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kleiner aufwand, GROSSE WIRKUNG: Azure Backup und Azure Site Recovery Dienste

Die IT unterliegt in den vergangenen Jahren zunehmend einer signifikanten Cloud-Transformation. Immer mehr Hersteller entwickeln neue Produkte speziell für den Einsatz in der Cloud. COMPAREX Kunden fragen immer häufiger, wie sie schon jetzt Cloud-Dienste nutzen können, um beispielsweise Optimierungen in den Bereichen Betrieb, Infrastruktur und Kosten zu realisieren. Ein möglicher Ansatz hierfür sind Azure Backup und Azure Site Recovery Dienste.

Ein Beitrag von Thomas Ahrens, Principal Consultant IT-Consulting Cloud

Ein Hinweis vorneweg: Wenn Sie auf Azure Backup und Azure Site Recovery Dienste setzen wollen, dann sollte es nicht Ihr Ziel sein, die bestehende Infrastruktur aus dem eigenen Rechenzentrum in die Coud zu übertragen (IaaS) und dort so zu betreiben wie On-Prem. Dies führt meist zu höheren Kosten. Kostenvorteile werden nur realisiert, wenn zusätzlich PaaS oder SaaS genutzt werden. Das alles soll aber in hybriden Umgebungen funktionieren.

Was kann Azure Backup?

Jedes Unternehmen nutzt Backups, um seine Daten und Infrastrukturserver zu sichern. Die Backup-Medien unterscheiden sich, etwa wie bei der Sicherung auf Band oder Disk. Aber haben Sie schon einmal versucht, das zum x-ten mal überschriebene Band zurückzusichern? Wieviel Storage wird durch die täglichen Backups belegt und was kostet das?

Mit Azure Backup sichern Sie Ihre Daten und Maschinen in einem Speicherbereich, der in der gebuchten Region lokalredundant (LRS) abgelegt wird, d.h. es werden drei Kopien davon angelegt. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, können Sie Ihre Backups auch in anderen Regionen georedundant (GRS) sichern. Dann sind Ihre Sicherungen 6-fach redundant vorhanden. Die Daten werden vor, während und nach der Übertragung verschlüsselt. Wem das nicht ausreicht, der kann zusätzlich den Storage für die Sicherung verschlüsseln. Microsoft garantiert einen SLA von 99,9% für den Azure Backup Service.

Sie können nicht nur Anwendungsdaten über Azure Backup sichern, sondern auch lokale Computer, virtuelle Maschinen, SQL-Server, Sharepoint-Server usw. Die Sicherung erfolgt direkt über einen installierten Backup-Agent, über den vorhandenen System Center Data Protection Manager oder den lokal installierten Azure Backup Server.

Dabei liegen die Kosten für den belegten Backup-Storage im Cent-Bereich pro GB im Monat. Hinzu kommen dann lediglich noch Kosten für Anzahl und Größe der gesicherten Instanzen. Kosten für Datenübertragung nach (Backup) und von (Recovery) Azure fallen für Azure Backup nicht an.

Abb. 1: Azure Backup; Quelle: MicrosoftAbb. 1: Azure Backup; Quelle: Microsoft

Das steckt hinter Azure Site-to-Site Recovery

Viele Unternehmen betreiben aus Gründen der Ausfallsicherheit ein zweites Rechenzentrum. Dazu muss zusätzliche Hardware erworben und der Betrieb der Rechenzentrum-Infrastruktur sichergestellt werden. Beides ist mit hohen Kosten verbunden und genutzt wird es nur als Hot-Standby Rechenzentrum im Disasterfall.

Andere Unternehmen benötigen eine Testumgebung, die identisch zu ihrer produktiven Umgebung sein soll. Die Praxis zeigt aber, dass es bestenfalls nur eine produktionsnahe Testumgebung ist.

Als Lösung für beide Szenarien bietet sich der Azure Site Recovery Service an. Mit ihm können beispielweise physikalische Maschinen und VMs, basierend auf VMware und HyperV, nach Azure repliziert werden. Bei einem Ausfall ist es so möglich, entweder einzelne Server oder ganze Umgebungen in der Recovery Site zu starten. Anstelle der laufenden Kosten, die für ein komplettes Hot-Standby Rechenzentrum anfallen, müssen Sie mit dem Site Recovery Service monatlich eine Gebühr pro gesicherter Instanz sowie die Kosten für den belegten Storage tragen.

Als ein Anwendungsbeispiel sei an dieser Stelle die Sicherung einer XenApp Infrastruktur über Azure Site Recovery genannt. Alle On-Premises XenApp Infrastruktur VMs können so nach Azure gesichert werden. Während des Failovers werden über den Recovery Plan die geschützten VMs in Azure erstellt und gestartet. Für die Verbindung zu den On-Premises Backend Systemen muss noch zusätzlich eine Verbindung via VPN oder ExpressRoute hergestellt werden.

Man könnte auch überlegen, Azure Site Recovery als Migrationstool zu nutzen, wenn Sie Ihre XenApp Umgebung, gehostet auf VMWare, nach Azure migrieren möchten (Citrix on Azure). Dann würden Sie sich die Konvertierung der vmdk Dateien in das vhd Format ersparen. Später können Sie den Site Recovery Service entfernen und die VMs laufen dann in der Azure Cloud. Eine einfache Migration, die Zeit und Geld spart!

Abb. 2: Azure Site-to-Site Recovery; Quelle: Microsoft 
Abb. 2: Azure Site-to-Site Recovery; Quelle: Microsoft

Sie wünschen sich Unterstützung durch Azure Services?

Sie sehen, mit ein wenig Kreativität können Sie unterschiedlichste Szenarien innerhalb eines Azure Dienstes abbilden. Zusammen mit Ihren Fachabteilungen analysieren wir die Prozesse Ihrer IT, um sie dann mit Azure Services zu optimieren und neu auszurichten! Sprechen Sie mit uns!

Tel.: +49 89 579 30 502
E-Mail: services@comparex.de

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Artikel vom:
10.10.2018

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