud Foundation: Schauen Sie sich die Lösung genauer an, der VMware Service auf AWS wird ähnlich strukturiert sein.

Ich freue mich auf 2017!

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Artikel vom:
02.02.2017

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TAGS:
AWS, Cloud Computing, VMware

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