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Wie Sie Bilder rechtssicher nutzen: Ein Experten-Interview

Sie benötigen für die interne und externe Kommunikation Bilder, Grafiken oder Videos? Nutzen Sie dabei schnell mal ein Bild aus dem Internet, ohne dessen Herkunft zu prüfen? Diese Vorgehensweise ist problematisch, da hier das deutsche Urheberrecht zum Schutz geistigen Eigentums ins Spiel kommt. Doch was besagt es genau und welche Konsequenzen kann die Nichteinhaltung der rechtlichen Regelungen haben? Diese und weitere Fragen haben wir Sören Siebert, Rechtsanwalt für Internetrecht sowie Gründer und Betreiber der Plattform eRecht24, gestellt.

Ein Blogbeitrag der COMPAREX Redaktion

Warum das Thema Bild-Nutzung brandaktuell ist

Redaktion: Herr Siebert, warum ist das Thema Nutzung von Bildern überhaupt ein Thema?

Sören Siebert: Das sind vor allem 3 Gründe:

  1. Weil heute keine Webseite mehr ohne Bilder auskommt.
  2. Weil es im Netz Millionen Bilder gibt, die man sich – zumindest technisch – einfach herunterladen kann.
  3. Die rechtliche Seite: Beim Thema Bildrechte und Lizenzen gibt es einige Fallstricke, die teuer werden können. 

Redaktion: Wer sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen?

Sören Siebert: Jeder Webseitenbetreiber, egal ob die Seite privat oder als Unternehmer betrieben wird. Vor allem aber alle Webdesigner und Agenturen, deren Geschäft es ist, Kundenseiten, Werbematerialien usw. zu erstellen. Viele Webdesigner und Agenturen wissen nämlich nicht, dass Sie dafür haften, wenn die Bilder auf den Kundenwebseiten nicht korrekt lizenziert wurden.

Was das Urheberrecht schützt und was es nicht schützt

Redaktion: Wenn ich ein Bild im Internet kaufe, gehört es mir dann?

Sören Siebert: Nein, Sie erwerben rechtlich gesehen ein Nutzungsrecht. Es gibt hier ja kein „Original“, wie man das bei echten Fotos kennt. Sie können aber ein so genanntes ausschließliches Nutzungsrecht erwerben. Dann dürfen nur Sie dieses Bild benutzen.

Redaktion: Was genau ist denn mit dem Urheberrecht geschützt und was im Gegensatz dazu nicht?

Sören Siebert: Das Urheberrecht sagt, der Urheber darf bestimmen. Und zwar alles: Ob ein Bild veröffentlicht wird oder nicht, wo es veröffentlicht wird, wer es benutzen darf und ob das Bild kostenlos benutzt werden darf oder ob für die Bildnutzung bezahlt werden muss. Das Urheberrecht steht immer dem Urheber (Fotografen) zu. Als Designer oder Seitenbetreiber kann ich nie das Urheberrecht an sich erwerben, sondern immer nur bestimmte Nutzungsrechte an einem Bild.

Redaktion: Wenn ein Mitarbeiter eines Unternehmens in seiner Arbeitszeit ein „Werk“ schafft, wie verhält es sich dann mit der Urheberschaft?

Sören Siebert: Da sagt das Urheberrecht, dass dann der Arbeitgeber als Urheber gilt und das Werk verwerten darf. Das gilt so allgemein aber nur für angestellte Mitarbeiter in Arbeits- oder Dienstverhältnissen. Bei freien Mitarbeitern sollte man diese Punkte besser vertraglich regeln.

Redaktion: Stichwort Verwertungsrechte: Was kann ich mit den Fotos, Videos oder anderen Werken eigentlich genau tun?

Sören Siebert: Das hängt davon ab, welche Nutzungs- bzw. Verwertungsrechte Sie als Kunde erworben haben. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. In den meisten Fällen spricht man umgangssprachlich von einer Lizenz. Diese regelt dann, wie Sie ein Bild nutzen dürfen:

Nur Sie oder auch andere?

Auf Webseiten, offline, in sozialen Netzwerken?

In Deutschland oder weltweit?

Zeitlich beschränkt oder für immer?

Mit dem Recht zur Bearbeitung oder nur in Original?

Das passiert, wenn das Urheberrecht verletzt wird

Redaktion: Was können Konsequenzen sein, wenn ich das Urheberrecht des Fotografen verletze?

Sören Siebert: Der Fotograf könnte Sie erst einmal anschreiben und auf die Rechtsverletzung hinweisen. In den meisten Fällen haben die Fotografen oder Bildagenturen dazu aber wenig Lust und Zeit. Dann werden Anwälte beauftragt, die die Rechtsverletzer abmahnen, zur Unterlassung auffordern und Schadensersatz geltend machen.

Redaktion: Wer haftet denn bei der Verletzung des Urheberrechts?

Sören Siebert: Immer erst einmal der, der das Urheberrecht verletzt hat. Wenn also ein Seitenbetreiber ein Bild ohne Lizenz auf seiner Webseite nutzt hatte der Seitenbetreiber. Wenn die Webseite durch eine Agentur oder einen Webdesigner erstellt wurde, haftet der Webdesigner dann aber seinem Kunden gegenüber, wenn er unlizenzierte oder falsch lizenzierte Bilder eingebunden hat. Deswegen ist es gerade für Webdesigner wichtig, auf die richtige Lizenzierung zu achten und dafür einen professionellen Anbieter von Bildern zu wählen.

Wie Sie diese Probleme in der Praxis umgehen können

Wie Sie Bilder rechtssicher nutzen: Adobe Stock

Mit Adobe Stock haben Sie Zugriff auf Millionen von Grafiken, Fotos, Bildern und Videos. Aufgrund der umfangreichen Auswahl finden Sie in Adobe Stock garantiert das perfekte Asset für jedes Kreativprojekt.

Dabei gilt grundsätzlich:

  • Die Nutzung von lizenzierten Werken aus Adobe Stock im ausschließlich werblichen Kontext (Print und Digital) erfordert keine Nennung des Urhebers.
  • Die Nennung des Urhebers ist nur erforderlich, wenn die Werke:
    • im redaktionellen Zusammenhang genutzt werden
    • unbearbeitet in sozialen Netzwerken genutzt werden
  • In Adobe Stock ist eine Garantie zur Schadloshaltung des Kunden enthalten.

Sie wünschen eine individuelle Beratung zu Adobe Stock?

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Artikel vom:
24.05.2017

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