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End of Support für SQL Server 2008 und Windows Server 2008: So ist Ihr Unternehmen trotzdem sicher! (Header)

End of Support für SQL Server 2008 und Windows Server 2008: So ist Ihr Unternehmen trotzdem sicher!

Künftig wird es keine Sicherheitsupdates für Windows Server 2008 mehr geben. Müssen Sie sich nun beim nächsten Cyberangriff Sorgen machen? Nein, keineswegs! Unsere Experten zeigen Vor- und Nachtteile verschiedener Lösungswege auf und erklären, warum Sie sich nicht zwangsläufig von Ihrer aktuellen Version verabschieden müssen.

Ein Beitrag von Sabrina Rohenroth, Team Manager Specialised Sales Microsoft und Martin Steiner, Solution Sales Infrastructure & Apps

Wie bereits lange angekündigt, erfolgte im Oktober 2018 nun endlich der Launch der neuen Version von Windows Server: Windows Server 2019. Neben zahlreichen neuen Features bedeutet dieser Launch aber auch ein Abschied von altbekannten und bei vielen Unternehmen auch beliebten Produkten. Denn am 9. Juli 2019 endet der Extended Support für SQL Server 2008 und 2008 R2 und weniger als ein Jahr später, am 14. Januar 2020, läuft auch der Extended Support für Windows Server 2008 und 2008 R2 aus.

Was bedeutet der „End of Support“ für Ihr Unternehmen?

Natürlich können Unternehmen den SQL Server und Windows Server weiterhin genauso On-Premises betreiben wie bisher. Allerdings wird es nach dem Datum des End of Support keine Sicherheitsupdates mehr für die 2008er Versionen der Server geben.

Auch wenn das Risiko im ersten Moment gering erscheint – schließlich sind Server in der Regel ja durch eine Firewall geschützt – stellen nicht vorhandene Sicherheitsupdates ein großes Risiko für ein Unternehmen dar. Angriffe wie „WannaCry“ zeigen deutlich, dass Hacker heute jegliche Chance für Attacken nutzen und dabei kreative Wege finden, um immer neue Bedrohungslagen für Unternehmen zu schaffen.

Zudem kann der Einsatz von nicht mehr supporteter Software in bestimmten Situationen eine „Incompliance“ gegenüber gewissen Vorgaben bedeuten, die unter anderem auch eine bestehende ISO-Zertifizierung gefährden können.

Wollen Sie für diese Risiken verantwortlich sein, weil Sie nicht rechtzeitig aktiv geworden sind?

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Wie kann ich die Risiken des „End of Support“ abwenden?

Die erste gute Nachricht ist: Noch ist genug Zeit, um alle wichtigen Entscheidungen und Vorbereitungen zu treffen. Es gibt also keinen Grund für Panik – aufschieben sollte man das Thema aber ebenfalls nicht.

Grundsätzlich gibt es drei Optionen, mit dem „End of Support“ bei Windows Server und SQL Server umzugehen, die wir Ihnen nachfolgend näher vorstellen möchten:

  1. Migration der Server auf Azure
  2. Aktualisierung der Server auf die aktuelle Version
  3. Erwerb der kostenpflichtigen „Extended Security Updates“

Migration der Server auf Azure

Ist für Ihre Server eine Migration nicht oder nur schwer möglich, die Kosten für die „Extended Security Updates“ sind aber zu hoch, gibt es noch eine dritte Variante – die allerdings voraussetzt, dass die betroffenen Server und deren Anwendungen in virtuellen Umgebungen lauffähig sind: die Migration der Server auf Azure.

Im Zuge des allgemeinen Cloud-Fokus von Microsoft bietet der Hersteller die Option, die oben beschriebenen „Extended Security Updates“ kostenfrei zu erhalten, wenn Kunden ihre 2008 oder 2008 R2 Versionen von SQL Server und Windows Server auf virtuelle Maschinen in Azure migrieren.

Hierfür ist im ersten Schritt natürlich eine eigene Azure-Umgebung nötig. Sollte diese in Ihrem Unternehmen noch nicht vorhanden sein, unterstützt Sie COMPAREX gern bei einer technischen wie kaufmännischen Evaluierung – denn Azure kann auf verschiedensten Wegen bezogen werden und bietet Einsatzszenarien, die auch rein über das Hosten virtueller Maschinen hinausgehen. Beispielsweise kann ein SQL Server in Azure als „Datenbank as a Service“ betrieben werden, bei dem Patches oder Verfügbarkeit automatisch sichergestellt sind. Und auch bei der technischen Migration in die Cloud, der Absicherung Ihrer Azure-Umgebung und dem Management der Kosten stehen Ihnen unsere Experten zur Seite.

Eine gute Nachricht gibt es zudem für alle Kunden, die über aktive Software Assurance für ihre SQL Server und Windows Server verfügen. Sie verfügen damit über den so genannten „Hybrid Use Benefit“ und können somit bis zu 80% der Kosten für die virtuellen Maschinen sparen.

Aktualisierung der Server auf die aktuelle Version

Die wohl offensichtliche Maßnahme ist die Aktualisierung der Server von 2008 auf die aktuellste – oder zumindest eine neuere – Version. Neben den Kosten für die tatsächliche Migration, können in diesem Fall auch Kosten für eine aktuelle Lizenz anfallen. Viele Unternehmen haben sich bei Servern jedoch beim Lizenzkauf für Software Assurance (SA) entschieden und damit auch das Recht auf die neueste Version erworben. In diesem Fall fallen also keine Lizenzkosten an.

Gern unterstützen auch wir als COMPAREX Sie bei der technischen wie kaufmännischen Evaluierung einer solchen Migration.

Dabei empfiehlt es sich, die Migration tatsächlich auf die neueste Version, beispielsweise den Windows Server 2019 durchzuführen. So wird zum einen verhindert, dass in einigen Jahren erneut migriert werden muss, zum anderen ist natürlich auch der technische Sprung von 2008 zu 2019 immens. Wie viel in den letzten zehn Jahren passiert ist, macht dieses Beispiel besonders deutlich: Als der Windows Server 2008 auf den Markt kam, war das erste iPhone in Deutschland erst seit kurzem verfügbar. Nicht nur auf dem Smartphone-Sektor hat sich seitdem sehr viel getan, sondern auch bei dem SQL und Windows Server.

Erwerb der kostenpflichtigen „Extended Security Updates“

Natürlich gibt es Szenarien, in denen eine solche Migration nicht möglich ist, beispielsweise wenn auf dem Server Software mit gewissen technischen Abhängigkeiten installiert ist, die unbedingt eine 2008er Version erfordert. In einem solchen Fall bietet Microsoft die Option der kostenpflichten „Extended Security Updates“.

Die „Extended Security Updates“ werden dabei von Microsoft für die nächsten drei Jahre bereitgestellt – sind allerdings nach aktuellem Stand nur für Kunden mit einem Enterprise Agreement (EA, EAS oder SCE) verfügbar, die ihre Windows Server oder SQL Server mit aktiver Software Assurance oder als Subscription erworben haben. Zudem sind die Kosten für die „Extended Security Updates“ nicht unerheblich und werden von Microsoft mit 75% des Preises für eine volle Lizenz der aktuellsten Windows Server bzw. SQL Server Version beziffert. Allerdings müssen natürlich nur die Server ausgestattet werden, für die die Updates auch tatsächlich benötigt werden und da die Updates jährlich verlängert werden müssen, ist auch eine stückweise Reduzierung der Kosten bei schrittweiser Migration möglich.

Wie genau die „Extended Security Updates“ erworben werden können, steht aktuell noch nicht fest. Die Updates werden aber spätestens zum offiziellen „End of Support“ Datum des jeweiligen Servers zur Verfügung stehen.

Time to say goodbye? Ein Fazit

Mit dem End of Support für SQL Server und Windows Server 2008 und 2008 R2 zwingt Microsoft Kunden also noch nicht, den 2008er Versionen endgültig Lebewohl zu sagen, denn der Hersteller stellt zahlreiche Handlungsalternativen zur Verfügung. Die Entscheidung sowie die Umsetzung einer dieser Alternativen benötigt jedoch Einiges an Vorlauf und Planung, weshalb die noch verbleibende Zeit gut genutzt werden sollte.

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Artikel vom:
18.10.2018

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TAGS:
SQL Server, Windows Server

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