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Geballte Expertise zu Open-Source-Technologien auf dem Red Hat Summit 2018 in San Francisco (Header)

Geballte Expertise zu Open-Source-Technologien auf dem Red Hat Summit 2018 in San Francisco

Ob Cloud Computing, Virtualisierung oder Storage: Auf dem Red Hat Summit gibt es jedes Jahr geballtes Know-how zu den neuesten Trends und Innovationen im Open-Source-Bereich. 2018 war auch ein COMPAREX Kollege vor Ort in San Francisco. In diesem Beitrag berichtet er in einer Art Reisetagebuch über seine beeindruckenden Erlebnisse.

Ein Blogbeitrag von Michael Heß, Business Development Manager Red Hat

Der Red Hat Summit findet einmal im Jahr abwechselnd in den Städten Boston und San Francisco statt. Red Hat selbst beschreibt den Summit als Open Source Technology Event rund um die neuesten Innovationen in den Bereichen Cloud Computing, Betriebssystem-Technologien, Virtualisierung, Middleware, Storage und System Management. Er dient vor allem als Plattform für den Erfahrungsaustausch und Netzwerken zwischen Kunden, Red Hat Partnern, Red Hat selbst sowie weiteren Playern im Bereich Open Source. Um nur einige zu nennen: Microsoft, Lenovo, IBM, Google, Intel, HPE – Hersteller, die ich nicht unbedingt auf einem derartigen Event vermutet hätte.

In zahlreichen Keynotes und Breakout-Sessions, Hands-on Labs und Workshops können Teilnehmer ihre Programmierkenntnisse auffrischen, sich über Chancen bei der Nutzung von Open Source Software informieren oder konkrete Produkte detailliert kennenlernen.

Neben neuem oder aufgefrischtem Wissen zum Thema verlassen die meisten Teilnehmer die Veranstaltung mit dem guten Gefühl, Teil der riesigen Open-Source-Community zu sein – eine Community, deren Teil auch COMPAREX ist. Die hohe Relevanz des Themas, die sich mir täglich in zahlreichen Anfragen seitens der Kunden bestätigt, hat COMPAREX im März 2018 dazu veranlasst, mit meiner Person einen Business Development Manager für Red Hat zu etablieren. Als „Frischling“ durfte ich dann gleich am Event des Jahres teilnehmen und möchte Sie an dieser Stelle an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen.

San Fransciso und die Open-Source-Community rufen

Tag 1 – 06.05.2018
10:50 Uhr geht es los mit dem A380 von Frankfurt/Main nach San Francisco. Der erste Eindruck von den USA ist unbeschreiblich. Kaum angekommen im Hotel wage ich schon die ersten Schritte durch die Stadt. Ich erblicke zum ersten Mal Alcatraz, Golden Gate Bridge, Fischermans Wharf, alles noch aus der Ferne.

Red Hat Summit 2018 in San Francsico (Bild: Michael Heß)

Abb. 1: Der Red Hat Summit 2018 ruft nach San Francsico. (Bild: Michael Heß)

Tag 2 – 07.05.2018
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Kurz nach 7 Uhr geht es los. Ich hole meinen persönlichen Badge im Moscone Center West, denn 8:30 Uhr ist der inoffizielle Start des Summits – das OpenShift Commons Gathering. Worum geht es hier? OpenShift, Container und DevOps sind die Schlagwörter der Zukunft. Einige Kunden (u.a. Barclays Bank, DHL, Lufthansa und Daimler) sind dort bereits angekommen und nutzen die Lösungen.

Viele Vorträge des Tages sind geprägt von Erfolgsstorys der Kunden und dem Weg, den sie gehen mussten, um ihre Vision in die Tat umzusetzen. Bei all den Vorträgen wird deutlich, dass die modernste Technologie nichts nützt, wenn es nicht auch einen kulturellen Wandel in den Unternehmen gibt.

Der Red Hat Summit startet: Geballtes Open-Source-Technologie-Wissen an einem Ort

Tag 3 – 08.05.2018
Der Tag der Tage – Der Summit beginnt und steht dieses Jahr unter dem Motto: „Ideas worth Exploring“. Aufgeteilt auf drei verschiedene Standorte ist der Summit wirklich riesig. Bis zu 8.000 Teilnehmer werden dieses Jahr erwartet und das merkt man auch. Es wird voll bei der ersten Keynote. Als erstes kommt CEO Jim Whitehurst unter tobendem Applaus auf die Bühne. Er spricht davon, dass immer mehr Unternehmen weltweit das Potenzial von Open Source erkennen, um die eigenen Herausforderungen im Bereich der digitalen Transformation zu meistern. Er unterstreicht, dass es keine pauschalen Lösungen gibt, die einfach gekauft werden können. Es muss ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfinden. Auch Red Hat hat nicht die Antwort auf alle Herausforderungen, sieht sich vielmehr als Katalysator, der den Transformationsprozess von Unternehmen begleitet.

Red Hat Summit 2018: Open Technology Built For Change (Bild: Michael Heß)

Abb. 2: Red Hat Summit: Open Technology Built For Change (Bild: Michael Heß)

Nach ein paar technischen Spielereien kommt Dietmar Fauser von Amadeus auf die Bühne – der Referenzkunde schlechthin in Sachen Red Hat OpenShift. Seit etwas mehr als drei Jahren setzt Amadeus OpenShift erfolgreich ein. Die Transparenz im OpenShift-Code ermöglicht es den Ingenieuren von Amadeus, Anpassungen an ihren Middleware-Anwendungen unkompliziert in die OpenShift-Plattform zu integrieren und zu überwachen. Amadeus nutzt ebenfalls die automatisierten Wiederherstellungs-, Skalierungs- und Kapazitätsplanungsfunktionen von OpenShift, um Anwendungen bei Bedarf neu zu implementieren und reduziert damit den Verwaltungsaufwand für seine IT-Infrastruktur erheblich. Eine wirklich beeindruckende Präsentation.

Nach der Keynote nehme ich am Workshop “LEGO Labs – experience an Open Innovation Labs residency” teil. Lego spielt zwar eine Rolle, jedoch geht es im Großen und Ganzen um agile Softwareentwicklung. Wir spielen Softwareentwickler und versuchen, ein Großprojekt aus Legosteinen zu erschaffen. Das in der Softwareentwicklung noch häufig anzutreffende Wasserfallmodell kommt nicht zum Tragen, Trial and error ist angesagt.

Softwareentwicklung mal anders auf dem Red Hat Summit 2018: Ein Großprojekt aus Legosteinen (Bild: Michael Heß)

Abb. 3: Softwareentwicklung mal anders: Ein Großprojekt aus Legosteinen (Bild: Michael Heß)

Nächste Station ist das Hands-on Lab „Getting started with Red Hat Ansible Tower”. Nach einer kurzen Erläuterung, was Ansible Tower ist, geht es los. Es wird kommandozeilenlastig mit kurzen Ausflügen auf die grafische Oberfläche von Ansible Tower. Dann folgen Aufgaben, die fast jeder Administrator erledigen muss, damit Ansible auch effizient genutzt wird. Ich erstelle User, teile diesen Rechte zu und das Wichtigste bei Ansible: Ich erstelle eigene Playbooks, mit denen ich die Automatisierung meines Systems steuern kann. Mithilfe meines Labguides kann ich erste Erfolge erzielen, ich lasse automatisch neue User erstellen und frage automatisiert nach dem Status meiner Systeme. Leider vergeht die Zeit wie im Flug und ich schaffe nicht alles. Jedoch konnte ich meine doch sehr rudimentären Linux-Kenntnisse auffrischen.

Motiviert geht‘s zum letzten Workshop an diesem Tag - Red Hat Satellite 6 power user tips und tricks“. Thomas Cameron, Senior Principal Technical Marketing Manager Product Portfolio Management bei Red Hat, erklärt uns, welche Schritte notwendig und vor allem richtig sind, um einen Red Hat Satellite Server aufzusetzen, der das Managen aller vorhandenen RHEL-Systeme im Unternehmen übernimmt. Und tatsächlich: Nach nur 45 Minuten ist ein Red Hat Satellite Server aufgesetzt.

So, das war es für den Tag. Die Open Source Luft. Sie ist ansteckend und verlockend. Erschöpft, aber zufrieden geht es für mich zurück ins Hotel.

Tag 4 – 09.05.2018
Mittwoch habe ich mir vorgenommen, San Francisco zu erkunden. Also schwinge ich mich kurz nach 7:00 auf ein Fahrrad, das es an jeder Ecke auszuleihen gibt. Es geht zuerst nochmal an den Hafen. Es folgen Alcatraz und die Bay Bridge, nach 40 Minuten kommt die Golden Gate Bridge in Sichtweite.

Die Golden Gate Bridge in San Fransicso zum Red Hat Summit 2018 (Bild: Michael Heß)

Abb. 4: In San Fransico darf auch ein Blick auf die Golden Gate Bridge nicht fehlen. (Bild: Michael Heß)

Doch Wolken und Nebel sind aufgezogen und die Brücke ist kaum noch zu erkennen. Auf meinem Weg zurück zum Veranstaltungsort bekomme ich noch viel Sehenswertes zu Gesicht.

Mein erstes Thema des heutigen Tages ist „Red Hat Ceph Storage roadmap: past, present and future”. Red Hat Ceph Storage war mir bereits ein Begriff, da er öfters bei meinen Kunden-Webinaren gefallen ist – aber ich wollte mehr wissen. Es handelt sich um ein Software Defined Storage, welches ein objektbasiertes Filesystem ist. Es werden interessante Details der neuen Version 3.0 präsentiert  wie z.B. die Unterstützung für NFSv3, voller Support für das iSCSI Gateway uvm.

Die nächste Session widmet sich dem Thema Automatisierung – ein essentielles Thema in der IT. Dafür bietet Red Hat mit Ansible eine Lösung, die in aller Munde ist und von unseren Kunden sehr geschätzt wird - für deren Linux-Umgebungen. Doch in den Unternehmen und bei öffentlichen Einrichtungen sind in der Regel Mischumgebungen mit Windows- und Linux-Systemen an der Tagesordnung. Dass sich mit Ansible auch Windows Server managen lassen, sehe ich nach wenigen Klicks. „Manage Windows like Linux with Ansible“ war das Thema und das stimmt auch.

Nächste Breakout Session: „How to make the case to management: paying for open source”. Endlich mal etwas Kaufmännisches. :) Also auch was für mich. Hier wird nochmal deutlich, dass mit Open Source Software auch Geld zu verdienen ist. Jeder Kunde, der Open Source Software produktiv einsetzen möchte, benötigt auch Support. Denn auf diesen Support sind Administratoren angewiesen, wenn geschäftskritische Systeme ausfallen und die Lösung nicht mit eigenen Ressourcen gefunden werden kann.

Der Abend wird nochmal genutzt für ein kleines Get-together aller deutschen Teilnehmer. Bei zünftigem Essen und gekühlten Getränken werden Gespräche geführt und die Erfahrungen der letzten Tage ausgetauscht.

Der Red Hat Summit neigt sich dem Ende zu, aber der Spirit bleibt

Tag 5 – 10.05.2018
Der letzte Tag des Red Hat Summits bricht an. Heute wird wieder Hand angelegt an die Tastatur und Befehle werden eingetippt. „Getting started with Ansible“ ist der Titel und dieser kommt mir schon von Tag 3 bekannt vor. Dieses Mal wird jedoch nicht der Ansible Tower genutzt, sondern nur Ansible. Keine grafische Oberfläche, purer Code. Die gelernten Linux-Befehle sitzen und so fällt mir das Programmieren heute leichter. Zufrieden geht es zur Mittagspause und gleich danach setze ich mich in die letzte Session: „Red Hat Ansible Tower overview und roadmap“. Mir wird klar, wie mächtig die Lösung ist: Konfigs erstellen, automatisiert Updates einspielen und und und. Der Funktionsumfang ist gewaltig. Alles aufzuzählen, würde ewig dauern.

Zum Schluss notiere ich mir gleich das Datum des nächsten Red Hat Summits: 07.05. – 09.05.2019 in Boston, denn das ich wiederkommen werde, steht fest. Es hätte noch so viel mehr zu lernen gegeben…

Tag 6 – 11.05.2018
Es geht wieder nach Hause. Die Vorfreude auf den langen Flug hält sich in Grenzen. Nach gut 14 Stunden bin ich wieder in Leipzig gelandet.

Ich blicke auf eine anstrengende, jedoch auch sehr schöne und vor allem erlebnisreiche Woche zurück. Vieles war sehr technisch anspruchsvoll. Jedoch wird man von diesem Open-Source-Gefühl getragen und mitgenommen. Der Summit ist ein Muss für alle, die an Open Source und Red Hat interessiert sind. Er ist definitiv eine Reise wert.

Sie interessieren sich für das Thema Red Hat und benötigen dabei Unterstützung?

Nutzen Sie die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch unseren Red Hat Experten Michael Heß.

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Michael Heß
Business Development Manager Red Hat

Blochstraße 1
04329 Leipzig
Deutschland

+493412568196

Michael Heß

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Artikel vom:
21.08.2018

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TAGS:
Open Source, Red Hat Summit, Trends

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