Skype for Business in Teams

Sie fahren Ihren PKW abends in die Garage und schließen das Tor. Am nächsten Morgen öffnen Sie das Tor wieder und – finden einen Lieferwagen vor! Eine ähnliche Erfahrung könnten bald manche Microsoft Skype for Business Kunden machen, wenn sie morgens die Rechner hochfahren und entdecken, dass aus ihrem Kommunikations-Tool Skype for Business quasi über Nacht die Kollaborationslösung Teams geworden ist. Des Rätsels Lösung: Microsoft hat Skype for Business in Teams integriert – dies wurde auch kommuniziert. Nicht jedoch, dass Microsoft, neben dem Angebot verschiedener Upgrade-Pfade, bestimmte Kundengruppen automatisch auf Teams umstellt, ohne dies dem einzelnen Kunden vorher unbedingt bekannt zu geben! Die Skype for Business-Teams Thematik wirft Fragen auf. COMPAREX hat viele davon bereits geklärt.

Ein Artikel von der COMPAREX Redaktion

Mehrwert oder Problem?

Automatisch oder selbst angestoßen: Ist das Update ein Mehrwert – oder eine problematische Angelegenheit? Denn, um im Bild zu bleiben, vielleicht ist der Lieferwagen ja durchaus erwünscht – aber so breit, dass in der engen Garage die Türen nicht aufgehen und niemand einsteigen kann. Welche Risiken drohen und welcher Weg in Teams ist für welches Unternehmen der ideale? Nur ein Stichwort: Hybrid-Lösungen. Aber folgen wir der Reise von Skype for Business in Teams der Reihe nach.

Auf der „Ignite“ Konferenz im September 2017 hatte Microsoft bekannt gegeben, dass das Kommunikations-Tool Skype for Business in die Kollaborationslösung Teams integriert werden soll. Im Juni 2018 folgte die Meldung, dass die Integration abgeschlossen ist.

Wie wird aus Skype for Business Teams?

Wie aber geht das Upgrade von Skype for Business auf Teams konkret vor sich? Microsoft sieht diese drei Möglichkeiten:

  • Das Kunden-Selbst-Upgrade: Hier upgraden die IT Admins der Kunden ihre User auf Microsoft Teams.
  • Das Dienstleister-Upgrade: Hier übernimmt ein autorisierter Microsoft Partner das Upgrade der Tenants und/oder der User im Auftrag des Kunden.
  • Dazu kommt eine dritte Möglichkeit. Microsoft bietet den Kunden/Tenants mit weniger als 500 Usern ein automatisches Upgrade über einen so genannten „automatisierten Prozess“ an. Gemeint ist damit die im Cloud-Nutzungsvertrag enthaltene Einwilligung, regelmäßige Updates zu erhalten, ohne diesen Wunsch jedes Mal individuell bestätigen zu müssen. Das wäre die bei weitem größte Kundengruppe – und genau hier ergeben sich auch die meisten Fragen.

Der Fahrplan von Microsoft sieht wie folgt aus:
Ab Oktober erfolgt ein automatisches Upgrade von Tenants ohne Usage. Ebenfalls im Oktober wird Microsoft freiwillige Test-Tenants upgraden und ab November dann alle Tenants mit 500 Usern. Tenants mit mehr als 500 Usern sind bei Microsoft vorerst nicht auf dem Plan.

Weitere interessante Details

Kontakte

Kontakte – wie Skype for Business-Clienteinstellungen oder Buddy-Lists – werden von Skype in Teams migriert. Externe oder angebundene Partner-Kontakte (Federation) werden zwar ebenfalls migriert, (aktuell) aber nicht im Client angezeigt. Skype Consumer-Kontakte werden nicht angezeigt, da dies in Teams nicht unterstützt wird. Der Skype for Business Client kann zukünftig weiter für Meetings genutzt werden; Kunden können damit jedoch keine Chats / Anrufe initiieren oder auf ihre Kontakte zugreifen.

Funktionen/Features

Microsoft hat eine Reihe von Funktionen in Teams hinzugefügt, die mit Skype in Verbindung stehen. Diese werden hier gezeigt: https://aka.ms/skype2teamsroadmap. Kunden werden jedoch nicht jede einzelne Funktion von Skype for Business in Teams wiederfinden, da Teams bei Microsoft als eine Weiterentwicklung dessen gesehen wird, was Skype bieten konnte. Microsoft ist sich jedoch darüber klar, dass bestimmte weitere Funktionen noch gewünscht werden und wird entsprechende Anforderungen mit Hilfe von UserVoice priorisieren.

Conversation History

Darüber hinaus wird empfohlen, die Conversation History im Outlook-Client vor einem Update zu speichern. Falls dies bereits entsprechend konfiguriert wurde, muss dann zwar nicht unbedingt gespeichert, möglicherweise aber dennoch validiert werden. Microsoft arbeitet gerade daran, die Clients so zu aktualisieren, dass Kunden den Konversationsverlauf auch nach dem Upgrade auf Teams sehen können. In dieser Hinsicht wird den Kunden empfohlen, sich mit Hilfe des Service Desk-Handbuchs zu informieren.

Hybrid, Exchange und Teams

Gegenwärtig sind automatische Upgrades für Hybrid Szenarien nicht vorgesehen: Microsoft empfiehlt dringend, hinsichtlich dieser Thematik einen autorisierten Partner zu konsultieren. Siehe auch https://aka.ms/SkypeToTeams. Ebenso gibt es ein Referenzdokument, das darüber informiert, was zu beachten ist, wenn Exchange und Teams verbunden werden sollen: https://docs.microsoft.com/en-us/MicrosoftTeams/exchange-teams-interact

Zeitrahmen

Bitte beachten Sie: Wenn ein Rollback erforderlich ist, muss dies über den Microsoft Support durchgeführt werden. Es ist auch möglich, die Migration zu verhindern oder auszuschließen. Kunden können die Migration aktuell um bis zu 30 Tage verzögern. Ein genaues Datum, zu der die Tenants migriert sein müssen, ist zurzeit allerdings noch nicht festgelegt worden.

Policies

In Teams werden die gleichen selbst anpassbaren Richtlinien verfügbar sein, wie sie schon aus Skype for Business bekannt sind, wie zum Beispiel die CsClientPolicy oder die CsConferencingPolicy.

Sollten Kunden eine Verbindung mit Enterprise-VoIP / PBX-Systemen in Betracht ziehen, empfiehlt Microsoft dringend, einen autorisierten Partner zu konsultieren, da Enterprise-VoIP keine automatischen Upgrades ermöglicht: https://aka.ms/SkypeToTeams. Gleiches gilt für CCE: CCE ist für automatisierte Upgrades nicht verfügbar. Microsoft empfiehlt auch hier dringend, sich an einen autorisierten Partner zu wenden und sich zu informieren.

Die Skype for Business Experten der COMPAREX unterstützen Sie gern bei der Umsetzung.

Wien, 24.10.2018

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Herbert Van Sintemaartensdijk

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