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Adobe Premiere Pro Videos schneiden

So schneiden Sie Filme wie die Profis mit Adobe Premiere Pro

Mit Premiere Pro, dem Video- und Schnittprogramm von Adobe, können auch Laien und Anfänger professionelle Videodaten bearbeiten, wie sie für Filmproduktionen genutzt werden. Journalist Christian Görzel hat es ausprobiert. Wir haben ihm dabei über die Schulter geschaut.

Ein Beitrag von Christian Kortüm.

Fernsehredakteur, Regisseur von Imagefilmen, Autor von Unternehmens- Publikationen in der Verkehrs- und Energiebranche – Christian Görzel ist ein vielseitiger und viel gefragter Journalist.

Christian Görzel bei der Arbeit mit Premiere Pro
Christian Görzel bei der Arbeit mit Premiere Pro

Mit einer großen Entourage dreht er Imagefilme für namhafte Unternehmen und verlässt sich im Schnitt voll auf Profis. Da konzentriert er sich auf die Inhalte und überlässt einem versierten Cutter die Umsetzung am Computer. So kann Görzel seiner Kreativität vollen Lauf lassen – die technische Seite rückt für ihn in den Hintergrund.

Doch teilweise wird während der Imageproduktionen das Videomaterial für Kunden zum Sichten einzelner Szenen bereitgestellt oder im Nachgang zweitverwertet, zum Beispiel für die interne Unternehmenskommunikation. Dazu ist keine aufwändige Bearbeitung nötig und es wäre zu teuer, die Sequenzen an einem professionellen Schnittplatz mit Cutter schneiden zu lassen. Daher will der Journalist in diesem Bereich dank einfacher Softwarelösungen mehr Arbeit selbst übernehmen.

Aber ist es für einen Laien überhaupt möglich, mit professionellen Videodaten zu arbeiten, die auf XDCAM gedreht sind, einem Broadcast Format, wie es für Fernsehproduktionen verwendet wird?

XDCAM HD Videodaten
XDCAM HD Videodaten

Video-Schnitt mit Adobe Premiere Pro

Ich begleite Christian Görzel bei seinem ersten Schnitt mit Adobe Premiere Pro. Wir treffen uns in seiner Büro-Gemeinschaft in einer großzügigen Altbauetage, Görzel hat einen älteren Laptop mitgebracht: Ein sechs Jahre altes MacBook Pro mit einem 2,05 Ghz Dual Core Prozessor, einer etwas schwachen mobilen Grafikkarte und 4 GB Arbeitsspeicher. „Dank meiner Tätigkeit als Dozent an der Leipziger Universität nutze ich das Adobe Creative Cloud-Komplett-Abo für Schüler, Studenten und Lehrer. So habe ich Zugriff auf alle Programme“, erzählt Görzel. Er startet Premiere Pro und schließt die USB-Festplatte an den Rechner an, auf der die XDCAM-Videodateien liegen. „Ich muss eigentlich nur wissen, welcher Art das Material ist: SD oder HD“, sagt der 50-jährige Journalist. „SD“ steht für Standard und bezeichnet das alte TV-Format mit 720x576 Bildpunkten - eine  Auflösung aus der analogen Zeit. Heute  benutzen die Produktionsgesellschaften den High Definition Standard. Er wird einfach „HD“ genannt und beschreibt eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten.

Das von Görzel gesuchte Material liegt als HD-Auflösung vor und muss nun in einer Art Projektbeschreibung angewählt werden. Nachdem sich Premiere Pro auf dem Computermonitor aufgebaut hat, können alle Daten, Bilder und Informationen angepasst und als individueller Arbeitsbereich abgespeichert werden. Das entscheidende Fenster für den Anfang ist der Media-Browser in der linken unteren Ecke. Sobald Christian Görzel über den Media-Browser zum Material navigiert, erkennt Premiere das „XDCAM-Material“ und zeigt es in einem kleinen Fenster über den einzelnen Clips an. Intuitiv zieht der Redakteur die Clips in die Timeline und ordnet sie beliebig an. Mit der Leertaste kann er an jeder Stelle im Schnittfenster das Video abspielen - und er ist beeindruckt: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Profimaterial mit meinem Rechner so einfach abspielen kann, genial!“

Mit der Werkzeugleiste, ähnlich wie beim Adobe Photoshop, kann der Gelegenheitscutter das Material bewegen, beschneiden und zusammenfügen: „Das geht ganz intuitiv. Wenn ich zwei Clips abgeschnitten habe, entsteht eine Lücke. Ich könnte zwar alles mit der Maus umständlich hin- und herschieben, doch mit einem Klick auf die rechte Taste  öffnet sich ein Drop-Up-Menu und ich wähle einfach Lücke schließen - und alle Clips ergeben wieder eine geschlossene Sequenz.“

Adobe Premiere Pro Arbeitsoberfläche
Adobe Premiere Pro Arbeitsoberfläche

Ausspielen des Materials mit Adobe Media Encoder

Für das so genannte „Ausspiel“ ist der Media Encoder verantwortlich, ein eigenständiges Werkzeug, das mit den Programmen der Adobe Cloud verbunden ist.

Ausspielen mit dem Adobe Media Encoder in HD
Ausspielen mit dem Adobe Media Encoder in HD

Görzel gelangt über die Menüleiste zur Exportfunktion und der Adobe Media Encoder wird automatisch gestartet. Der Filmautor wählt über die gut strukturierte Oberfläche den Ausgabeort und ein Preset für die Kompression, in diesem Fall den Kompressor.

H.264. „H.264 kenne ich als MP4. Dieses Videoformat ist auf fast allen Geräten lesbar“, sagt er. Ein großer Pluspunkt des Adobe Media Encoder ist, dass der Film im Hintergrund weiter gerechnet wird, während der Filmemacher an  seinem  Schnitt weiter arbeiten kann. Der fertige Film wird dann auf  einer  Videoplattform veröffentlicht oder über das Internet versendet. Görzel ist nach seinem ersten Schnitt-Tag sehr zufrieden: „Für mich erleichtert Adobe Premiere die Produktion. Material zum Sichten für meine Kunden erstelle ich jetzt selbst. Das spart Zeit und Geld. Ich brauche keinen professionellen Schnitt zu buchen und die Zeit für den Schnitt kann ich mir frei einteilen.“

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Übrigens: Premiere Pro bekommen Sie als monatliches Abo mit der Creative Cloud (CC) von Adobe. Hier gibt’s alles rund um Features, Neuerungen und Lizenzmodelle.

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Artikel vom:
15.01.2015

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TAGS:
Adobe, Tutorial

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