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Künstliche Intelligenz: Das Top-IT-Thema 2019?

„Ihre Bestellung bitte?!“ Der Lautsprecher scheppert fast unverständlich, aber aus Erfahrung kennen wir die Frage ja eh. Es ist halb zwei. Der Vormittag beim Kunden war zwar überaus erfolgreich, aber auch sehr anstrengend. Den beiden Kollegen aus dem COMPAREX Vertrieb und mir hängt der Magen auf den Knien. Also vor der Rückfahrt noch eben zum Autoschalter eines Schnellrestaurants. Wir drei brüllen in ebenso vielen Sekunden 15 Produktnamen in das Mikrofon. „War das alles?“, quakt der Lautsprecher? „Ja!“, ruft COMPAREX im Chor. „Wollen Sie das Ganze vielleicht als Menüs?“, scheppert es erneut, „Das ist eventuell billiger!“

Unser Fahrer stöhnt leise. Ihn macht die letzte Frage nicht wirklich glücklich, weil er fürchtet, nun noch einige Rechen-Minuten länger von seinen Hunger-Fantasien gequält zu werden. „Das ist jetzt übrigens ganz klar ein typischer Fall für künstliche Intelligenz!“, bemerkt er, etwas leiser und nur zu uns. 

Ein Blogbeitrag von Achim Herber, Executive Vice President Central Europe (Germany, Austria, Switzerland)

Künstliche Intelligenz! Das ist das Stichwort. Künstliche Intelligenz, kurz KI, oder im Englischen Artificial Intelligence, kurz AI, wird trotz grundsätzlicher Diskussionen und nach der Klärung zum Beispiel ethischer Fragen oder Problemen der Datensicherheit in allernächster Zukunft noch mehr Raum einnehmen. Damit ist KI für mich ganz klar eins der großen Themen, das nicht nur in 2019, sondern auch in den Jahren darüber hinaus gerade auch die IT bestimmen wird.

Bereits jetzt werden wir vor allem im Bereich der technologischen Industrie immer häufiger mit den Begriffen „Deep Learning“, „Machine Learning“ oder „Chatbots“ konfrontiert. Diese und viele weitere Teilgebiete künstlicher Intelligenz werden dort immer bedeutungsvoller. Aber nicht nur Unternehmen können KI zu ihrem Vorteil einsetzen - auch im Alltag werden KI-Anwendungen immer selbstverständlicher werden. 

Lernen, Schlussfolgerung und Selbstkorrektur

Wie funktioniert das? KI kann menschliches Handeln simulieren und ergänzen. Das umfasst die Prozesse Lernen, Schlussfolgerung und Selbstkorrektur. Mithilfe von Datenanalyse kann KI beispielsweise Muster in Daten schneller und effizienter erkennen als Menschen, aus diesen Schlussfolgerungen ziehen und anschließend immer wieder optimieren. Das Ziel der künstlichen Intelligenz ist es, Entscheidungen auf Grundlage der erhobenen Daten zu treffen. So weit wie der Begriff an dieser Stelle gefasst wird, so vielfältig sind auch die Anwendungsbereiche von KI.

So ist ihr Einsatz zum Beispiel in der Diagnostik des Gesundheitswesens, bei der Benotung im Bildungswesen oder im juristischen Bereich denkbar, um bestimmte Prozesse zu erleichtern und zu beschleunigen. Nochmals, wie oben schon gesagt: Nach der Klärung ethischer Fragen und solcher der Datensicherheit. 

Maschinelles Lernen zur Optimierung von Arbeitsprozessen

Ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz ist das maschinelle Lernen, mit dessen Hilfe neues Wissen über ein künstliches System erworben werden kann. Ähnlich dem Lernprozess eines Menschen kann ein Computer aus analysierten Daten eigenständig Wissen generieren und somit bis dato unbekannte Probleme lösen. Damit die Software Lösungskonzepte entwickeln kann, ist das Agieren des Menschen im Vorhinein notwendig. So müssen die Datenbestände und Algorithmen eingepflegt werden sowie Analyse-Regeln definiert werden. Mit diesen Arbeitsschritten wird es der Maschine dann erleichtert, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Maschinelles Lernen wird unter anderem für die Bild- und Gesichtserkennung, automatische Empfehlungen (beispielsweise Produktempfehlungen in Onlineshops) oder das Erkennen von Spam-Mails und die damit zusammenhängende Entwicklung passender Spam-Filter verwendet. 

Alltagserleichterung durch Deep Learning

Als einen Aspekt des maschinellen Lernens betrachtet man das sogenannte Deep Learning. Hier übernimmt der Computer die komplette Analyse der vom Menschen bereitgestellten Informationen und Daten. Anschließend kann die Maschine selbstständige Entscheidungen treffen und diese immer wieder hinterfragen und optimieren, ohne dass der Mensch eingreift. Deep Learning kann überall angewendet werden, wo große Datenmengen nach bestimmten Mustern untersucht werden können. Besondere Bedeutung hat es für die Gesichts-, Objekt- oder Spracherkennung sowie für das autonome Fahren und die erweiterte künstliche Intelligenz in Computerspielen. Sprachassistenten, wie beispielsweise „Cortana“ von Microsoft, sind bekannte Beispiele für das Deep Learning. 

In welcher Form auch immer: Künstliche Intelligenz mit all ihren Anwendungsmöglichkeiten – den bekannten und vor allem denen, mit denen wir noch gar nicht rechnen - ist mein Top-Thema für 2019.

Zurück zum oben beschriebenen Restaurantbesuch. Selbst wenn KI an dieser Stelle ein ideales Einsatzgebiet sein könnte - hinter diesem Lautsprecher verbarg sich an diesem Tag immer noch ein Mensch. Und zudem einer, der seinen Job perfekt beherrschte! In wenigen Sekunden waren Burger, Pommes und Co in Menüs sortiert: Insgesamt zahlten wir am Ende einige Euro weniger als für die Einzelprodukte. Zusätzlich bekam jeder auch noch ein Getränk! Und am nächsten Fenster gab es – vollkommen gratis – zum „Guten Appetit“ sogar noch ein freundliches Lächeln. Mahlzeit.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und erfolgreiches Jahr 2019!

 

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Artikel vom:
20.12.2018

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Künstliche Intelligenz, Trends

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