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Mobiles Arbeiten mit Citrix - Private Cloud vs. Rechenzentrum. Ist das eigentlich ein Widerspruch?

Cloud: Das Wort ist in aller Munde und das Thema polarisiert. Doch egal, ob man dafür ist oder vehement dagegen: Die Entscheidung ist längst gefallen, denn eigentlich betreiben viele Unternehmen mit den Lösungen in ihren Rechenzentren schon ein Derivat einer „private Cloud“. Alle, die Citrix Lösungen bereits länger strategisch einsetzen, haben sich schon beim ersten Abdruck des Schlagwortes „Cloud“ in diversen IT Zeitschriften gefragt, was daran jetzt eigentlich so neu ist. Gerade im Hinblick auf moderne Rechenzentren, die schon „Cloud“ Komponenten wie Server- Virtualisierung oder gar Provisioning einsetzen, verschwimmen die Grenzen immer mehr. Aber was ist eine private Cloud eigentlich und was unterscheidet sie vom klassischen Rechenzentrum?

Ein Beitrag von Thomas Rupp.

Citrx LogoDer Hersteller Citrix spielt in modernen IT Infrastrukturen seine Stärken aus, da er über eine breite Produktpalette verfügt, die den Weg von Anwendungen und Daten aus dem Rechenzentrum bis hin zu dem Benutzer begleitet. Dies bietet viele Ansätze sowohl für eine Konsolidierung, wie auch eine Standardisierung der IT, vor allem in heterogenen Netzwerkinfrastrukturen. Im Gegensatz dazu koppeln viele andere Hersteller ihre Produkte miteinander,  sodass z.B. eine VDI Lösung nur mit dem Server- Virtualisierungsprodukt des jeweiligen Herstellers möglich ist.

Citrix weiß um die heterogene Beschaffenheit der Rechenzentren und spielt hier mit den drei großen Marktführern zusammen. So kann man eine Citrix XenDesktop VDI Struktur z.B. auf einer Hyper-V, einer Citrix XenServer oder einer VMware-Landschaft betreiben. Darüber hinaus kann man sogar eine Mischumgebung aus mehreren, verschiedenen Systemen ansteuern. Es macht grundsätzlich aber Sinn, sich für eine Virtualisierungs-Strategie zu entscheiden und diese auch zielgerichtet zu verfolgen. Schulung der Mitarbeiter und Kosten für Wartungsverträge sind zwei der Hauptargumente gegen einen Mischbetrieb. In Migrationsphasen sind solche Konstrukte aber durchaus gängige Praxis.

Alternative Citrix

Citrix RechenzentrumGerade vor einem neuen Rollout lohnt es sich allerdings, die eigene IT Landschaft auf den Prüfstand zu stellen. Möchte man wirklich die Version X eines Betriebssystems über dem Wege einer klassischen Softwareverteilung auf lokale Geräte installieren, gegebenenfalls bei höheren Hardwareanforderungen auch noch neue Speicherupdates oder gar komplett neue PC Systeme beschaffen?

Oder erweitert man eine vielleicht schon vorhandene Citrix Infrastruktur und baut diese strategisch aus? Mit den schon lange am Markt verfügbaren Mitteln kann man so auf einfachem Weg eine „private Cloud“ im Unternehmen realisieren:

Schritt 1: Strategische Ausrichtung der Server-Virtualisierung auf einen Hersteller

Schritt 2:  Reduzierung der physikalischen Systeme gegen 0. Damit ist das Rechenzentrum konsolidiert. Nun kann man mit den Lösungen von Citrix oder anderen Herstellern aus vordefinierten Templates mit ein paar Mausklicks Maschinen erzeugen, wie sie einzelne Abteilungen zum Testen oder aber die IT selber zum Betrieb von weiteren Komponenten benötigt.

Schritt 3: Jetzt kann man die klassische Softwareverteilung auf den Endgeräten mit Terminalservertechnologien und VDI Lösungen wie Citrix XenApp & XenDesktop entlasten und Applikationen sowie Desktops standardisiert im Rechenzentrum bereitstellen.  Word, Excel, Powerpoint, Outlook Mailclients, Groupware, SAP Frontends, etc. werden fortan nicht mehr auf dem PC installiert, sondern im Rechenzentrum zentral betrieben.

Vorteile

Die Bereitstellung neuer oder auch mehrerer verschiedener Versionen auf einem Endgerät ist nun einfach möglich. Gesteigerte Hardwareanforderungen lassen sich zentral im Rechenzentrum umsetzen und auch unterbrechungsfrei durchführen. Sie kompromittieren ab da nicht mehr den jeweiligen Client.

Hat man die Mehrzahl der Systeme vollständig entlastet, kann man innerhalb des nächsten Hardwarezyklus die FAT Clients ggf. durch Thin- oder ZeroClients ersetzen und so die Kosten für Hardware und deren Betrieb reduzieren. Ist ein Client defekt, wird er einfach ausgetauscht. Da die Intelligenz im Rechenzentrum sitzt, ist der Arbeitsplatz innerhalb von Minuten wieder einsatzbereit. Für Nutzer, die mit Notebooks auf Reisen unterwegs sind, kommen offline Technologien wie Citrix XenClient zum Einsatz. Hier arbeitet man mit einem Hypervisor und Systemimages ebenfalls wartungsarm.

Die Citrix Produktwelt ist vielfältig und nicht untrennbar miteinander verbunden. Man kann mit einzelnen Komponenten langsam starten und so das Netzwerk kontinuierlich weiterentwickeln und den aktuellen Gegebenheiten anpassen. 

Citrix Produkte

Fazit: Um die Frage vom Anfang nun zu beantworten: Einer private Cloud ist man oft schon näher als man denkt. Besonders, wenn man sein Rechenzentrum nicht nur räumlich, sondern auch datentechnisch wieder im Griff hat. Es muss nicht immer der große Wurf der Private-, Hybrid- oder Public Cloud sein. Oft reicht es aus, die Daten und Applikationen wieder dahin zurückzuholen wo sie hingehören. In das Rechenzentrum.

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Artikel vom:
17.10.2014

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TAGS:
Citrix, Cloud Computing, Software

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