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UK ist draußen. Warum es sich lohnt, VMware als IT-Schweiz in die EU aufzunehmen (Header)

UK ist draußen. Warum es sich lohnt, VMware als Schweiz der IT in die EU aufzunehmen

VMware bringt Geld mit, spielt in diversen Segmenten mit, sitzt in der IT-Mitte von allem, hat spannende Produkte und kann dann gleich die Digitalisierung der EU vorantreiben. Aus der „alten“ Servervirtualisierungs-VMware hat sich in der Zwischenzeit die neue Schweiz der IT entwickelt. Wir schauen uns die beeindruckende Entwicklung von VMware anhand der in Barcelona stattgefundenen VMworld 2018 genauer an.

Ein Blogbeitrag von Marco Vogel, Global Director, Strategic Alliances

Die VMworld EMEA 2018: Ein Paradebeispiel für das VMware Wachstum

Was anfangs eine beinahe hausinterne VMware Veranstaltung war, hat sich über die Jahre zu einem Industrie-Event der Oberklasse entwickelt. Quasi zum 20. Geburtstag kamen fast 13.000 Teilnehmer nach Barcelona, bei der US-Variante waren es doppelt so viele. VMware ist noch immer der Hauptveranstalter, aber die schiere Menge und spannende Mischung an Ausstellern in der sogenannten Solution Exchange – oder auch im Fall von IBM mit VMware auf der Bühne – ist immer wieder überwältigend. Wo sonst findet man im Bereich Hardware DellEMC, HPE, IBM, Lenovo, NetApp etc. einträchtig nebeneinander, im Public Cloud Segment MS Azure, IBM Cloud, AWS, OVH, dazu unzählige Security- und Backup-Anbieter und viele weitere Newcomer bzw. bereits etablierte Hersteller aus den Bereichen DevOps, Kubernetes/Container, (Hybrid) Cloud Management und Sicherheits-Tools und und und….Und VMware mittendrin. Man sagt, dass das Ökosystem eines Herstellers ein Hauptkriterium für den Erfolg ist. Da hat VMware das Äquivalent des Apple-App-Stores.

Apropos Ökosystem: VMware interne IT ist – zwei Jahre vor dem Plan – nicht nur CO2-neutral, sondern arbeitet auch an einer Referenzarchitektur für sogenannte Community-Micro-Grids namens RIAPS (Resillient Information Architecture Platform for Smart Grid). Dabei geht es um eine smarte, dezentrale Stromversorgung, die Nachbarschaften oder ganze Gemeinden mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen kann. Zentraler Bestandteil ist hier VMware Cloud Foundation sowie die die nagelneue VMware Blockchain (Project: Concord). Auch VMware ESXi auf Raspberry PI könnte hier eine spannende Rolle spielen.

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Der VMware Lösungsumfang: Ein breit aufgestelltes, virtuelles Warenhaus

Mittlerweile gigantisch, breit gefächert und gut. Aus dem ehemaligen „vSphere-only“ Software-Anbieter ist ein virtuelles gut integriertes Warenhaus geworden – von Lösungen für das Datacenter, deren Erweiterung für die Public Cloud, aber auch im Bereich End User Computing, das Ganze mit eingebauter Sicherheit, aber dennoch mit Integrationsmöglichkeiten für viele der oben genannten Dritthersteller.

Die größte Säule sind dabei weiterhin die VMware Technologien, die aus den Rechenzentren von Kunden „Private Cloud“ machen, also die konsequente Virtualisierung von Netzwerk, Storage und Compute-Ressourcen mit eingebauter Sicherheit, dabei höchst automatisiert. Bei all dem Hype um AWS, Azure u. a., bei denen man mit Wachstumsraten unter 30% schon als Low-Performer gilt – der Public-Cloud-Markt in nominellen Zahlen ist noch nichts im Vergleich zum Private-Cloud-Markt, also den Rechenzentren der Kunden. Hier wird noch immer ein Großteil des IT-Budgets investiert. Und wer ist der Platzhirsch dort? VMware mit seinen vSphere-zentrierten Produkten, vSphere selbst hat einen Marktanteil von weit über 80% im Servervirtualisierungs-Markt, ist also der De-Facto-Standard.

VMware Cloud Foundation

Auf der VMworld wurde hier z. B. die VMware Cloud Foundation (VCF) in der Version 3.5 angekündigt, parallel dazu kam auch die Ankündigung der Hardware-Hersteller, Ready-Nodes anzubieten. VCF beinhaltet dabei als Solution Stack vSphere, vSAN und NSX. VCF, auch in Verbindung mit dem vRealize Solution Stack, ist ein weiteres Beispiel für das Credo von Pat Gelsinger „to ruthlessly automate everything“, also auf Grundlage virtualisierter Ressourcen möglichst alles zu automatisieren, vom Operational über das Lifecycle-Management bis hin zur Digitalisierung von möglichst vielen Prozessen.

vCloud Suite Platinum und AppDefense

Was war hier noch wichtig? Security! VMware hat erst im Oktober 2018 einen Artikel veröffentlicht, wie man unternehmensintern versucht, die verwendeten Security-Anbieter zu konsolidieren und dafür Security-Elemente zu den bestehenden VMware Produkten hinzufügen. So wurde bei der VMworld auch die vCloud Suite Platinum angekündigt, die die Funktionen der bekannten vCloud Suite um AppDefense ergänzt. AppDefense ist ein interessanter Security-Ansatz. Das Produkt „versteht“ den Normalzustand und das Normalverhalten eines Workloads und löst nur Alarme aus, wenn der Normzustand wegzufallen droht. Herkömmliche Security-Produkte gehen auf Jagd nach bösen Angriffen von außen. VMware kommt von einer anderen Seite und reagiert bei Abweichungen der Workloads – teilweise bereits mit automatisierten Antworten (z. B. Verschieben in eine Sandbox). Für diejenigen Kunden, die nicht vCloud einsetzen: Das Ganze gibt es auch eine Nummer kleiner mit vSphere Platinum. Die Integration in NSX ist bei beiden möglich,

Public Cloud mit VMware

Public Cloud mit VMware? Geht auch. VMware partnert mit lokalen Hostern – alleine in Deutschland gibt es mehrere tausend Service Provider, die ihre Dienste Endkunden auf der technologischen VMware Basis zur Verfügung stellen, darunter viele namhafte SAP-Hoster oder Hoster der Telcos. Dann kam das Thema VMware Cloud Foundation auf IBM Cloud (aka IBM Cloud for VMware Solutions, ein Angebot, das über IBM (Partner) vertrieben wird) und das mmmm…mäßig erfolgreiche eigene Public Cloud Offering vCloud Air, das mittlerweile an OVH (Laut eigener Homepage: Ein internationaler Hyperscale Cloud Anbieter – Die Nummer 1 in Europa) weiterverkauft wurde und dort immer noch weitestgehend unverändert genutzt werden kann.

Aber kurzer Stopp bei IBM. Die haben ja erst vor kurzem RedHat für mehr als 30 Milliarden Dollar gekauft und danach verkündet, jetzt sind sie Hybrid Cloud Leader. Geht es trotzdem weiter mit der VMware/IBM Partnerschaft? Ja, IBM war sogar mit VMware auf der Bühne und hat neue gemeinsame Projekte angekündigt, wie VMware Workloads noch schneller und automatisierter in die IBM kommen können, wo sie noch sicherer sind. Für die Paranoiker unter den Lesern: Bei der Verwendung von IBM Cloud Private Hosted steigt die Verfügbarkeit auf 99,9999%. (Dr.) Watson ist bei IBM natürlich immer dabei, VMware hat hier angekündigt, IBMs AI in Kunden-Service-Portale zu integrieren. Last but not least, VMware und IBM gründen auch ein „Joint Innovation Lab“, um weitere gemeinsame Projekte zu treiben. Coopetition at its best!

VMware und Microsoft

Viele hatten auch weitere Announcements in der Zusammenarbeit mit Microsoft erwartet, zumal Microsoft Azure nach vielen vielen Jahren wieder ein offizieller Sponsor der VMworld war. Aber: Neuigkeiten-Fehlanzeige. Die bestehende Zusammenarbeit im Enterprise Mobility Management (Intune und AirWatch) und die VMware Workspace-Lösung, die auch auf Azure läuft – und die als Enterprise-ready von Analysten eingestuft wird – sind weiterhin fast alleiniger Ausdruck der Zusammenarbeit.

VMware Cloud on AWS

Bunter, aktueller und lauter wurde es da eher in der Zusammenarbeit mit AWS: VMware Cloud on AWS wird in Zukunft in jeder AWS Region weltweit angeboten. Heißt für Europa: Frankfurt und London sind schon live, Dublin, Paris und Stockholm kommen, dazu viele weitere in Amerika und Asien/Australien – das wird also von beiden ernst genommen.

Das Kundeninteresse war unmittelbar da – und manifestiert sich heute schon in produktiven Einsätzen. Die Gründe sind bestechend einfach, simpel und nachvollziehbar. Ist man bereits vSphere Kunde, ist VMware Cloud on AWS der mit Abstand einfachste Weg, Public-Cloud-Ressourcen zu nutzen – und dazu kann man sich zumindest am Anfang großflächige Investitionen in technisches Cloud-Know-how sparen, weil rechts und links identische konsistente virtuelle Hardware-Ressourcen stehen – eben vSphere, vSAN und für die Weitergabe und Einhaltung der Security-Richtlinien die Netzwerk-Virtualisierung NSX. AWS stellt die physikalische Infrastruktur, VMware den Solution Stack, aber auch den Support. Also der ideale Einstieg in die bunte Public-Cloud-Welt. Und hier kann man noch weiter sparen: Bei den Migrationskosten in die Cloud. Bestehende Workloads cloud-ready zu machen, dauert. Mit VMware Cloud on AWS und der Option Hybrid Cloud Extension kann man dagegen bestehende VMware Workloads aus dem heimischen Rechenzentrum in kürzester Zeit migrieren.

VMware vRealize und Cloud Health

Aber auch für das plattformübergreifende Management von Cloud-Workloads in Google, AWS, Azure etc. ist VMware gerüstet – dafür haben sie ihre Management-Tools aus der vRealize und Cloud Health Technologies Familie, die bereits heute laut Analysten Marktführer sind. „Normale“ Workloads oder Container – VMware kann auch hier beides. 2017 das Announcement in der Zusammenarbeit mit Google und der Schwester-Firma Pivotal PKS (Pivotal Container Services, wobei das „K“ für Kubernetes steht) zu entwickeln, dieses Jahr die News, dass VMware Heptio übernimmt. Wer mit Heptio nicht so viel anfangen kann, dem sei gesagt, dass die Eigentümer zum Kubernetes-Mitgründer-Kreis gehören. Kubernetes hat sich schon fast zum OpenSource-Standard in der Orchestrierung von Container-Anwendungen entwickelt und wird heute schon von den Branchenriesen MS Azure, Google Cloud, aber auch IBM, Oracle und Red Hat unterstützt.

Was bleibt hängen von der VMworld EMEA: Ein Fazit

Wie im realen Leben ist die VMware (als Schweiz der IT) bestens positioniert und hat sich neben ihrem Kernmarkt zahlreiche Wachstumsfelder erschlossen. Ob im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud, ob Container oder normale Workloads, Server oder Desktop und – fast noch wichtiger – in der effizienten Verwaltung und Optimierung dieser heterogenen CrossCloud-Umgebungen, VMware hat eine große Vision und ist in der Marktposition, diese zu weiten Teilen auch umzusetzen. Für Kunden, die bereits VMware einsetzen, landen VMware Technologien nun auch zunehmend bei anderen Digitalisierungsprojekten auf der Shortlist – mit großen Erfolgsaussichten.

Man sagt ja, die AWS Re-Invent wäre die visionäre Veranstaltung, während die VMworld hilft, die Probleme von heute zu lösen. Damit ist der Erste-Hilfe-Kasten von VMware mittlerweile recht groß geworden. Ob die AWS Re-Invent Antworten für übermorgen gibt, finde ich Ende November 2018 heraus.

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Artikel vom:
22.11.2018

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