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Backup und Recovery in der Cloud: Das müssen Sie darüber wissen

Backup und Recovery in der Cloud: Das müssen Sie darüber wissen

In deutschen Unternehmen findet aktuell ein Umdenken statt. Vorbehalte bezüglich der Nutzung von Public Cloud- sowie SaaS- Lösungen werden immer mehr abgebaut. Firmen folgen dem Trend zu in der Cloud gehosteten Umgebungen, wie beispielsweise Office 365. Allerdings kursieren viele Ansichten darüber, wer für die Sicherheit der Daten in der Cloud zuständig ist. Häufig wird auch die hohe Verfügbarkeit einer SaaS-Lösung mit einer Datensicherung oder Archivierung verwechselt. Wir räumen auf damit und erklären, was Sie zum Thema Backup und Recovery in der Cloud wissen müssen.

Ein Blogbeitrag von Jacqueline Rambow, Solution Advisor Arcserve

Wer ist für die Datensicherung in der Cloud verantwortlich?

Im Geschäftsalltag werde ich häufig mit folgender Aussage von Kunden konfrontiert:

Backup in der Cloud. Das sagen viele Kunden„In der Cloud sind meine Daten sicher und Backup ist künftig nicht mehr notwendig.“

Schauen wir uns dazu die Tatsachen an: Der Cloud Provider oder SaaS-Anbieter (Software as a Service) stellt im Grunde nur sicher, wie verfügbar die Systeme und Applikationen sind. Seine Verantwortlichkeit liegt ausschließlich im Bereich der Plattform. Der Kunde ist für seine eigenen Daten selbst verantwortlich. Das beinhaltet den Schutz vor Malware, eine sichere Authentifizierung, die Sicherung, Speicherung, Löschung von Daten und vieles mehr.

Backup in der Cloud: Modell der geteilten ZuständigkeitModell der geteilten Zuständigkeit

Machen Sie sich bewusst: Ihre Daten gehören Ihnen! Die Sicherung liegt in Ihrer Verantwortung!

Am Beispiel von Microsoft Office 365 können wir das Thema genauer betrachten. In den vergangenen Jahren sind die Nutzerzahlen weltweit kontinuierlich gestiegen. Auch in Deutschland ist die letzte Hürde der Cloud-Skeptiker weitestgehend genommen, da seit dem Start der Deutschen Cloud zur Bereitstellung von Azure und Office 365 gewährleistet ist, dass die hiesigen Datenschutzrechte eingehalten werden.

Wie verhält es sich mit der Datensicherung bei Office 365?

Microsoft stellt umfangreiche Maßnahmen bereit, um die Sicherheit und sehr hohe Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten, allerdings bietet Office 365 keine Backup-Option, zumindest nicht in der Form, die Administratoren von einer On-Premises-Umgebung kennen. Wir können uns darauf verlassen, dass die Rechte an den eigenen Daten beim jeweiligen Nutzenden verbleiben und Microsoft die Daten nicht für eigene Zwecke nutzt. Das hat die Konsequenz, dass bei manueller Löschung von Daten, bei Widerruf oder Beendigung der Nutzung, die Daten zuverlässig und endgültig gelöscht werden.

Wie können Daten in Office 365 bzw. Exchange Online verloren gehen?

  • Benutzer können den Ordner „Gelöschte Elemente“ löschen (dieser ist für 30 Tage wiederherstellbar, mit Hilfe des MS-Supports weitere 14 Tage).
  • Administratoren können Aufbewahrungszeiträume falsch konfigurieren.
  • Benutzer-Accounts können gehackt und übernommen werden. Anschließend werden Daten gelöscht.
  • Mitarbeiter, die die Firma verlassen, können ihr Mailpostfach bereinigen und absichtlich oder unabsichtlich Daten löschen.

Warum sollten die Daten gesichert werden?

Ein Datenverlust kann gravierende Folgen für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation haben. Er ist teuer, beeinträchtigt Ihre Produktivität, schädigt Ihre Reputation und verursacht Verstöße gegen Compliance-Richtlinien. Ein weiterer Grund ist, dass sich Ihre Mitarbeiter darauf verlassen, dass ihre Outlook-Daten bei Bedarf wiederhergestellt werden können. Und letztendlich ist die Einhaltung der 3-2-1-Regel für Backups ein Klassiker, der auch in modernen Umgebungen Gültigkeit behält. Diese universelle Regel ist eine Art Leitfaden, um das Risiko des Datenverlustes zu minimieren. Sie besagt:

  1. Halten Sie Ihre Daten in 3-facher Kopie zur Verfügung (1 mal im System und 2 Backups)
  2. Sichern Sie Ihre Daten auf 2 verschiedenen Medien (Storage, Tape, NAS, Cloud…)
  3. Verwahren Sie 1 Datensicherung immer außer Haus (Cloud, Offsite-Rechenzentrum, Sicherungsmedium im Bankschließfach)

Backup in der Cloud: 3-2-1-Regel3-2-1-Regel für Backups

Wie können die Daten gesichert werden?

Obwohl Office 365 keine nativen Backup-Optionen bietet, sind folgende Optionen zur Aufbewahrung möglich:

  • Archivierung der Mails ist in bestimmen Office-Plänen verfügbar
  • Klassifizierung von Postfächern als „Litigation Hold“ – auch Legal Hold genannt
  • Speicherung des Mail-Postfachs als PST-Datei (nur jeweils einzeln möglich)

Bitte bedenken Sie, dass alles Genannte im Zweifel nicht compliant ist und auch eine Kostenbetrachtung sowohl für die Archivierung als auch die zugehörige Manpower notwendig ist! Der einzige umfassende Schutz wird durch die Implementierung einer passenden Backup- und Restore-Lösung, wie z.B. Arcserve UDP Office 365, gewährleistet.

Fazit: Behalten Sie die Kontrolle über Ihre ausgelagerten Daten

Auch wenn es auf den ersten Blick so ausschaut, als ob Sie mit einer Verlagerung Ihrer Anwendungen in die Cloud komplett sorgenfrei sind, sind Sie nicht vor Datenverlust geschützt.
Nutzen Sie die Expertise unserer Backup-Hersteller als Spezialisten auf ihrem Gebiet und lassen Sie sich von COMPAREX über die Möglichkeiten der Datensicherung in Cloud-Umgebungen informieren.

Als erste Orientierung haben wir für Sie in unserem Whitepaper alle Informationen zum Arcserve® UDP E-Mail Schutz für Office 365 zusammengetragen. Hier finden Sie alle Features auf einen Blick.

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Lassen Sie sich beraten!

Sie möchten sich persönlich über die Backup- und Recovery-Möglichkeiten in der Cloud beraten lassen?

Kontaktieren Sie uns! Unter der E-Mail-Adresse backup@comparex.de helfen wir Ihnen gern weiter!

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Artikel vom:
22.03.2017

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TAGS:
Backup, Cloud, Datensicherung, Recovery

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