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Alles was Sie wissen müssen? Trends und Hypes der VMworld 2014.

Lohnt sich ein Besuch der VMworld wirklich? Marco Vogel, COMPAREX Evangelist für alle Fragen rund um Virtualisierung und Cloud, war dabei und sinniert über Sinn und Unsinn des VMware Events. Welche wirklich wichtigen Neuigkeiten er aus Barcelona mitgebracht hat?

Ein Beitrag von Marco Vogel

VMworld Europe 2014 – mittlerweile die 7. Edition. Nach kurzem Nachfragen in meinem COMPAREX Team habe ich festgestellt, dass ich tatsächlich bei jedem Event dabei war. Was sagt mir das: Ich mach das schon zu lange? Hat sich das gelohnt? Muss man wirklich jedes Jahr dabei sein?

Typische Sales-Antwort: „VMware! Barcelona! Tausende von Kunden und Partnern! Keine Frage! Packt die Koffer, olé!“. Aber auch mit Rückblick auf die vergangenen Events dieser Art und das US-Vorevent kommt man ganz klar zu dem Resultat: „Klar muss man hin.“ Außerdem gilt wie immer: Dabei zu sein ist besser, als beinah dabei gewesen zu sein!

VMworld 2014 Messehalle

Fakt ist, dass VMware als einer von wenigen Herstellern der Branche sein Europa-Event nicht nur aufrechterhalten hat, sondern teilnehmerseitig auch noch ausbauen konnte. Bei der ersten Edition kamen um die 4.000 Leute, diesmal sogar 8.500. Und im Herbst gibt es kaum direkte Konkurrenz-Events.

Ist es also DAS selbsternannte Branchenevent für Virtualisierung, Cloud …? Wenn ich unsere zahlreichen Kunden sehe, die jährlich dorthin pilgern (Industrie, Service Provider und Öffentlicher Dienst), aber auch die Anzahl der VMware Partner betrachte, die dort vertreten sind, dann scheint es jedenfalls so. Beeindruckend ist auch der Ausstellungsbereich, die Solution Exchange Area der VMworld. VMware hat ein mehr als umfangreiches Öko-System von Spezialanbietern, auch wenn der Hersteller VMware mit neuen Versionen auch mal Nischen der Anbieter übernimmt. Und die vermeintlich Großen der Branche wie Dell, EMC, Netapp, HP, Citrix, Symantec etc. sind ebenfalls dort vertreten.

VMworld 2014 Vortrag

Fassen wir kurz für die Schachtelsatzverächter zusammen: Wenn man sich mit Cloud in allen Ausprägungsstufen, Virtualisierung, Automatisierung, Infrastruktur- oder auch Security- / Storage- und Netzwerkthemen, aber auch den Herausforderungen im End-User Computing auseinandersetzen muss, lohnt sich ein Besuch definitiv.

Was muss man mitgenommen haben aus Barcelona?

Zunächst am Rande die tolle VMworld-Atmosphäre: Barcelona, 20 Grad, VMworld nicht nur im Kongress-Center sondern auch Meetings und Veranstaltungen in der Stadt mit typisch spanischem Flair – unbezahlbar! Zum fachlichen Teil auch viel Erfreuliches - VMware bleibt stringent bei seinen Fokus-Themen und baut sein Lösungsportfolio kontinuierlich aus:

  1. Das Software-Defined-Datacenter… nimmt Fahrt auf. Das Flaggschiff vSphere 6 nähert sich langsam und liegt bereits in der Beta-Version vor. Long Distance vMotion über mehrere vCenter Server soll kommen, genauso wie Fault Tolerance for Multicore CPUs. Die Automatisierungs-, Compliance und teilweise Management-Tools bzw. -Suites wurden umbenannt und treten jetzt unter „vRealize“ auf – immer gern genommen, um die Produkte wieder mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, aber nicht unbedingt notwendig. Was häufig untergeht ist die Tatsache, dass sich eine VMware im Automatisierungsumfeld durchaus auch Fremd-Hypervisor geöffnet hat. Spannend wird es bei den neuen angekündigten Verbesserungen im Bereich Netzwerk- (NSX) und Storage- (vSAN) Virtualisierung – beide haben die Chance, zukünftige Hype-Themen zu werden.

  2. End User Computing – Der Dreikampf VMware, Citrix und Microsoft geht in die nächste Runde. VMware hat hier kräftig nachgelegt. Natürlich wirbt VMware mit seinen Stärken im Rechenzentrum und gibt sonst teuer bezahlte Produkte wie vSphere, vCenter Ops (jetzt vRealize Operations), vSAN etc. bei bestimmten Bundles „kostenfrei“ dazu. Aber auch darüber hinaus ist man seitens VMware jetzt in der Lage, nahezu jeden Anwendungsfall abzudecken. Virtuelle Desktops und Applikationen sowie die Image/Layer-Technologie kannte man bereits. Die Einbindung von (Citrix-)Terminalserver ist auch nicht mehr ganz neu. Die Anfang des Jahres akquirierte Produktpalette von AirWatch deckt zuverlässig die nahezu unerschöpflichen Herausforderungen im Mobile Device-/Content/Application Management-Umfeld ab: Herauszuheben sind sicherlich die Themen „Sicheres Filesharing“ á la „Dropbox als Enterprise-Lösung“ sowie die riesige und sofortige Unterstützung unzähliger Endgeräte und mobiler Betriebssysteme. Brandneu ist besonders die Akquisition von Cloud Volumes – jetzt App Volumes. Dieses Produkt bietet einen neuen charmanten Weg, dem End User neue Applikationen in Echtzeit in virtuellen Desktops bereitzustellen: Und das mit integriertem Lizenzmanagement. Schlussendlich mein persönliches Highlight: Horizon Flex. Auch wenn nur eine Ankündigung erfolgte, scheint es so, dass das alte und meistunterschätzte VMware ACE Produkt sein Revival feiert.

  3. Kommen wir zu vCloud Air, das Hybrid-Cloud Offering von VMware, also quasi der Gegenentwurf zu Microsoft Azure, aber vor allem Amazons AWS. Der Weg dorthin ist erstaunlich simpel, der Weg heraus im Gegensatz zu Microsoft auch. Als Konsument braucht man eigentlich nur einen Browser. Wenn man ein eigenes Rechenzentrum hat, ist vSphere der kleinste gemeinsame Nenner. Also warum funktionierte das ganze Konstrukt in Deutschland nicht? Weil die NSA ganze Arbeit geleistet hat. Deutsche Kunden sind recht unwillig, ihre Daten aus Deutschland herauszugeben. VMware hatte bisher in EMEA nur Rechenzentren in UK. Auf der VMworld Europe kam jetzt die seit langem erwartete Ankündigung, dass in Deutschland im ersten Quartal 2015 ein Rechenzentrum seinen Dienst aufnehmen wird.

Welche Neuigkeiten gibt es außerdem? VMware als amerikanisches Unternehmen legt kontinuierlich mehr Wert auf die Compliance bei den Kunden in Sachen VMware Lizenzierung. Hier sollten die Kunden frühzeitig reagieren, um lästigen Fragen vorzubeugen – COMPAREX ist hier mit Sicherheit einer der besten Berater in der Branche. Aber auch beim Thema Hyperconverged Systems, was plötzlich überall lauert, tut sich was. EVO Rail wurde von VMware bereits bei einer Veranstaltung in San Francisco vorgestellt. Hier handelt es sich um Hyper Converged Systems mit Software Defined Storage (vSAN) – und Server Komponenten von verschiedenen Herstellern wie Dell, EMC, HP etc.

VMworld 2014 VMware Messestand

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ein Besuch der VMworld lohnt sich in jedem Fall. Rundum eine gelungene Veranstaltung! Auch nächstes Jahr bin ich gern dabei. Übrigens wieder in Barcelona. Wir sehen uns!

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Artikel vom:
07.11.2014

geschrieben von:

TAGS:
Cloud, Software, Veranstaltung, Virtualisierung, VMware

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Kommentare

  • Christian Mrotzek kommentierte vor 2 Jahren
    Vielen Dank für das Review =)

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