COMPAREX AG
Hybride Wahrheit oder Pflicht: VMware Cloud on AWS gegen Microsofts Azure Stack?! (Header)

Hybride Wahrheit oder Pflicht: VMware Cloud on AWS gegen Microsofts Azure Stack?!

Microsoft überholt AWS in der Cloud! Das war‘s! Der Star/Cloud War ist entschieden. Microsoft ist stolz auf sich und das Tag-Team VMware/AWS ist jetzt der Herausforderer? Hat die bunte Powerpoint-Präsentationswelt von Microsoft recht oder was steckt hinter der glänzenden Hülle des Todessterns? Unser Experte Marco Vogel nimmt die vermeintlichen und unvermeidlichen Marktführerschaften etwas genauer unter die Lupe und zeigt, warum ohne VMware im Cloud-Umfeld nichts geht. Come to my dark side, I have done some homework.

Ein Blogbeitrag von Marco Vogel, Global Director, Strategic Alliances

Microsoft oder VMware: Wer wirklich die Nase vorn hat

Ich habe in den letzten Tagen einen Kundenworkshop für unsere LICEN§A-Veranstaltungsreihe vorbereitet und nach aktuellen Cloud-Statistiken für den Einstieg gesucht. Gartner sieht AWS als Marktführer im Cloud-Infrastructure-as-a-Service-Segment; Forrester sagt für 2018 voraus, dass AWS, Google und Microsoft 76 % des weltweiten Cloud-Platform-Umsatzes haben werden; AWS und Microsoft haben schon Stand heute laut Synergy 50 % des Cloud Infrastructure-Service-Marktes – wobei der Abstand zwischen Microsoft und AWS nach wie vor recht deutlich ist. Alles wie gehabt.

Und dann behauptet Microsoft, dass dort vorn ist, wo sie sind. Gemäß der berühmten Aussage – angeblich war es ja vielleicht doch nicht Churchill – darf man nur den selbstgefälschten Statistiken trauen. Oder man setzt wie Microsoft die Maßstäbe anders. Wie war der Witz: Wie viele Microsoft Programmierer braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Keine! Dunkelheit wird zum neuen Standard erklärt. Microsofts Cloud-Zahlen umfassen daher neben dem „normalen“ Azure eben auch die Umsätze für Office 365, Dynamics, die SCCM-Familie und vieles andere mehr – liest sich daher eigentlich wie die Definition einer Hybrid Cloud. Und da hat Microsoft wirklich eine End-to-End-Story – wie sonst keiner?!

Haltet ein, will ich da rufen. VMware gibt alles. Sie partnern mit lokalen Hostern – alleine in Deutschland gibt es mehrere tausend Service Provider, die ihre Dienste Endkunden auf der technologischen VMware Basis zur Verfügung stellen. Dann kam das Thema mit IBM und Cloud Foundation (ein Angebot das über IBM (Partner) vertrieben wird) und das mmmm…mäßig erfolgreiche eigene Public Cloud Offering vCloud Air, das mittlerweile an OVH (Laut eigener Homepage: Der Hyperscaler No. 1 in Europa) weiterverkauft wurde. Letztes Jahr dann endlich das GoLive von VMware Cloud on AWS in den Staaten und jetzt auch in Europa bzw. der EU.

Und siehe da: Unsere Kunden interessiert es! Bei all dem Hype um AWS und Azure, bei denen man mit Wachstumsraten unter 30 % schon als Low-Performer gilt – der Public Cloud Markt in nominellen Zahlen ist noch nichts im Vergleich zum Private Cloud Markt, also die Rechenzentren der Kunden. Hier wird noch immer ein Großteil des IT-Budgets investiert. Und wer ist der Platzhirsch dort? VMware mit seinen vSphere-zentrierten Produkten. Und die Kunden sind zufrieden, vSphere läuft und läuft – sogar so gut, dass viele Kunden nicht mal die Notwendigkeit sehen, auf die neue Version zu gehen. Trotz Verfügbarkeit von vSphere 6.7 gibt es derzeit noch viele Kunden, die mit der Version 5 zufrieden sind.

Warum ohne VMware beim Thema Cloud nichts geht

Die Aussage vieler unserer Kunden: Wir können etwas in der Cloud neu aufbauen – und das mag in Azure und/ oder AWS sein. Doch wenn wir später diese Workloads produktiv schalten und mit unseren On-Premises-Workloads „sprechen“ lassen wollen, dann wäre es schön, wenn diese auch „vSphere“ianisch reden können. Heißt im Klartext: Die Workloads in der Cloud sollen die gleichen Richtlinien wie im heimischen Rechenzentrum verwenden. Es wäre super, wenn die Cloud-Workloads genauso geschützt werden können wie die On-Premises. So wäre auch sichergestellt, dass wir nicht auf einen Schlag Großinvestionen in Azure oder AWS Know-how tätigen müssen, sondern wir können langsam reinwachsen. Also: Bitte zeigt uns VMware Cloud auf AWS!

Und so sieht’s aus: Vereinfacht ausgedrückt stehen im Rechenzentrum von AWS und im heimischen Rechenzentrum dieselben Software-Komponenten von VMware: vSphere in einer der neueren Varianten, für die Storage-Virtualisierung vSAN und – extrem wichtig – für die Weitergabe und Einhaltung der Security-Richtlinien die Netzwerk-Virtualisierung NSX. Per Linked Mode greift man auf ein weiteres vCenter – diesmal in der Cloud – zu. AWS stellt die physikalische Infrastruktur, VMware den Solution Stack, aber auch den Support. Es reicht also weiterhin, nur die Telefonnummer von VMware zur Hand zu haben. Entsprechend konfiguriert, kann man über die vRealize Komponenten sogar native AWS Ressourcen mit einbinden. Das ist vor allem bei Themen wie Big Data, IoT und komplexen Datenbank-Systemen, bei denen die bloße Virtualisierung an seine Grenzen kommen würde, unabdingbar.

Zusammengefasst: Ist man bereits vSphere Kunde, ist VMware Cloud on AWS der mit Abstand einfachste Weg, Public Cloud Ressourcen zu nutzen – und dazu kann man sich zumindest am Anfang großflächige Investitionen in technisches Cloud-Know-how sparen, weil rechts und links identische konsistente virtuelle Hardware-Ressourcen stehen. Also der ideale Einstieg in die bunte Public Cloud Welt.

Dass auch diese Kunden später mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit native Ressourcen von AWS und/ oder Microsoft Azure nutzen werden, darüber sind sich fast alle einig, aber jeder Einstieg ist schwer. Die Mehrzahl der Kunden will sowieso mehrere Public Cloud Offerings nutzen, um (O-Ton mehrerer unserer Kunden) den Oracle-Fehler nicht zu wiederholen – also einen Cloud-Vendor-Lock-In zu vermeiden.

Kann ich VMware Cloud on AWS schon nutzen?

Klares Ja! Bis letztes Jahr war das Angebot nur in den US-Rechenzentren von AWS verfügbar, seit kurzem jedoch auch aus der AWS London Region, Frankfurt ist in Kürze verfügbar. Damit sind die Themen Latenzen und Datenhaltung in der EU weitestgehend vom Tisch. And do not mention the Brexit ;-). Erworben werden die Nutzungsrechte, Support und zugehörige Services in VMware-gewohnter Manier über akkreditierte Partner wie die COMPAREX.

Kleiner Tipp: Für die Nutzung des VMware Cloud on AWS Service brauchen Sie ein AWS Konto. Und wenn Sie die AWS Kontingente über COMPAREX beziehen, müssen Sie bei AWS nicht das US-Recht akzeptieren, sondern bekommen automatisch EU-Recht – zumindest solange ihr Unternehmen in der EU sitzt.

Speziell für Kunden, die ein Enterprise License Agreement mit HPP Tokens ihr eigen nennen, gibt es sogar einen noch schnelleren Zugang. Diese Tokens kann man nämlich entweder in VMware Lizenzen seiner Wahl eintauschen oder aber auch in VMware Cloud on AWS Kontingente.

Will man wissen, ob sich eine Migration der bestehenden Infrastruktur in die VMware Cloud on AWS Welt monetär positiv bemerkbar macht bzw. machen würde, empfiehlt COMPAREX eine Vorabnutzung von VMware CostInsight. Es gilt jedoch wie bei fast allen Das-Ist-Ja-So-Einfach-Grafiken: VMware Cloud on AWS trägt zur Verkomplexierung (Mein Wunsch für 2018: Das muss in den Duden!) Ihrer IT bei. Bekannter Merksatz: Je länger das Wort, desto größer die Komplexität und auch der Aktionsschmerz. Beispiel Wurzelspitzenresektion oder eben Verkomplexierung. Sollten Sie bisher noch auf Hardware-fokussierte Netzwerke setzen, ist eine Diskussion über Software-definierte Netzwerk-Systeme eine der obersten Prioritäten. Wenn Sie erst einmal Public Cloud Komponenten nutzen, nutzen Sie das sowieso – wohl dem, bei dem Public und Private Cloud Netzwerk zusammenpassen.

Und noch ein Schlusssatz sei mir gestattet zu Microsoft Hybrid Cloud vs. VMware Cloud on AWS: Investitionen in Lizenzen/Kontingente sind noch keine Vollkostenrechnung. Zertifizierte Hardware oder Investitionen in die Ausbildung seiner Mitarbeiter bzw. in zertifizierte Partnerunternehmen lassen die Nadel schnell in eine Richtung ausschlagen!

PS: Im COMPAREX-eigenen Rechenzentrum laufen sowohl der VMware Solution Stack als auch der von Azure-On-Premises!

Webinar-Aufzeichnung: Erhalten Sie noch mehr Informationen zum Thema VMware on AWS!

Sichere, schnelle und einfachere Cloud-Migration für moderne Workloads? VMware Cloud on AWS ermöglicht es und stellt Ihnen ein skalierbares IT-Modell zur Verfügung, damit Ihre IT wieder innovativ arbeiten kann. Erfahren Sie mehr dazu in unserem Webinar!

Zur Webinar-Aufzeichnung

Diesen Artikel teilen

Artikel vom:
17.05.2018

geschrieben von:

TAGS:
AWS, Azure, Cloud, Microsoft, VMware

Thema:

Kommentieren sie diesen Artikel...

© COMPAREX AG
Zurück nach oben