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"Heute ist morgen schon gestern!"

Besser lässt sich die IT-Welt kaum beschreiben. Was heute noch als ultimative Neuheit daherkommt, hat morgen vielleicht schon wieder ausgedient. Trotz dieser Schnelllebigkeit wagen mutige Pioniere immer mal wieder einen Blick in die Zukunft der IT-Branche. COMPAREX Mitarbeiterin Marina K. hat sich auf die Suche nach den spannendsten IT-Prognosen der letzten 20 Jahre gemacht.

Im letzten Jahr haben mich all meine Freunde verlassen. Das dachte ich zumindest. Ich bekam plötzlich keine einzige SMS mehr. Kein kurzes "Hey, wie geht’s denn so?" oder ein "Lust auf Weinchen beim Lieblingsitaliener?" Ich war am Boden zerstört. Was hatte ich nur getan, um derart ins Aus gestellt zu werden.

Die Antwort: Gar nichts! Genau darin lag das Problem. Meine Freunde hatten einfach nach und nach ihre Handys durch Smartphones ersetzt. Dienste wie Whatsapp, Telegram oder Hangouts eröffneten ganz andere Welten der schnellen Kommunikation und die gute alte SMS hatte ausgedient. Ich als Besitzerin eines altertümlichen Tastentelefons blieb außen vor und musste allein Wein trinken gehen.

Mein "intimer" Computer

Mit meinem Smartphone bin ich nun wieder up to date und habe wohl seit einem halben Jahr keine SMS mehr versendet. Dafür bin ich nun ständig drahtlos mit dem Rest der Welt verbunden. Moment mal – ein unscheinbarer, aber leistungsfähiger elektronischer Begleiter, der uns ständig drahtlos mit dem Rest der Welt verbindet? Genau das hatte Alan Kay, Mitbegründer des Xerox Palo Alto Research Centers, vor 20 Jahren in einem Interview mit der "Computerwoche" vorausgesagt. Kay nannte seine Vision damals einen „intimen“ Computer.

Visionen von damals – Realitäten von heute

Nicht nur Alan Kay sollte mit seiner Vision Recht behalten. Als die "Computerwoche" 1994 ihr 20-jähriges Bestehen mit einer über 500 Seiten dicken Print-Sonderausgabe feierte, zitierte sie darin auch diesen Visionär:

"Wir wollen bei den Unternehmen die anerkannte Alternative zu Microsoft werden. Irgendjemand muss diese Aufgabe schließlich übernehmen."

Der Name des Goliaths wird genannt – wer aber war dieser David? Die angekündigte Alternative hieß damals noch Next und wurde erst zwei Jahre später, im Jahre 1996, von Apple übernommen. Die Prognose von Steve Jobs (Sie haben ihn natürlich sofort erkannt, oder?!) sollte sich bewahrheiten. Im Laufe der nächsten Jahre avancierte Apple zu einer echten Innovationsschmiede. Mit Next-Entwicklungen wie WebObjects, welches die technische Basis für die Entwicklung von iTunes legte, oder dem Display Postscript, welches ein echtes WYSIWYG-Konzept erst möglich machte, wurde Apple tatsächlich zum schärfsten Konkurrent von Microsoft.

IT-Prognosen im Realitätscheck

Heute, 2014, feiert die "Computerwoche" ihren 40. Geburtstag. Grund genug für die CW-Redakteure, die gewagtesten IT-Prognosen von vor 20 Jahren einem Realitätscheck zu unterziehen. Was wurde aus der Vision vom virtuellen Schmecken oder digitalisierten Düften? Gibt es das papierlose Büro schon? Lesen Sie hier, was aus den IT-Prognosen von einst wurde.

P.S. Wussten Sie, welches das in der Computerwoche am meisten genannte Unternehmen ist? Kleiner Hinweis – es ist nicht COMPAREX. Die Antwort finden Sie hier.

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Artikel vom:
02.09.2014

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IT-Branche

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